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Donnerstag, 2. Juni 2022

[Buchrezension] Red Rising von Pierce Brown

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Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen … (Quelle)

Red Rising | Pierce Brown | Hardcover | 559 Seiten | Heyne | Dystopie, Sci-Fi | ♥♥,

Sonntag, 19. Februar 2017

[Rezension] Genesis

Das neue Buch GenesisAnax steht vor der Prüfungskommission der Akademie. Fünf Stunden hat sie Zeit, um zu beweisen, dass sie würdig ist, in diese mächtige Institution aufgenommen zu werden. Ihr Prüfungsthema kennt sie so gut wie ihre eigene Geschichte: Adam Forde ist der Held ihrer Kindheit, der Mann, dessen Rebellion die Geschichte ihres Landes für immer prägte. Doch Anax weiß längst nicht alles über die Rolle, die Adam gespielt hat. Sie muss einsehen, dass die Geschichte, wie sie sie kennt, eine Lüge ist. Und dass die Akademie nicht ist, was sie scheint.
Philosophie trifft auf Hightech und Robotik: Das neue Buch Genesis ist ein fesselnder Science Fiction-Roman über die Frage, ob nur der Mensch eine Seele haben kann (Quelle).

Das neue Buch Genesis | Bernhard Beckett | Übersetzerin: Christine Gallus | Jugendbuch, Dystopie, Philisophie | Taschenbuch, 176 Seiten | Script5 | ISBN: 978-3-8390-0128-8 | ♥♥♥

Freitag, 3. Juni 2016

[Rezension] Sturmland – Die Kämpferin

Sturmland - Die KämpferinSchweden 50 Jahre in der Zukunft: Verheerende Stürme haben ganze Landstriche verwüstet. Und Schnee fällt schon seit Jahren nicht mehr. Stattdessen färbt ein feiner Sand alles blutrot. Die meisten Menschen sind in die Städte gezogen. Bei den wenigen Familien auf dem Land herrscht ein Klima der Angst. Eines Tages taucht Elins Tante Karin auf dem Hof der Familie auf. Nach ihr wird im ganzen Land gefahndet, denn sie gilt als Terroristin des Untergrunds. Am nächsten Tag wird Elin verhört und verschleppt, doch ihr gelingt die Flucht. Der zweite Teil des düsteren, erschreckend realistischen Zukunftsepos des großen schwedischen Erzählers Mats Wahl. (Klappentext)

Sturmland – Die Reiter | Mats Wahl | Aus dem Schwedischen von Gesa Kunter | YA, Dystopie, Endzeit | Hanser | Band 1 | Band 2 | ISBN:  9783446250918 | Fester Einband, 368 Seiten | ♥♥♥ Herzchen | Weitere Informationen 

Dienstag, 10. Mai 2016

[Rezension] Sturmland – Die Reiter

Sturmland - Die Reiter Schweden 50 Jahre in der Zukunft: Das Klima hat sich massiv verändert. Verheerende Stürme haben ganze Landstriche verwüstet und ein feiner Sand färbt alles blutrot. Die meisten Menschen sind dem Befehl der Regierung gefolgt und in die Städte gezogen. Die wenigen Familien auf dem Land leben in ständiger Angst vor Gewalt. So auch die Familie der 16-jährigen Elin. Doch Elin und ihr Bruder Vagn geraten auf freiem Feld in einen Hinterhalt. Alles geht blitzschnell. Elin verteidigt sich mit ihrer Armbrust, aber Vagn wird entführt. Eine lebensgefährliche Suche nach ihrem Bruder beginnt. Teil eins des düsteren, erschreckend realistischen Zukunftsepos – spannend und mitreißend ab der ersten Zeile. (Klappentext)

Sturmland – Die Reiter | Mats Wahl | Aus dem Schwedischen von Gesa Kunter | YA, Dystopie, Endzeit | Hanser | Band 1 | ISBN: 978-3-446-25194-6 | Fester Einband, 256 Seiten | ♥♥♥,♥ Herzchen | Weitere Informationen 

Dienstag, 8. März 2016

[Buchrezension] Totentöchter von Lauren DeStefano

Totentöchter: Die dritte Generation (The Chemical Garden, #1)Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist …

Totentöchter – Die dritte Generation | Lauren DeStefano | Dystopie, Endzeit, YA | cbt | Band 1 | Hardcover, 400 Seiten | ISBN: 9783570161289



Samstag, 19. Dezember 2015

[Buchrezension] Ich brenne für dich von Tahereh Mafi

Ich brenne für dich

Nach der verlorenen Schlacht gegen das Reestablishment ist Omega Point, der Zufluchtsort der Rebellen, zerstört, Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Auch über das Schicksal ihrer ersten großen Liebe Adam ist sie im Ungewissen – ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die ihr noch bleibt, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu wird sie sich Warner anvertrauen müssen, Kommander von Sektor 45, Sohn des feindlichen Oberbefehlshabers – und nunmehr Juliettes einziger Verbündeter. Der eine Mensch, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite gegen seinen Vater zu kämpfen. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr? (Quelle)


Ich brenne für dich | Tahereh Mafi | YA; Dystopie | Goldmann | ISBN: 978-3-442-31305-1 | Kindle Edition, 385 Seiten

Mittwoch, 27. Mai 2015

[Aufgereiht] Under the Never Sky von Veronica Rossi (ohne Spoiler)


 |ohne Spoiler|

1. Die harten Fakten
Die Bände: Under the Never Sky / Gebannt: Unter fremdem Himmel | Throgh the Ever Night / Getrieben: Durch ewige Nacht | Into the Still Blue / Geborgen in unendlicher Weite
Verlag: Harper Collins | Oetinger
Meine Bewertungen: 4 | 4 | 4  = 4

2. Die Essenz / Um was es geht
Die zukünftige Welt ist in zwei Gesellschaften geteilt. Die "Siedler", die in geschützten Biosphären leben und die "Außenseiter", die in der Todeszone, also außerhalb der Biosphären leben. Beide Gruppen können sich nicht leiden und machen einen großen Bogen umeinander. Die Natur außerhalb der kontrollierten Biosphären wird von Ätherstürmen heimgesucht, weshalb ein einfaches Leben kaum möglich ist. Der Äther bedeckt nicht nur vollständig den Himmel, es verändert auch die DNA der Menschen. Deshalb haben die Menschen, die außerhalb der Sphären leben, besondere Fähigkeiten. Manche können in der Dunkelheit sehen, andere verfügen über die Gabe sehr gut zu hören und wieder andere können die Gefühle anderer erriechen.
Als Aria in die Außenwelt verbannt wird, ist ihr klar: Sie wird sterben. Unverhofft hilft ihr von einem Außenseiter, Perry, geholfen. Doch der hat ein eigenes Interesse, weshalb er sie am Leben erhalten möchte. Es kommt, wie es kommen muss und beide verlieben sich ineinander …

Die Bücher werden durchgehend von zwei Perspektiven erzählt, Arias und Perrys. Es ist immer eine gewisse Barriere zwischen dem Leser und den Charakteren, da aus der persönlichen Sicht geschildert wird. Dennoch wachsen einem nicht nur Aria und Perry, sondern auch andere Charaktere ans Herz. Denn egal ob Haupt- oder Nebencharakter, sie haben alle eine eigene kleine Geschichte, die den Leser berühren.

Mein persönliches Highlight sind die ganzen zwischenmenschlichen Beziehungen, die hier so existieren. Egal, ob zwischen Familienmitgliedern, Freunden oder Feinden. Selten habe ich derart echt wirkende Beziehungen in einem Jugendbuch gesehen.

Besonders gelungen ist die Liebesgeschichte zwischen Aria und Perry, die sich überhaupt nicht hemmend auf die Handlung auswirkt und eher immer nebenher geschieht. Es ist auch sehr YA untypisch, dass beide Charaktere keine unnötigen Dramen abziehen und zueinanderstehen und auch zusammen als Paar funktionieren. 

Obwohl die Handlung von Band zu Band komplizierter wird, geht die Logik nicht verloren. Die Charaktere haben klare Ziele, die der Leser nachvollziehen kann. Langsam wird das Setting immer besser vorgestellt, wobei hier kein Infodump besteht. Die Abwechslung zwischen ruhigen, spannenden und ernsten Szenen lässt keine Langatmigkeit aufkommen. Ein weiterer Pluspunkt auf der Seite des Settings, ist, der Himmel, der hier als Plottreibende Kraft angesehen wird. Der Äther ist gefährlich und wunderschön anzusehen. Man hat das Gefühl, sich in Van Goghs Gemälde "Sternennacht" wiederzufinden.

3. Das Gefühl danach / Zufriedenheit?
Eines der besten Enden, die ich gelesen habe. Die Trilogie schließt schlüssig ab, es bleiben keine Fragen offen, obwohl das Ende nicht alles vorwegnimmt. Der Leser kann sich seine eigenen Gedanken machen und mit der Reihe abschließen.

4. Empfehlenswert?
Wenn man tatsächlich einen Endzeit Roman mit dystopischen Elementen möchte, in der kein Teeniedrama stattfindet, in der Freundschaft und Familie an erster Stelle stehen und die Liebe zwar eine wichtige Rolle innehat, aber nicht die treibende Kraft ist, sollte man hier zuschlagen.

Sonntag, 22. März 2015

[Buchrezension] Red Queen von Victoria Aveyard

 
The poverty stricken Reds are commoners, living under the rule of the Silvers, elite warriors with god-like powers.
To Mare Barrow, a 17-year-old Red girl from The Stilts, it looks like nothing will ever change.
Mare finds herself working in the Silver Palace, at the center of those she hates the most. She quickly discovers that, despite her red blood, she possesses a deadly power of her own. One that threatens to destroy Silver control.
But power is a dangerous game. And in this world divided by blood, who will win? (Goodreads)


Red Queen | Victoria Aveyard | YA, Fantasy | HarperCollins | ISBN: 978-0062310637 | Hardcover, 400 Seiten

 
Erste Zeilen: I hate First Friday. It makes the village crowded and now, in the heat of high summer, that's the last thing anyone wants.

Meine Meinung: Man nehme ein hübsches, irreleitendes Cover, mische eine Portion Throne of Glass, eine handvoll Selection und ein paar Löffel die Beschenkte hinzu. Das Ganze backt man im vorgeheizten Ofen des systematisch organisierten Hypes und tadaaa, raus kommt ein Bestseller. Nicht vergessen, das Ganze abkühlen zu lassen und dann mit vorsicht zu genießen. Übrigens könnte man eine Prise Red Rising hinzufügen, um einen besonderen Geschmack zu kreieren, aber das ist optional. Ach ja, das Buch bitte mit sehr viel X-Men hinunterspülen.

Ich hoffe doch, dass ihr die Ironie heraushören könnt.

Alles fing damit an, dass das Cover auf ALLEN buchrelevanten sozialen Netzwerken gepriesen wurde, als wäre es der Heiland der Buchwelt. Als wäre es alles, was ein Fantasy/Dystopie-Liebhaber, sich nur wünschen könnte.

Zur Verteidigung des Buches, fängt die Handlung ziemlich spannend an. Die Protagonistin scheint ungewöhnlich zu sein und erinnert mich gleich an Cealeana (Throne of Glass) und Katsa (die Beschenkte). Sie steht im Schatten ihrer jüngeren Schwester, ist alles andere als perfekt und irgendwie mochte ich sie total gern. Deshalb habe ich mich später umso betrogener gefühlt, als sie zu *schüttel* AMERICA SINGER mutiert ist (Selection). Argh. Ihr könnt sagen, was ihr wollt. Als die Handlung richtig losgegangen ist, habe ich nur noch America vor mir gesehen. America, auf die alle Typen im Umkreis von 100km stehen, weil sie America ist. America, die sich nie entscheiden kann und nur herumeiert. Argh².

Dazu kam dann etwas Throne of Glass-Action und mega viel Selection-Hof-Drama hinzu.
Eine Protagonistin, die von Bad Ass zur untätigen Prinzessin wird und a) die Handlung nicht vorantreiben kann, b) nicht A und B zusammenzählen kann c) ich könnte über b) hinweg schauen, wenn sie wenigstens mal etwas einmal hinterfragen würde! (ihre Gefühle zu den Love Interessts zählen hierbei nicht)

Und wie sieht die Welt aus?, wollt ihr wissen. Das ist eine Frage, auf die, auch ich gerne Antworten hätte. Anscheinend ist es *Überraschung* eine Mischung aus den genannten Büchern. Irgendwie mittelalterlich und irgendwie modern (Kameras usw.).

Und wie funktioniert diese Welt?, fragt ihr. Wieder eine vorzügliche Frage, auf die ich keine Antwort geben kann. Irgendwie gibt es adlige Silvers (das sind die mit den Superkräften), dann gibt es noch nicht adlige Silvers. Die Adligen herrschen über alle anderen (Silvers und Reds). Und wieso? Wird nicht gesagt.
Irgendwo gibt es noch Krieg. Und wieso? Die Gründe sind mir zu oberflächlich und willkürlich.

Aber die Schreibweise, die ist gut oder?, ist eure nächste Frage. Zum Glück, ja. Sonst hätte ich das Buch irgendwann abgebrochen, so sehr ging mir alles auf die Nerven.

Bewertung: Dem Anfang des Buches würde ich 4 Herzchen geben, dem Ende auch, aber der Mittelteil verdient nur 2 Herzchen. Erstens ist das Buch kaum originell (zuerst schien es so). Zweitens, all die Gründe, die ich aufgezählt habe. Die Wendungen habe ich vorhergesehen, weil einige Dinge für mich von Anfang an keinen Sinn gemacht haben. Möglicherweise werde ich die Reihe weiterlesen. Hoffentlich wird sie dann an Originalität dazugewinnen. Für den ersten Band ♥♥♥ Herzchen.

Bevor jetzt irgendwelche Experten auftauchen, möchte ich klarstellen, dass die Autorin oder die Verlagsleute in Interviews ganz genau sagen, dass folgende, von mir erwähnte Werke als Inspiration für Red Queen gedient haben. Inspirieren lassen ist ja schön und gut, aber wenn die Ähnlichkeiten so krass die überhand gewinnen und man nach dem Eigenanteil mit der Lupe suchen muss, wo bleibt dann die Originalität? Wo bleibt das Besondere, das jedes Buch haben sollte?

 


Autorin: I’m a writer repped by Suzie Townsend at New Leaf Literary & Media, Inc. I split my time between my hometown East Longmeadow, Massachusetts and Los Angeles. After graduating with a BFA in Screenwriting from the University of Southern California, I decided to try my hand at writing a novel. My debut RED QUEEN came out of the terrifying, unemployed year after college.
Currently I’m revising the second book in the RED QUEEN series, along with pursuing other projects in literature and film. My proudest achievements are riding a horse in the mountains of Montana and navigating from London to Edinburgh without GPS. (Quelle)


Mittwoch, 11. Februar 2015

[Buchrezension] Herrscher der Gezeiten von Nichola Reilly

Herrscher der Gezeiten (Drowned, #1)Titel: Herrscher der Gezeiten
Originaltitel:
Drowned
Autorin:
Nichola Reilly
Genre:
Endzeit; Dystopie; YA
Verlag: MIRA Taschenbuch
ISBN: ISBN 978-3-95649-106-1
Format: Gebunden, 352 Seiten
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Klappentext: Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt ...
 

Erster Satz: Ich schreibe Wörter in den Sand, um sie nicht zu vergessen.  

Eye-Candy: Das Cover ist zwar angenehm anzuschauen, allerdings hätte man die Thematik des Buches ein Stück besser aufnehmen können. Die Geschiche ist zum Teil etwas düster, daher passt so ein romantisch anmutendes Cover eher weniger.

Inhalt: Die Welt, wie wir sie kannten existiert nicht mehr, sie ist überflutet. Auch das letzte bisschen Land, das es noch gibt, ist nicht vor den Wellen sicher. Coe und die anderen Inselbewohner müssen um ihr Überleben kämpfen, dabei scheinen manche keinerlei Hemmungen zu haben …

Meine Meinung: Die Geschichte hörte sich sehr spannend an. Dystopisch und endzeitmäßig, ein ungewöhnliches Setting und eine Protagonistin, die jenseits von Perfekt ist. Was will das Leserherz mehr?

Der Anfang ist zäh und langatmig. Irgendetwas passiert, so viel bekommt der Leser mit, aber was gerade vor sich geht, ist eine lange Zeit unklar. Es wird Spannung aufgebaut, zwar sehr langsam, aber dennoch Spannung. Als nach sechzig weiteren Seiten immer noch nicht wirklich etwas passiert, habe ich mich geärgert. Statt auf die wichtigen Dinge einzugehen, bahnt sich eine Liebesgeschichte an, auf die ich gleich noch eingehen werde. Die Spannung habe ich als ziemlich seicht empfunden, sodass es mir wirklich schwergefallen ist, das Buch manchmal zu lesen. Wenn mal Tempo aufkommt, dann flacht es schnell wieder ab.

Von der Protagonistin habe ich mir viel erhofft. Sie fängt ziemlich schwach an, es ist also Potential da, um stark zu werden und sich zu verändern, in anderen Worten: Eine Entwicklung durchzumachen. Das tut sie dann auch, irgendwann. Ein bisschen. Allerdings ist sie die meiste Zeit über genau so, wie ich es nicht mag. Weinerlich, naiv und zu gut für die Welt.

Die Liebesgeschichte ist von vorneherein klar. Das ist nicht schlimm, aber meiner Meinung nach, hat die Liebesgeschichte keinen Grund gerade jetzt sich zu entfachen. Einfach so verlieben die Charaktere sich ineinander. Funken oder Spannung bei den beiden? Nicht vorhanden. Es wirkt eher so, dass die Romanze erzwungen wird.

Auf die Nebencharaktere gehe ich nicht ein, da sie alle eindimensional und ohne Besonderheiten sind. Wieso sie so handeln, wie sie es tun, ist mir nicht klar geworden. Schade, da man gerade hier viel Konfliktpotential hätte.

Die Schreibweise ist anders. Nicht schlecht, aber manchmal auch nicht sehr flüßig, wodurch die bereits zähe Handlung nochmal zäher wird. Die Autorin verwendet viele Beschreibungen und lange Sätze, weshalb die Handlung manchmal komplett stoppt.

Bewertung: Wenn man eine Dystopie-Endzeit-Geschichte will, die langsam voranschreitet und nicht sehr actionreich ist, dann sollte man hier zugreifen. Für mich war das Buch leider nur mittelmäßig, man kann es lesen, muss aber nicht. Somit ♥♥♥ Herzchen.

Autorin: Nichola Reilly wuchs an der Küste von New Jersey auf. Von dem Erlös für ihren ersten Roman kaufte sie sich eine Schaukel, ganz für sich selbst. Nichola liebt alles, was mit Disney zu tun hat, aber auch Zombie-Geschichten – und Schokolade. Mehr über Nichola unter www.nicholareilly.com oder auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/nicholareillybooks. (Quelle)


Vielen Dank an den Verlag und  Blog dein Buch, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Freitag, 26. Dezember 2014

[Buchrezension] Steelheart von Brandon Sanderson

Brandon  Sanderson - SteelheartTitel: Steelheart
Originaltitel:
Steelheart
Autor:
Brandon Sanderson
Genre:
Dystopie, Endzeit, Science Fiction, Fantasy, YA
Verlag: Heyne fliegt
ISBN: 978-3-453-26899-9
Gebunden: 448 Seiten

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Klappentext: Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …

Erster Satz: Ich habe Steelheart bluten sehen.

Dienstag, 25. November 2014

[Buchrezension] Bis zum letzten Tropfen von Mindi McGinnis


Bis zum letzten Tropfen (Not a Drop to Drink, #1)Titel: Bis zum letzten Tropfen
Originaltitel:
Not a Drop to Drink
Autorin:
Mindi McGinnis
Genre:
YA, Dystopie, Endzeit
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 9783453268975
Gebunden: 320 Seiten

Klappentext: Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten.

Erster Satz: Lynn war neun, als sie das erste Mal tötete, um den Weiher zu verteidigen.

Dienstag, 15. Juli 2014

[Buchrezension] Am Anfang war das Ende von Stefan Casta


Klappentext:
An einem Dienstag im November geht die Welt unter. Ein sintflutartiger Regen reißt alles mit sich. Auch Judit und ihre Freunde werden fortgespült. Tagelang treiben sie im schier endlosen Wasser umher, bis sie erschöpft an ein Ufer gelangen. Aber das neue Land ist verwüstet und vergiftet. Verzweifelt versuchen die vier Freunde alles, um zu überleben. Doch dann entdecken sie etwas, womit sie nicht gerechnet haben: Sie sind nicht allein …

Erste Zeilen: 
Sehr geehrter Leser! 
Mein Name ist Hans Englund. Als ich klein war, wurde ich Hänfling genannt.

Freitag, 9. Mai 2014

[Buchrezension] Die Bestimmung - Letzte Entscheidung von Veronica Roth

 

Klappentext:
Tut euch selbst einen Gefallen und liest nicht den Klappentext. Jeder, der halbwegs logisch denken kann, wird sich dadurch selbst spoilern, daher tut das bitte nicht.

Erster Satz:
Ich gehe in meinem Zimmer im Hauptquartier der Ken auf und ab, ihre Worte hallen mir immer noch in den Ohren.


Eye-Candy: 
Mein Lieblingscover der Trilogie. 

Inhalt:
Nach der großen Enthüllung von Insurgent geht es in diesem Band mit der Problematik weiter, was eigentlich hinter dem Zaun ist. Tris, Four und ihre Freunde entschließen sich das herauszufinden. Was sie dort erwartet, hätte keiner von ihnen vorhersehen können … 

Meine Meinung:
Zuerst einmal gilt: Wer Band 1 und 2 nicht gelesen hat, der hat hier nichts zu suchen. Husch, husch, geh lesen und komm bitte wieder, wenn du die Bücher gelesen hast.


Ich hasse Spoiler und ich habe wirklich versucht mich von allen Spoilern fernzuhalten. Aber das Netzt ist voll damit! Und nicht nur mit "normalen" Spoilern sondern auch mit kryptischen Bemerkungen, die willkürlich auftauchen. So etwas wie: "OMG dieses Ende war ja SO *füge ein Adjektiv deiner Wahl ein*" oder "Ich bin ja so enttäuscht von der Autorin!" (man braucht nur die relativ schlechten Bewertungen anzusehen und es wird einem klar, die Leser sind not amused.)
Jedenfalls bin ich kein dummer Mensch und einige andere unnormale Spoiler habe ich verstanden. Wenn man mir sagt, dass ein Charakter gebrochen wird oder ein Charakter was weiß ich was wird, dann kann ich mir zusammenreimen, dass dem Charakter etwas Schlimmes passiert. 
Boah Leute, warum macht ihr das?

Nachdem ich mein Gedächtnis geresetet habe und das ganz ohne Gedächtnisserum, konnte der Spaß beginnen.
Der erste Schock, die Handlung geht nicht nahtlos dort weiter, wo die des zweiten Buches aufhört. 
Der zweite Schock, die Kapitel sind aus der Sicht von Tris UND Tobias geschrieben. Ich dachte, mein Herz bleibt stehen. Das konnte so viel bedeuten und außerdem finde ich Tobias so toll …

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass in diesem Buch die Beziehungsproblematik der beiden sich in Grenzen hält und sie sich nicht wie Sechstklässler benehmen. Sie gehen erwachsener miteinander um und trotz den vielen Wir-machen-jetzt-rum-weil-wir-zusammen-sind-und-das-in-allen-Situationen-von-uns-erwartet-wird-Szenen konnte ich mit dem Love Interesst etwas anfangen.

Bereits in Band eins habe ich Tris und Four geliebt, in Band zwei waren sie Nervensägen, aber in Band drei haben sie mich vom Hocker gerissen. Ganz besonders Tobias, der eben nicht mehr "nur" Four ist. Seine inneren Konflikte und seine Probleme, sind sehr tiefgehend und wunderbar ausgeleuchtet ohne gleich ausgeschlachtet zu werden.
Neben der unglaublichen Charakterentwicklung von Tris und Tobias, können auch die Nebencharaktere den Leser überzeugen. Meine Lieblinge sind Christina und Uriaha.

Einer meiner Kritikpunkte ist die Erklärung des Fraktion-Systemes und wie es dazu gekommen ist. Hier werden irgendwelche pseudo wissenschaftliche Erklärungen aus den Fingern gesaugt, sodass die Welt in der die Geschichte spielt einer Rechtfertigung gleichkommt. Hier und da tauchen irgendwelche Seren auf, das Angstserum sollte euch bekannt sein. Und dann geht es plötzlich um sehr absurde Zukunftsvisionen und das Buch versucht Sci-Fi zu werden, obwohl es das definitiv nicht ist. An einigen Stellen musste ich seufzen und mich fragen, warum sich die Autorin für diesen Weg entschieden hat. Das Setting fand ich in Band 1 und 2 weitaus rationaler, auch ohne diese merkwürdigen und verwirrenden Erklärungen.

Einige Fragen bleiben auch nach dem Abschluss offen und wenn man ein hardcore Fan ist, dann kann ich es mir sehr gut vorstellen, wieso man noch einige Erklärungen erwartet.

Das große Finale, das Ende, worüber die Fans herummaulen und sich beschweren. Das Ende, was so gut wie alle dazu antreibt der Autorin eine schlechte Bewertung zu geben, weil sie es nicht nachvollziehen können.

Warum das Ende mir so gut gefallen hat: Das was passiert, passt zu den Charakteren. Es passt zur Handlung und wenn man aufmerksam gelesen hat, ist das Ende auch eine Alternative, die man in Betracht gezogen haben sollte. Es wird zwar gesagt, dass das Ende Hoffnungslosigkeit vermittelt, aber das stimmt nicht in meinen Augen.
Das Ende hat mich mit Hoffnung zurückgelassen, denn es zeigt, dass das Leben lebenswert ist. Tris ist eine sehr starke Persönlichkeit, sie verzeiht ihrem Bruder, obwohl er sie verraten hat. Um ihn (und alle anderen auch) zu retten, verzichtet sie auf ihr eigenes Leben. Ich verstehe schon, warum einige Leser sich darüber beschwerden, dass Tris "einfach so" umgebracht worden ist. Es scheint vielen unfair, dass sie das mit dem Gift überlebt hat und dann doch noch stirbt, weil sie angeschossen wird.
Dieser Epilog. Wenn das nicht pure Hoffnung und eine Hommage an die Familie, die Freunde, die Liebe und an das Leben gewesen ist, dann weiß ich auch nicht.

In der Kürze liegt die Würze: 
Ein starker Abschluss einer starken Trilogie, trotz dem kleinen Hänger in Band 2; tolle Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind; überraschendes und emotionales Ende

Bewertung:  
Tortz meines winzigen Kritikes, kann ich es nicht über mich bringen und dem Buch weniger als  ♥ ♥ ♥ ♥ ♥  Herzchen geben. Mit diesem Ende hat es sich die volle Punktzahl verdient.

Autorin:
Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie macht. Nun erobert ihr Buchhit auch die Leinwand. In der Verfilmung des preisgekrönten ersten Romans begeistern die Nachwuchsstars Shailene Woodley als die tapfere junge Heldin Tris und Theo James als deren große Liebe Four. (Quelle)

© Nelson Fitch
Titel: Die Bestimmung - Letzte Entscheidung
Originaltitel: Allegiant
Autorin: Veronica Roth
Genre: YA Dystopie
Verlag: cbt Verlag
ISBN: 978-3-570-16157-9
Gebunden: 512 Seiten, mit Schutzumschlag,
Reihe: Divergent

  1. Divergent / Die Bestimmung
  2. Insurgent / Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
  3. Allegiant / Die Bestimmung - Letzte Entscheidung
     
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Samstag, 26. April 2014

[Buchrezension] Der Weg der gefallenen Sterne von Caragh M. O'Brien

 

Klappentext:
Gerade hat Gaia in der Siedlung Sylum eine neue Heimat gefunden, da steht sie schon wieder vor großen Veränderungen. Denn die Menschen von Sylum leiden an einer sonderbaren Krankheit: Sie können den Ort nur um wenige Meilen verlassen, bevor sie lebensgefährliche Schwächeanfälle erleiden. Ein Hinweis in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter zeigt Gaia jedoch, wie sie dieser großen Gefahr entfliehen können. Und so begibt sie sich mit einer Gruppe Siedler auf die gefährliche Reise zurück zu dem Ort, dem sie einst entflohen ist – der Enklave, der Stadt hinter der Mauer. Weder die junge Gaia noch ihre Gefährten wissen, was sie dort erwartet …


Erster Satz:
Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen.
  
Eye-Candy: 
Das Motiv und die Farben finde ich sehr hübsch, auch wenn sie nicht viel mit der Handlung zu tun haben. Okay, sie haben eigentlich nichts mit der Handlung zu tun. Es ist zwar toll, dass man die Bücher der Trilogie sofort zueinander zuordenen kann, aber die Individualität der einzelnen Bücher geht hier doch etwas verloren.

Inhalt: 
Achtung: Das ist der dritte Band einer Trilogie, falls ihr nicht gespoilert werden wollt, dann bitte erst wieder ab "In der Kürze liegt die Würze" weiterlesen.

Seit der Handlung des zweiten Bandes ist ungefähr ein Jahr vergangen und Gara führt die Karawane zur Enklave und hoffentlich damit auch zur Sicherheit. Jedoch weiß sie nicht, dass sich die Lage dort zum Schlechten gewendet hat …

Meine Meinung:
Band 1 der Trilogie fand ich super, Gara war eine sehr starke Protagonistin, die Handlung war spannend und eine total unnervige Liebesgeschichte. Band 2 war eher schwach, Gara hat mich genervt, es gab zu viel Liebes-TamTam und die eigentliche Handlung verschwand immer mehr vom Fokus. Von Band 3 habe ich mir daher sehr viel erhofft, denn so wie der letzte Teil einer Reihe ist, so behält man in der Regel die Reihe im Gedächtnis.

In diesem Band findet Gara zu ihrer Persönlichkeit vom ersten Buch zurück, wenn auch nicht ganz. Sie ist stärker, selbstbewusst und endlich denkt sie auch mal wieder an ihre Schwester. Dass sie versucht sich um ihre Familie zu kümmern und sich Gedanken um ihre Zukunft macht, das finde ich sehr gut. Als Leser hat man gemerkt, dass sie nun erwachsener und reifer geworden ist. Einige ihrer Entscheidungen haben zu dieser neuen Reife nicht gepasst, so handelt sie stellenweise sehr überstürzt und nicht nachvollziehbar genug, aber das zu verraten, wäre ein (wenn auch kleiner) Spoiler.

Leon war ein Liebling von mir, schon immer. Daher finde ich es schade, dass eine VIERECKSbeziehung erzwungen wird. Diese Vierecksgeschichte strotzt selber auch schon vor schlechten Klischees, wenn ihr das Buch lest, wird euch klar was ich meine. Gaia und Leon sind perfekt füreinander und diese "verzwickte" Situation wirkt sehr konstruiert, aber die Lösung des Ganzen … Ich finde es unfair den Lesern gegenüber, ihnen keine andere Lösung anzubieten, als die drastischste und für den Autor selbst die einfachste. Ich denke dann immer, dass der Autor einen für dumm hält, als könnten wir das nicht durschauen. (Das unterstelle ich jetzt einfach mal der Autorin, denn so habe ich es subjektiv wahrgenommen.)
Interessant ist, dass wir nun endlich mehr über Leons Vergangenheit erfahren.

Anstatt auf die Vierecksbeziehung Wert zu legen, hätte man besser sich mehr Zeit gelassen, die offenen Fragen zu beantworten. Manchmal ist es so, als würde die Autorin sich beeilen, um die Geschichte endlich fertig erzählt zu haben. Dabei ist ein weiterer Problem die Einführung von weiteren Fragen und weiteren Konflikten, die selber auch Zeit brauchen, um ihr Potential auszuschöpfen.

Trotz den neuen Konflikten kommt keine Spannung auf, die mit der vom ersten Band auch nur Schritt halten könnte. Es passiert die gesamte Zeit viel zu viel, als das man sich auf alles einlassen könnte.

Die Schreibweise der Autorin ist sehr schön zu lesen, aber leider gilt auch hier, alles zu schnell und zu sprunghaft. Die Handlung macht den angenehmen Schreibstil kaputt, so wirken oft mehrere Szenen einfach nur aneinander gereiht und wiedergegeben.

In der Kürze liegt die Würze: 
Der Lesefluss ist eher holprig; interessante neue Ansätze, die selbst reihen würden um ein weiteres Buch zu füllen. Leider fehlt die Zeit, um sie alle auszuleuchten und abzuschließen. Die Charakterentwicklung ist besser in diesem Teil, jedoch hat sie immer noch einige Schwächen. Spannungspotential enthalten, wird aber leider nicht ausgeführt.

Bewertung:  
Das Ende gibt dem Buch den Rest. Viel zu schnell und zu lieblos. Der Abschluss dieser Trilogie fühlt sich wie eine Tür an, die einem vor der Nase zugeknallt wird. Sehr schade, denn der erste Band ist eines meiner Lieblingsbücher. Für diesen unbefriedigenden Abschluss  ♥ ♥ Herzchen.

Autorin: 
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut. (Quelle)

© Tomy O'Brien
 Hezlichen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar gestellt hat!

Titel: Der Weg der gefallenen Sterne
Originaltitel: Promised
Autorin: Caragh M. O'Brien
Genre: Jugend-Dystopie
Verlag: Heyne fliegt
ISBN: 978-3-453-53454-4
Taschenbuch: 352 Seiten
Reihe: Birthmarked-Trilogie
  1. Die Stadt der verschwundenen Kinder / Birthmarked
  2. Das Land der verlorenen Träume / Prized
  3. Der Weg der gefallenen Sterne / Promised
 


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Donnerstag, 24. April 2014

[Buchrezension] Insurgent von Veronica Roth

 
Erster Satz:
I wake with his name in my mouth.

Eye-Candy: 
Ich mag die Cover der Trilogie. Der Baum der Amite sieht sehr interessant aus.
Übrigens heißt "Insurgent" Aufständischer oder Rebelle, passt also sehr gut zur Handlung. Den deutschen Titel hingegen finde ich nicht ganz so gelungen. "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit", warum kann man nicht das englische Orginal behalten?

Inhalt: 
Achtung: Spoilergefahr, da zweiter Teil einer Trilogie.

Das Buch fängt da an, wo der erste Band aufhört. Nach dem Angriff der Ferox, die unter einer Manipulation stehen, suchen die restlichen Überlebenden Unterschlupf bei den Amite. 
Mehr kann ich gar nicht dazu sagen, ohne zu viel zu verraten. Ich würde euch auch raten, keine Zusammenfassung zu lesen, da so ein Teil der Spannung flöten gehen könnte.

Meine Meinung:
Mein Kopf tut weh. Das Buch war anstrengend zu lesen, dabei habe ich seinen Vorgänger binnen 24 Stunden verschlungen. Die Rezensionen zum zweiten Band waren zwar vorwarnend, aber dennoch habe ich gehofft, dass Veronica Roth die Spannung des ersten Bandes halten würde. Ich habe gehofft, dass Insurgent kein mittelmäßiger Mittelteil einer Trilogie sein würde.

Was war eigentlich mit Tris los? Klar, sie hat viel durchgemacht im ersten Band, da erwartet man schon einiges an Ich-bin-es-nicht-wert-weiterzuleben-Verhalten, aber irgendwann ist auch gut. Meine Güte, reiß dich zusammen!, wollte ich sie anschreien, wenn sie immer und immer wieder dumme irrationale Entscheidungen gefällt hat. Anstatt mit Tobias, alias Four, zu reden, stürzt sie sich in irgendwelche Situationen und fällt Entscheidungen, die gelinde gesagt sau-dumm sind.

Und Four war einfach nur da. Seine Funktion in diesem Buch ist es sich über jede noch so Kleinigkeit mit Tris zu streiten. Als Paar haben die beiden mich sehr aufgeregt. Vielleicht sollten sie mal eine Paartherapie machen. Obwohl kein Schwein es mit Tris aushalten würde (in Insurgent).

Die Spannung ist zwar vorhanden, aber nicht so ganz so ausgeprägt wie in Divergent. Das liegt zum einen an Tris, da sie den Leser nur aufregt und an den Rand des Wahnsinns treibt und an den Paarproblemen der beiden. Dadurch hat das Buch leider einige Längen und unnötige Emosequenzen seiten Tris'.

Gegen Ende wird endlich alles besser! Tris ist nicht mehr ganz so nervig, einiges wird aufgeklärt und neue Fragen werden aufgeworfen. Das Buch endet mit einem miesen Cliffhanger und wenn ich keine Pause von Tris brauchen würde, würde ich sofort mit dem dritten Teil weitermachen.

In der Kürze liegt die Würze: 
Das Buch liest sich leider als ein mittelmäßiger Mittelteil. Die Spannung und die ungewöhnlichen Charaktere, die man im ersten Band so ins Herz geschlossen hat, sind hier kaum wiederzuerkennen.

Bewertung:  
Es fällt mir schwer das Buch zu bewerten, es ist zwar gut, aber nicht so gut wie der erste Teil. Dennoch ist es besser als "normale" zweite Bände, deshalb ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Ich habe Insurgent auf Englisch gelesen. Einige Wörter musste ich nachschlagen, aber im Großen und Ganzen ist das Buch leicht verständlich.

Autorin:
Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie macht. Nun erobert ihr Buchhit auch die Leinwand. In der Verfilmung des preisgekrönten ersten Romans begeistern die Nachwuchsstars Shailene Woodley als die tapfere junge Heldin Tris und Theo James als deren große Liebe Four. (Quelle)
© Nelson Fitch
Titel: Insurgent
Autorin: Veronica Roth
Genre: YA Dystopie
Verlag: Katherine Tegen Books
ISBN: 978-0062127846
Gebundene Ausgebe: 544 Seiten, mit Schutzumschlag
Reihe: Divergent
  1. Divergent / Die Bestimmung
  2. Insurgent / Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
  3. Allegiant / Die Bestimmung - Letzte Entscheidung


     

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Donnerstag, 10. April 2014

[Buchrezension] Dark Canopy von Jennifer Benkau


Klappentext:
Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr …

Erster Satz:
Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.

Eye-Candy: 
Gibt es ein hässlicheres Cover? Soll mich dieses undefinierbare Etwas, was wohl "Dark Canopy" symbolisieren soll, nun ansprechen? Falls die Antwort ja lautet, dann sorry, aber ich hasse dieses Cover.

Inhalt: 
Der Inhalt dieser Dystopie ist verwirrend. Es geht um Menschen, die eine Art Übermensch erschaffen haben, damit diese Übermenschen – Percents werden sie genannt – im Krieg kämpfen können. (Die Percents wurden künstlich erzeugt und es gibt nur männliche Percents.) Irgendwann reicht es den unterdrückten Übermenschen und sie entschließen sich dazu, den Spieß umzudrehen. Wieso auch nicht? Schließlich sind sie stärker und robuster als Menschen. Sie erschaffen die Dark Canopy, sodass die Sonne abgedunkelt wird. Denn die einzige Schwachstelle, die die Percents haben, ist das Sonnenlicht, welches ihre empfindliche Haut von den Knochen brennen lässt.
Menschen, die in der Stadt leben, müssen sich der Herrschaft der Percents beugen. Sie werden erniedrigt und schlecht behandelt, denn die Percents sind auf Rache aus. Es werden viele schreckliche Dinge den Menschen angetan, mit der Begründung, dass die Menschen ja auch die Percents schlecht behandelt hätten (Logik? Fehlanzeige) Andere Menschen wollen sich das nicht bieten lassen und fliehen aus der Stadt. In Clans zusammengeschlossen leben sie in der Wildnis und versuchen sich Stück für Stück ein eigenes und besseres Leben ohne Percents zu erschaffen.
Gleich mehr zum Inhalt und der Haupthandlung.

Meine Meinung:
Der Dreh- und Angelpunkt ist das Chivvy, ein Fest, an dem die Percents Menschen jagen. Derjenige, dessen Mensch nicht gefasst wird, gewinnt und bekommt einen hohen Posten in ihrer Gesellschaft.
Hört sich merkwürdig und bizarr an? Ist es auch.

Joy (der Name bedeutet ironischerweise Freude, eigentlich sollte man sie Egoistisches Miststück nennen) lebt in einem der Clans. Sie ist irgendwie mit ihrem besten Freund zusammen, der der Sohn des Clananführers ist. Aus ihrer Sicht (Ich-Perspektive) und aus der Sicht des besten Freundes, Matthial (Persönliche Perspektive), wird die Geschichte erzählt.

Joy, die Freudige, hat mir keine Lesefreude bereiten können. Sie war mir so unglaublich unsympathisch, dass ich sie gehasst habe. Warum ich sie hasse? Weil sie berechenbar ist, weil sie alles tun würde, um jemanden zu manipullieren (Achtung Spoiler: Sie schläft mit einem Typen, obwohl sie mit Matthial was am Laufen hat, damit der Typ das tut was sie will.) Nachdem Neél und sie zusammenkommen, wie könnte es anders sein?, scheut sie nicht davor zurück auch ihn zu manipulieren und für ihre Zwecke auszunutzen.

Matthials Perspektive war saulangweilig. Puh. Mehr sage ich nicht dazu, denn das wäre langweilig.
Es reicht, zu sagen, dass er wie ein liebeskranker Welpe um Joy herumspringt und das, obwohl sie den auch nur benutzt und das nicht gerade verheimlicht. Der Junge ist total dumm und blickt nicht durch.

Neél, der Percent, muss Joy zu seinem Soldaten ausbilden, damit sie für ihn bei dem Chivvy mitmacht und gewinnt. Dabei verlieben sie sich ineinander. Während Neéls Gefühle so aufrichtig waren und seine kühle, beherrschte Art immer mehr weggebröselt ist, konnte ich richtig gut mit ihm mitfühlen. Er ist der einzige interessante Charakter im ganzen Buch und dabei wird ihm noch nicht einmal Erzählraum gelassen.

Das Love Interesst ist zum Teil sehr gut und zum Teil sehr schlecht. Wie gesagt, Neéls Gefühle und Motivationen sind gut ausgearbeitet, er verändert sich durch seine Liebe zu Joy. Dabei ist unsere Joy so umgänglich wie ein Klotz am Bein. Sie ist so liebenswert wie ein Stachelschwein und dennoch, verliebt er sich in sie. Warum? Nur weil sie Zeit miteinander verbringen? Ich konnte einfach nicht verstehen, was Neél an der Trantüte finden sollte.

Mit 528 Seiten ist das Buch ein dicker Schinken. Dabei hätte man gut bis zu 150 Seiten kürzen können, denn immer und immer wieder gibt es Wiederholungen. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht.
Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. 
Jap, richtig, ich habe den Satz kopiert und hinzugefügt und das einige Male. So kam es mir auch beim Lesen des Buches vor, als würde ich ständig die selbe Szene lesen.

Die Schreibweise der Autorin ist toll. Sehr flüssig und angenehm zu lesen. Hier hat mich gestört, dass sie sich immer wieder in Beschreibungen verliert. Das verlängert natürlich auch unnötigerweise die Handlung.


In der Kürze liegt die Würze: 
Eine Dystopie, mit einer unüblichen Idee. Dennoch wendet sich das Blatt sehr schnell und alles läuft nach Schema F ab. Unliebsame Charaktere, langatmige Handlung, sich wiederholende Szenen. Die Dialoge sind nicht wirklich informativ, sodass man über mehrere Seiten dem Geschwafel der Charakter zuhören muss.

Bewertung:  
Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich mir sehr lange mit der Rezi Zeit gelassen. Das Schreiben einer Rezension setzt voraus, dass man sich erneut mit dem Gelesenen auseinander setzt und das wollte ich nicht. Ich habe die Nase voll von Dark Canopy und der merkwürdigen Welt davon. Nie wieder möchte ich so einer Protagonistin wie Joy begegnen. Das Buch war für mich wie ein Griff ins Klo. Das verseuchte Klo einer Raststätte, um explizit zu sein, daher ♥ Herzchen. Ganz bestimmt werde ich nicht den zweiten Band lesen. Ich weiß, wie es endet und finde das Ende lächerlich, das wäre reine Zeitverschwendung – nein, danke!

Autorin:
Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und zwei Hunden inmitten lauter Musik und vieler Bücher im Rheinland. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. (Quelle)

script5 © Fabian Stürtz
Titel: Dark Canopy
Autorin: Jennifer Benkau
Genre: YA Dystopie, Sci-Fi
Verlag: Script5
ISBN: 978-3-8390-0144-8
Hardcover: 528 Seiten, mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Duologie:
  1. Dark Canopy
  2. Dark Destiny
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Freitag, 4. April 2014

[Buchrezension] Die Zuflucht von Ann Aguirre

 
Klappentext:
Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer Gefühle
Im Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche – für die Menschen in der Zuflucht – ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen.


Erster Satz:
Ich spürte kalten Stahl an meiner Kehle und wachte auf.

Eye-Candy: 
Dass das Mädchengesicht optisch ansprechend eingefasst ist, finde ich schön. Die Schmetterlinge, die Farben, das sieht alles toll aus. Nur verstehe ich nicht ganz, was das mit der Handlung zu tun hat. Das Cover des ersten Buches finde ich gelungener, denn darauf spiegelt sich die mysteriöse, düstere Atmosphäre wieder. Auch die englischen Cover passen sehr gut zu der Atmosphäre. 


Inhalt: 
Zwei und ihre Freune haben es in die sichere Zuflucht geschafft.Während die Jugendlichen im Untergrund als vollwertige Erwachsene angesehen wurden, werden sie nun bevormundet und nicht ernstgenommen. Tegan und Bleich haben scheinbar keine Probleme sich in ihre neue Umgebung zu integrieren, doch Zwei und Pirscher lehnen sich gegen die neuen Regeln auf und können sie nicht einfach akzeptieren.
Als eine Sommerpatrouille zur Bewachung von Pflanzern zusammengestellt wird, weiß Zwei, das ist ihre Chance! Ohne zu zögern schließt sie sich der Truppe an. Was sie nicht weiß: Die Freaks haben sich scheinbar weiterentwickelt und haben einen Plan ausgetüftelt um die Zuflucht zu zerstören …

Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, dass ich die "Enklave" gelesen habe. Dennoch habe ich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden. Die Schreibweise der Autorin ist wie im Band zuvor immer noch sehr flüssig und leicht verständlich. Obwohl sie Wiederholungen weitgehend vermeidet, hat sie dennoch hier und da Anmerkungen eingebaut, um dem Gedächtnis des Lesers auf die Sprünge zu helfen.


Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Zwei, der Protagonistin, erzählt. In diesem Buch ist sie ist im Vergleich zum ersten Band unerfahrener und naiver unterwegs. Das ist auch nachvollziehbar, schließlich hat sie ihre gewohnte Umgebung verlassen und ist einem neuen Kulturkreis beigetreten. Die Regeln, die hier herrschen und auch die Sprache, die die Bewohner benutzten, das ist ihr alles fremd. So weiß sie zum Beispiel nicht, dass man Frauen mit "Madam" anspricht und nicht mit "Sir". Oder sie weiß nicht was "Esoterik" und "knutschen" bedeuten. Für Zwei ist es, als würde sie eine neue Sprache lernen. Das wurde von der Autorin nicht nervig, sondern eher mitfühlend und zum Teil witzig erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

Einige Nebencharaktere aus dem ersten Buch tauchen auch im zweiten Band wieder auf.
Während Bleich im ersten Band einer meiner Sympathieträger war, hat mich hier oft aufgeregt. Das liegt zum einen daran, dass seine Charakterentwicklung in die komplett gegensätzliche Richtung stattgefunden hat. Bei Zwei sind da immer noch diese typischen Eigenschaften, die sie zu der Zwei machen, die man aus dem ersten Band kannte. Aber bei Bleich konnte ich sogut wie keine Übereinstimmung finden. Beinahe schon verkrampft versucht er sich der Gesellschaft anzupassen, wobei er sich immer mehr von Zwei entfernt … Tegan ist nun wieder genesen und möchte die Vergangenheit ruhen lassen. Und Pirscher hat immer noch Gefühle für Zwei. Hier hat er mir besser als Bleich gefallen, er ist immer noch er selbst und gleichzeitig hat er sich verändert. 
Einige andere und neue Nebencharaktere, wie Draufgänger, wurden zwar gut skizziert, aber leider wird ihnen nicht genug Raum eingeräumt, um dreidimensional zu wirken.

Im Gegensatz zum ersten Band ist das zweite Buch langsamer. Die Autorin versucht in diesem Band mehr zu erklären, wodurch die Spannung immer mehr einbüßt. Das geht so weit, dass an einigen Stellen die Handlung ziemlich zäh wirkt und man sich als Leser wünscht, dass etwas passiert. Auch die Atmosphäre des Settings hat etwas eingebüßt, sie ist weniger düster und ähnelt der einer typischen Dystopie.

Eine gute Idee ist die Weiterentwicklung der Freaks. Wenn man an diesem Punkt richtig angesetzt hätte, hätte es sehr viel spannender werden können.

In der Kürze liegt die Würze: 
Leider ein mittelmäßiger Mittelteil einer Trilogie (ähnlich wie bei "Die Verschworenen"). Eine Charakterentwicklung ist zwar zu beobachten, jedoch nur ganz schwach. An einigen Stellen hätte man ruhig kürzen können, um die Handlung etwas mehr zu straffen und ihr die Langatmigkeit zu nehmen.

Bewertung:  
Den Trend zu Duologien kann ich nachvollziehen. Warum eine Handlung über drei Bücher hinweg ausdehnen, wenn man es auch mit zwei etwas dickeren Büchern kann? Sehr viel was "Die Enklave" so besonders gemacht hat, hat mir hier gefehlt. Die Handlung plätschert immer mal wieder ruhig vor sich hin, dann kommt ein Knall an Spannung und schwupp plätschert sie weiter, daher  ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Autorin:
Ann Aguirre, geboren 1970, ist eine amerikanische Bestseller-Autorin mit einem Abschluss in Englischer Literatur. Bevor sie sich ganz der Schreiberei widmete, arbeitete sie als Clown, Buchhalterin, Synchronsprecherin und als Retterin von streunenden Kätzchen, wenn auch nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Sie schreibt vor allem Science-Fiction- und Fantasy-Romane und lebt mit ihrem Mann, Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Mexiko. (Quelle)

Mein Dank geht an den Blanvalet Verlag  für die großzügige Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 
Titel: Die Zuflucht
Originaltitel: Outpost
Autorin: Ann Aguirre
Genre: YA Dystopie
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-26835-1
Brochiert: 384 Seiten
Reihe: Razorland 
  1. Die Enklave (Enclave)
  2. Die Zufluch (Outpost)
  3. noch kein deutscher Titel bekannt (Horde)
  

   

Eine Leseprobe und weitere Infos hönnt ihr hier finden
 

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