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Freitag, 3. Juni 2016

[Rezension] Sturmland – Die Kämpferin

Sturmland - Die KämpferinSchweden 50 Jahre in der Zukunft: Verheerende Stürme haben ganze Landstriche verwüstet. Und Schnee fällt schon seit Jahren nicht mehr. Stattdessen färbt ein feiner Sand alles blutrot. Die meisten Menschen sind in die Städte gezogen. Bei den wenigen Familien auf dem Land herrscht ein Klima der Angst. Eines Tages taucht Elins Tante Karin auf dem Hof der Familie auf. Nach ihr wird im ganzen Land gefahndet, denn sie gilt als Terroristin des Untergrunds. Am nächsten Tag wird Elin verhört und verschleppt, doch ihr gelingt die Flucht. Der zweite Teil des düsteren, erschreckend realistischen Zukunftsepos des großen schwedischen Erzählers Mats Wahl. (Klappentext)

Sturmland – Die Reiter | Mats Wahl | Aus dem Schwedischen von Gesa Kunter | YA, Dystopie, Endzeit | Hanser | Band 1 | Band 2 | ISBN:  9783446250918 | Fester Einband, 368 Seiten | ♥♥♥ Herzchen | Weitere Informationen 

Dienstag, 10. Mai 2016

[Rezension] Sturmland – Die Reiter

Sturmland - Die Reiter Schweden 50 Jahre in der Zukunft: Das Klima hat sich massiv verändert. Verheerende Stürme haben ganze Landstriche verwüstet und ein feiner Sand färbt alles blutrot. Die meisten Menschen sind dem Befehl der Regierung gefolgt und in die Städte gezogen. Die wenigen Familien auf dem Land leben in ständiger Angst vor Gewalt. So auch die Familie der 16-jährigen Elin. Doch Elin und ihr Bruder Vagn geraten auf freiem Feld in einen Hinterhalt. Alles geht blitzschnell. Elin verteidigt sich mit ihrer Armbrust, aber Vagn wird entführt. Eine lebensgefährliche Suche nach ihrem Bruder beginnt. Teil eins des düsteren, erschreckend realistischen Zukunftsepos – spannend und mitreißend ab der ersten Zeile. (Klappentext)

Sturmland – Die Reiter | Mats Wahl | Aus dem Schwedischen von Gesa Kunter | YA, Dystopie, Endzeit | Hanser | Band 1 | ISBN: 978-3-446-25194-6 | Fester Einband, 256 Seiten | ♥♥♥,♥ Herzchen | Weitere Informationen 

Dienstag, 8. März 2016

[Buchrezension] Totentöchter von Lauren DeStefano

Totentöchter: Die dritte Generation (The Chemical Garden, #1)Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist …

Totentöchter – Die dritte Generation | Lauren DeStefano | Dystopie, Endzeit, YA | cbt | Band 1 | Hardcover, 400 Seiten | ISBN: 9783570161289



Dienstag, 3. November 2015

[Buchrezension] Das unendliche Meer von Rick Yancey


Das unendliche Meer (Die 5. Welle, #2) Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen ... (Quelle

Das unendliche Meer | Rick Yancey | Übersetzer: Thomas Bauer | YA, Endzeit | Goldmann | ISBN: 978-3-442-31335-8 | Hardcover, 352 Seiten | Band 1 | Band zwei der Reihe

Meine Meinung: Nach dem ersten phänomenal guten Band eins, waren meine Erwartungen sehr hoch. Ich wollte wissen, wie es mit Cassie, Sam, Evan und den anderen weitergeht. Der Anfang des Buches war ein bisschen schwierig, da der Autor nicht wirklich auf die Ereignisse aus dem ersten Buch eingeht. Ab und zu werden einige Dinge erwähnt, aber für mich ist dies zu wenig gewesen, um meine Erinnerung anzukurbeln. Daher empfehle ich vor dem Lesen des zweiten Bandes eine ausführliche Rezension zu dem ersten Buch zu lesen oder eben einen Re-Read.

Nicht nur die Zeit, die zwischen dem ersten und zweiten Band vergangen sind, aber auch die neuen Erzählperspektiven haben es mir schwierig gemacht, in das Geschehen einzutauchen. Im Rückblick finde ich auch, dass einer der Erzählstränge unnötig gewesen ist, wenn nicht sogar noch mehrere. Es handeln sich bei den Charakteren zwar um Protagonisten, aber einige erleben so wenig, dass man ihre Erlebnisse zusammenfassen könnte.

Leider hat das Buch einige zähe Stellen, bei denen die Charaktere nur herumjammern und philosophieren. Ich verstehe, dass es schwierig ist, wenn die Menschheit ausgelöscht wird, aber mehr an Handlung hätte ich wirklich begrüßt. In dieser Zeit hätten die Charaktere etwas Sinnvolles machen können, aber nun gut. Hätte, hätte, Fahrradkette. 

Meine neuer Lieblingscharakter ist Ringer, die mir schon im ersten Band total gut gefallen hat. Sie erlebt wirklich viel in diesem Buch, es ist eigentlich schon fast ihr Buch. Die Entwicklung die sie durchmacht, ist wirklich krass. Wenn ein Charakter sich innerhalb so kurzer Zeit so stark verändert, kann es den Leser verstören, nicht so hier. Ich freue mich schon mehr von ihr zu erfahren.
Langweilig sind hingegen Cassie und Evan, die nur Teenie-Drama in einer Welt schieben, in der Teenie-Drama nichts zu suchen hat. Leute, könnt ihr euch in Zukunft bitte etwas zusammenreißen und über eure Probleme reden?

Rick Yancey schreibt wie im Band zuvor auch, sehr flüssig und nicht linear. Die Handlungsstränge der einzelnen Charaktere überschneiden und verweben sich, wodurch sie an Tiefe gewinnen. Von einigen Charakteren möchte der Leser dennoch mehr erfahren, wie es nun mal oft so ist.

Bewertung: Ein zweischneidiges Schwert, dieses Buch. Einerseits ist es wirklich interessant und hebt sich von der Masse der Jugend-Endzeit-Büchern dadurch hervor, dass Romantik nicht die Hauptrolle spielt. Andererseits hat fast zu viele zu ruhige Stellen, in denen fast nichts passiert. Dennoch hat mir diese Fortsetzung so sehr gefallen, dass ich am liebsten gleich zu Band drei greifen würde. Die Charakterentwicklung und die Auflösung des Ganzen sind meine Hauptgründe, daher ♥♥♥♥ Herzchen. Schwächer als der erste Band, aber immernoch ein ziemlich guter Mittelteil.


Autor: Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünfte Welle“ nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. (Quelle)


Vielen Dank an den Goldmann-Verlag, für die großzügige Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Dienstag, 10. März 2015

[Buchrezension] Rain – Das tödliche Element von Virginia Bergin


Rain – Das tödliche Element (The Rain, #1) Samstag, Partyabend. Ruby und ihre Freunde feiern ausgelassen bis in die Nacht. Was keiner ahnt: Es wird das letzte Mal sein. Ruby wird ihre Freunde niemals wiedersehen. Und sie wird auch Caspar zum ersten und letzten Mal geküsst haben. Denn in dieser Nacht kommt der giftige Regen, der ein tödliches Virus bringt. Die Menschheit rast ihrem Untergang entgegen. Wer nicht gleich stirbt, kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Freunde werden zu Feinden, Kinder zu Waisen, Nachbarn zu Gesetzesbrechern. Auch Ruby ist von einem Tag auf den anderen völlig auf sich allein gestellt. Inmitten von Tod, Chaos und Angst macht sie sich verzweifelt auf die Suche nach überlebenden Verwandten. Doch es gibt auch Hoffnung. Ruby erhält ein Lebenszeichen ihres totgeglaubten Vaters …

Rain – Das tödliche Element
| Virginia Bergin | YA, Endzeit | Fischer KJB |
ISBN: 978-3-7373-5155-3 | Hardcover,
416 Seiten 



Erster Satz: Wenn das hier einfach so eine Geschichte wäre, eine von denen, die man zum Spaß liest, hätte sie einen tollen Anfang.

Meine Meinung: Die Idee ist genial und zugleich erschreckend nah an der Realität orientiert. Giftiger Regen, verseuchtes Grundwasser oder gar kein Wasser. Leider gibt es Länder, die sich schon lange mit ähnlichen Problemen auseinandersetzen müssen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, nicht nach Belieben zu duschen oder Wasser zu trinken.

Allein die Idee gibt so viel Potenzial für Konflikte, dass ich dachte, das Buch könnte gar nicht nicht unterhaltsam sein. Allerdings traf mich die volle Wucht der Wahrheit spätestens nach den ersten paar Kapiteln. Der Schreibstil.
Zuerst dachte ich: Das ist ungewöhnlich und interessant, aber vielleicht gewöhne ich mich ja daran. Dann wollte ich irgendwann nur noch, dass die Protagonistin endlich den Mund hält, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ihre verdrehten Gedankengänge plus dieser grausame, Leser unfreundliche Schreibstil.
Es gibt unnötige Absätze, zusammengewürfelte Wortkombinationen, verwörtlichte Geräusche (Bsp. WUUUUUUUMMMMMSSSS oder so etwas) und Schimpfwörter werden mit Schmetterlingszeichnungen ersetzt (das fand ich irgendwie cool, muss ich sagen).

Das alles und dieser unsympathische Charakter von Ruby, der Protagonistin, hemmen den Lesefluss ungemein. Zuerst erhofft man sich, dass Ruby ihre unreife Einstellung zur Seite legt und endlich mal anfängt nachzudenken. Später verflucht man sie nur noch, weil sie sich so doof verhält, dass kein einziger Mensch, in einer apokalyptischen ENDZEIT wo die Ressourcen so rar sind, sich so verhalten würde. So putzt sie sich die Zähne mit Cola (genau, es gibt nichts zu trinken), trinkt alles Wasser auf, das sie sich angesparrt hat und übergibt sich dann (es gibt immer noch nichts zu trinken) und in dieser lebensbedrohlichen Welt macht sie ungeschützt eine Radtour (der Regen ist giftig und es könnte jederzeit anfangen zu regnen) und von ihrer Eitelkeit will ich gar nicht erst anfangen.

Manche Dinge haben mir aber auch gefallen. Rubys Stiefvater, der leider nur ein Nebencharakter ist und von dem ich gerne mehr gelesen hätte. Der Mann hat es drauf, wenn ich mal in einer solchen Lage stecken sollte, wünsche ich mir jemanden wie ihn an der Seite.
Auch einen andereren Nebencharakter, der sich alleine durch die Welt durchschlägt, fand ich sehr interessant. Natürlich wird er für seine Vorsicht und Logik von Ruby erst mal ausgelacht … Dieses Mädchen, mir fehlen die Worte.

Außer dem sehr gelungenen Anfang und dem sehr guten Ende ist ein Hänger im Mittelteil drin. Wir begleiten Ruby (und ärgern uns über sie), allerdings wird die veränderte Welt total gut verbildlicht, wodurch man etwas entschädigt wird. Die Autorin scheut sich nicht verwesende Leichen zu beschreiben, was zur tristen Atmosphäre viel beiträgt. An manchen Stellen sieht man auch, dass die Autorin eigentlich einen sehr flüssigen Schreibstil hat. Die Betonung liegt auf eigentlich.

Fazit: Wie kann man nur eine derart tolle Idee in den Sand setzen? Antwort: indem man den Leser mit einer unverbesserlichen, unreifen Protagonistin und einem im Kopf schmerzenden Schreibstil matert. Noch bin ich mir unsicher, ob ich den zweiten Band lesen möchte. Einerseits will ich wissen, ob Ruby endlich an Verstand gewinnt, außerdem gibt es einen Cliffhanger am Ende des Buches. Andererseits ist da dieser Schreibstil. Kommt Zeit, kommt Rat, für diesen ersten mäßigen Band ♥♥,♥ Herzchen. Mehr ist leider nicht drin.

Autorin: Virginia Bergin wuchs in Abingdon in der Grafschaf Oxfordshire, England, auf und studierte zunächst in Oxford Psychologie. Nach Ausflügen in die bildende Kunst und an die Londoner Hochschule für Kunst und Design entdeckte Virginia Bergin das Kreative Schreiben für sich. Seitdem schreibt sie vor allem Drehbücher und lebt heute in Bristol. ›Rain – Das tödliche Element‹ ist ihr erster Roman für junge Leser. (Quelle)

Foto: R S-J


Vielen Dank an den Fischer Verlag, für die großzügige Bereitstellung des tollen Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 11. Februar 2015

[Buchrezension] Herrscher der Gezeiten von Nichola Reilly

Herrscher der Gezeiten (Drowned, #1)Titel: Herrscher der Gezeiten
Originaltitel:
Drowned
Autorin:
Nichola Reilly
Genre:
Endzeit; Dystopie; YA
Verlag: MIRA Taschenbuch
ISBN: ISBN 978-3-95649-106-1
Format: Gebunden, 352 Seiten
Für weitere Infos hierher klicken


Klappentext: Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt ...
 

Erster Satz: Ich schreibe Wörter in den Sand, um sie nicht zu vergessen.  

Eye-Candy: Das Cover ist zwar angenehm anzuschauen, allerdings hätte man die Thematik des Buches ein Stück besser aufnehmen können. Die Geschiche ist zum Teil etwas düster, daher passt so ein romantisch anmutendes Cover eher weniger.

Inhalt: Die Welt, wie wir sie kannten existiert nicht mehr, sie ist überflutet. Auch das letzte bisschen Land, das es noch gibt, ist nicht vor den Wellen sicher. Coe und die anderen Inselbewohner müssen um ihr Überleben kämpfen, dabei scheinen manche keinerlei Hemmungen zu haben …

Meine Meinung: Die Geschichte hörte sich sehr spannend an. Dystopisch und endzeitmäßig, ein ungewöhnliches Setting und eine Protagonistin, die jenseits von Perfekt ist. Was will das Leserherz mehr?

Der Anfang ist zäh und langatmig. Irgendetwas passiert, so viel bekommt der Leser mit, aber was gerade vor sich geht, ist eine lange Zeit unklar. Es wird Spannung aufgebaut, zwar sehr langsam, aber dennoch Spannung. Als nach sechzig weiteren Seiten immer noch nicht wirklich etwas passiert, habe ich mich geärgert. Statt auf die wichtigen Dinge einzugehen, bahnt sich eine Liebesgeschichte an, auf die ich gleich noch eingehen werde. Die Spannung habe ich als ziemlich seicht empfunden, sodass es mir wirklich schwergefallen ist, das Buch manchmal zu lesen. Wenn mal Tempo aufkommt, dann flacht es schnell wieder ab.

Von der Protagonistin habe ich mir viel erhofft. Sie fängt ziemlich schwach an, es ist also Potential da, um stark zu werden und sich zu verändern, in anderen Worten: Eine Entwicklung durchzumachen. Das tut sie dann auch, irgendwann. Ein bisschen. Allerdings ist sie die meiste Zeit über genau so, wie ich es nicht mag. Weinerlich, naiv und zu gut für die Welt.

Die Liebesgeschichte ist von vorneherein klar. Das ist nicht schlimm, aber meiner Meinung nach, hat die Liebesgeschichte keinen Grund gerade jetzt sich zu entfachen. Einfach so verlieben die Charaktere sich ineinander. Funken oder Spannung bei den beiden? Nicht vorhanden. Es wirkt eher so, dass die Romanze erzwungen wird.

Auf die Nebencharaktere gehe ich nicht ein, da sie alle eindimensional und ohne Besonderheiten sind. Wieso sie so handeln, wie sie es tun, ist mir nicht klar geworden. Schade, da man gerade hier viel Konfliktpotential hätte.

Die Schreibweise ist anders. Nicht schlecht, aber manchmal auch nicht sehr flüßig, wodurch die bereits zähe Handlung nochmal zäher wird. Die Autorin verwendet viele Beschreibungen und lange Sätze, weshalb die Handlung manchmal komplett stoppt.

Bewertung: Wenn man eine Dystopie-Endzeit-Geschichte will, die langsam voranschreitet und nicht sehr actionreich ist, dann sollte man hier zugreifen. Für mich war das Buch leider nur mittelmäßig, man kann es lesen, muss aber nicht. Somit ♥♥♥ Herzchen.

Autorin: Nichola Reilly wuchs an der Küste von New Jersey auf. Von dem Erlös für ihren ersten Roman kaufte sie sich eine Schaukel, ganz für sich selbst. Nichola liebt alles, was mit Disney zu tun hat, aber auch Zombie-Geschichten – und Schokolade. Mehr über Nichola unter www.nicholareilly.com oder auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/nicholareillybooks. (Quelle)


Vielen Dank an den Verlag und  Blog dein Buch, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Dienstag, 20. Mai 2014

[Buchrezension] Die fünfte Welle von Rick Yancey

 

Klappentext:
Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält …

Montag, 3. März 2014

[Buchrezension] Warm Bodies von Isaac Marion

Klappentext:
"Ich bin tot, aber das ist nicht so schlimm."
"Das ist die Ironie, wenn man ein Zombie ist: Alles ist komisch, aber man hat nichts zu lachen, weil einem die Lippen verrottet sind." Mit atemberaubendem Drive und sprühendem Witz legt Isaac Marion den ersten menschlichwarmen Zombie-Liebesroman vor. Ein Fest nicht nur für Liebhaber dunkler Genüsse.


Erster Satz:
Ich bin tot, aber es ist nicht so schlimm.


Eye-Candy: 
Ich habe die Film-Version mit den Schauspielern und ich mag es. Ich mag die Farben, die einheitlich gehalten sind und das Motiv mit Nicholas Hoult und Teresa Palmer.

Inhalt: 
R ist ein Zombie. Wie alle anderen Zombies auch, kann er sich nicht an sein vergangenes Leben erinnern. Um sich nicht leer zu füllen, gehen er und die Zombie-Gesellschaft in der er lebt auf Jagd. Zu ihrer Jagdbeute gehören Menschen, ein ganz besonderer Leckerbissen ist dabei das Gehirn. Denn mit dem Verzehr des Gehirns eignen sich Zombies, für einen kurzen Moment, die Gefühle und Erinnerungen ihrer Opfer an. Doch die Erinnerungen eines seiner Opfer kann R nicht abschütteln... Es wirkt fast so, als würde die Seele / der Geist der Person sich in R einnisten. Aber das ist nicht alles, denn die Erinnerungen und das was sie auslösen, verändern nicht nur R, sondern die gesamten "lebenden" Zombies...

Meine Meinung:
Ich warte schon seit einer langen, langen, laaaangen Zeit darauf dieses Buch zu lesen. Die mäßigen Bewertungen haben mich davor gebremst, es mir voreilig zu kaufen. Und als ich es dann endlich in die Hände bekommen habe, musste ich es sofort lesen! Schließlich wollte ich auch den Film ansehen, womit ich mich ebenfalls zurückgehalten habe, da ich nicht gespoilert werden wollte. 

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von R dem Zombie erzählt. Die Kapitel fangen mit schwarz-weiß Anatomie-Illustrationen an. Da R sich sehr gut mit der menschlichen Anatomie auskennt, da seine Grundnahrung daraus besteht ;) 

Da ich den Trailer zum Film kannte und ich ihn toll fand, habe ich mir keine Sorgen darüber gemacht, dass ich mich nicht in R hineinversetzten oder mit ihm sympathisieren würde. 
Von der ersten Seite bis zur letzten konnte ich ihn verstehen. Seine Handlungen waren immer nachvollziehbar, seine Gedanken sehr interessant und auch die anderen Charaktere sind mehr als gelungen. 
Neben R ist Julie einer meiner Favoriten gewesen. Sie ist keine der typischen weiblichen Buchcharaktere. Zugegeben: Julie ist sehr eigenartig und ich heiße nicht all ihre Handlungen gut, aber sie sind nachvollziehbar, weshalb sie verdammt echt wirkt. 
Auch Perry, dessen Gehirn R frisst und sich seine Gedanken und Gefühle aneignet ist ein Charakter mit Ecken und Kanten. Obwohl er nur ein Nebencharakter ist, hätte ich gerne mehr über ihn gewusst. 
Das Gleiche gilt für Nora und M, die beide oft für Situationskomik gesorgt haben. Aber auch R ist sehr witzig! Warm Bodies ist kein Buch bei dem man oft auflachen muss, jedoch ist die Handlung perfekt mit Ironie und Sarkasmus verknüpft, sodass man oft schmunzeln muss. 

Dieses Buch hat die perfekte Botschaft an alle, die das Herz von jemandem erobern möchten: Fresst einfach das Gehirn des gegenwärtigen Partners! ;) 
Obwohl die Liebe zwischen R und Julie sich sehr zwaghaft und langsam entwickelt, was ich gut heiße, hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Ich meine, wenn ein Zombie das Gehirn meines Freundes fressen würde, dann würde ich echt Bedenken haben... Aber nun gut, jedem sein Bier. 

Die treibende Spannung ist leider nicht allgegenwärtig und das ist bei so einem schmalen Buch mehr als schlecht. Gegen Ende wird viel erklärt und sehr wenig gemacht, wodurch das Gefühl der Langatmigkeit aufkommt. 

Einige andere Nebencharaktere handeln so irrational, sodass ich dachte WTF? 
Wenn man in Lebensgefahr schwebt, dann macht man hinne und sinniert nicht mehrere Zeilen lang, ganz nach dem Motto: "Oh, wow, ich bin kurz davor zu sterben. Alles klar, ich lasse mal eben episch den Blick schweifen. Vögel, Bäume, Zombies. Ich habe so viel worum es sich lohnt zu leben und ich habe so viel aufgebaut und alles. Hmmm. Okay, ich hab's mir überlegt, ich will sterben. Das Leben lohnt sich ja doch nicht." 
Äh, nee oder? Das hat mir den Lesespaß vermiest und ich wurde richtig wütend auf diesen Charakter. 

Nichtsdestotrotz schreibt der Autor sehr schön, mit einigen tollen innovativen Metaphern, die einem im Gedächtnis bleiben. Er schafft es Zombies eine Persönlichkeit zu geben und der Leser hat sogar Mitleid mit den Gehirn fressenden, sabbernden und seufzenden Viechern. 
Das Setting setzt er dabei gekonnt ein, um die Atmosphäre einer dystopischen Landschaft zu erschaffen. Dabei besteht das Setting aus dem üblichen Inventar einer Dystopie: eine Stadt bzw. die Ruine einer Stadt, eine Siedlung der Überlebenden, leere Straßen und verseuchte Gegend. Einzig neu und sehr charmant ist das Zuhause von R, ein bis auf die Zombies leerer Flughafen.

In der Kürze liegt die Würze: 
Ein unterhaltsames und anderes Zombie-Buch mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und ungewöhnlichen Charakteren. Leider wierden nicht allen Charakteren genügend Raum zur Entwicklung gegeben. 

Bewertung:  
Bis zur Hälfte des Buches war ich mega begeistert! Ein so tolles, spannendes und außergewöhnliches Buch, dachte ich, doch dann hat sich das Blatt gewendet und alles hat sich gezogen, die Charaktere haben mich genervt... Das ist sehr schade, denn das Buch war bis zur Hälfte hin ein gutes vier Herzchen Buch, aber danach nur noch drei Herzchen, daher leider nur ♥ ♥ ♥ ♡ Herzchen von mir.

Autor:
Isaac Marion, geboren 1981 im Nordwesten des Bundesstaates Washington. Lebt in Seattle als Grafiker und Autor. Nach der Veröffentlichung einiger Kurzgeschichten ist »Mein fahler Freund« Marions erster Roman. Die Filmrechte wurden sofort an Hollywood verkauft. (Quelle)
© Tiffany DeMott



Titel: Warm Bodies (bzw. die gebundene Ausgabe: Mein fahler Freund)
Originaltitel: Warm Bodies
AutorIn: Isaac Marion
Genre / Themen: Zombie, Dystopie, Liebesgeschichte
Verlag: Tropen bei Klett-Cotta
ISBN-10: 3608501290
ISBN-13: 9783608501292 
Taschenbuch: 299 Seiten

Weitere Informationen könnt ihr hier finden

Samstag, 8. Februar 2014

[Kurzrezension] Ashes, Ashes von Jo Treggiari

Inhalt: 
Eine Dystopie ohne Zombies oder andere übernatürliche Wesen, aber dafür mit Umweltkatastrophen und Krankheiten. Städte sind zu Ruinen geworden, Technik und Elektrizität gibt es so gut wie nicht und Millionen Menschen sind tot. Lucy, die sechzehn ist und ihre ganze Familie verloren hat, versucht sich alleine durchzuschlagen. Doch dann taucht der unbekannte Aiden auf, der sie vor Jagdhunden rettet, die es auf sie abgesehen haben...
Eye-Candy: 
Das Cover fühlt sich gut an. Es ist aus einem körnigen Papier, mit glatten Stellen (versteht man das? ^^'). Lucy und Aiden (nehme ich an) stehen vor einem Trümmerhaufen, in einer der Ruinenstädten. 
Obwohl die Farben und das Motiv mir gefallen, hat es leider nicht viel mit dem Inhalt zu tun.
Meine Meinung: 
Es ist eine ziemlich gewöhnliche Dystopie. Von Anfang bis Ende ist die gesamte Handlung vorhersehbar. Der Klappentext spoilert, daher lest es gar nicht erst durch, damit wenigstens ein Hauch an Spannung aufkommt... Dennoch schreibt die Autorin sehr schön und detailreich, sodass man das Gefühl hat einen Film anzusehen. Das Setting und die Gefühle der Charaktere kommen sehr gut beim Leser an. Anfangs mochte ich Lucy, sie war taff und stark, aber ziemlich schnell hat sie sich in die typische "Ich-sehe-einen-Typen-und-BÄM-bin-verliebt-in-ihn"-Protaginistin verwandelt und ab da
war das Lesen wirklich nur noch unangenehm und langweilig.
Bewertung: 
Ich weiß, dass man das Rad nicht neu erfinden kann, jedoch hätte man auf viele bekannte Ereignisse und "Twists" verzichten können. Die wenigen Konflikte haben kaum zur Spannung beigetragen, da eben alles genau so schon mehrere Male da war, daher leider nur ♥ ♥ Herzchen.
Titel:Ashes, Ashes
Originaltitel: Ashes, Ashes
Autoren: Jo Treggiari
Genre: YA Dystopie
Verlag: bloomoon
ISBN: 978-3760784717
Gebundene Ausgabe: mit Schutzumschlag, 384 Seiten
 

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