Freitag, 18. April 2014

[Buchrezension] If you stay - Füreinander bestimmt von Courtney Cole

 
 
Klappentext:
Seit dem Tod ihrer Eltern hält die 22-jährige Mila zusammen mit ihrer Schwester Madison das Familienrestaurant am Laufen und ist überzeugte Single-Frau. Das ändert sich, als sie Pax Tate kennenlernt. Pax ist auf den ersten Blick alles andere als ein Traummann: tätowiert, knallhart und mit schlechtem Benehmen. Doch ausgerechnet von ihm und seiner sexy Ausstrahlung fühlt Mila sich unwiderstehlich angezogen. Gegen jede Vernunft geht sie eine Beziehung mit ihm ein und entdeckt immer mehr Pax’ zärtliche Seite. Aber die Vergangenheit holt Mila und Pax unaufhaltbar ein. Wird die Kraft ihrer Liebe ausreichen, um zu bestehen?

Erste Zeilen:
"Pax."
Ich bin mir nicht sicher, ob die Kleine wirklich meinen Namen gesagt hat.

Eye-Candy: 
Ein sich küssendes Päärchen, passend zum Thema (Gesichter!). Die Farben sind dunkel, irgendwie düster, das gefällt mir, da auch das zur Handlung passt.
Das Buch an sich fühlt sich irgendwie geschmeidig an. Nicht wie das übliche Taschenbuch, das man so kennt, sondern samtig. Jedenfalls mag ich dieses Gefühl!


Inhalt: 
Mila ist eine Künstlerin, die seit dem Tod ihrer Eltern in ihre Heimatsstadt zurückgekehrt ist. Dort untersützt sie ihre Schwester mit dem Familienunternehmen. Als sie eines nachts am Strand den Mond fotografiert, sieht sie einen bewusstlosen jungen Mann in einem Auto. Er scheint einen Anfall zu haben und sie entschließt sich ihm erste Hilfe zu leisten. Sie rettet ihm das Leben und auch nachdem die Sanitäter auftauchen und den jungen Mann ins Krankenhaus bringen, wird sie das Gefühl nicht los, sich für ihn verantwortlich zu fühlen. Als sie ihn im Krankenhaus besucht, ist er wach und beide fühlen eine noch nie gekannte Anziehungskraft aufeinander aus …

Meine Meinung:
Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und es euch total gut unterhält? Dabei ist es weder tiefsinnig, besonders oder extrem gut geschrieben. Es ist nicht perfekt, hat Ecken und Kanten, aber dennoch hat es einen unglaublichen unterhaltungswert, sodass ihr nicht anders könnt, als es zu mögen und euch gleichzeitig zu fragen: Warum um Himmelswillen, mag ich dieses Buch?

Genau so ergeht es mir mit If you stay. Das Buch fängt krass an, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es geht in einem Auto heiß zu und mit jeder weiteren Seite, wird das Ganze nur umso krasser. An einigen Stellen hat mich das Buch abgestoßen, weil es wirklich eklig wurde … aber gleichzeitig, fand ich es gut. Ja, ich fand auch die unschönen Szenen gut, denn die Autorin zeigt, wie verkorkst die Charaktere sind und das kann man nun mal nicht schön und poetisch schreiben.

Kommen wir zu den Charakteren. Das Buch wird von den beiden Protagonisten aus der jeweiligen Ich-Perspektive erzählt. Pax, ein junger Mann, 24 Jahre alt, Milliardärssohn und super-gutaussehend, arrogant, harte Schale, noch härterer Kern (nichts Neues in der Literatur). Und Mila, 22 Jahre alt, klein und zierlich, hat aber mega-Kurven, sie ist süß und unschuldig und steht natürlich nicht auf Bad Boys, aber bei Pax macht sie eine Ausnahme (wieder keine besonders überraschende Wendung).

Pax ist kein liebenswerter Charakter. Es gab mehrere Stellen im Buch, da hätte ich ihm am liebsten mit einer Pfanne einen übergebraten. Der Typ kriegt nichts auf die Reihe, ist von Problemen zerfressen, benimmt sich Frauen gegenüber scheiße (bis er auf Mila trifft) und hat eigentlich alles, um glücklich zu sein. Nur kann er eben nicht glücklich werden und muss seine ganze Misserie in Drogen und Alkohol betäuben.

Mila ist ein typisches liebes Mädchen, künstlerisch und immer darauf bedacht, das Richtige zu tun. Sehr schnell wird sie von Pax eingenommen, wehrt sich halbherzig gegen die gegenseitige Anziehung und gibt ihm schließlich nach.

Die Haupthandlung besteht aus den Problemen, die beide Charaktere haben und wie sie lernen, diese Probleme zu lösen. Sehr früh wusste ich schon, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln würde, aber das hat mich beim Lesen dennoch nicht gestört. Das liegt daran, dass die Charaktere – ganz besonders Pax – eine interessante Charakterentwicklung durchmachen, die man am Ende auch wirklich merkt. Während Pax anfangs nur in einer Art Fälaösprache gesprochen hat (keine Ahnung wie oft er das Wort "Titten" benutzt), ändert sich das gegen Ende hin.

Es hätte so toll sein können, wenn die Autorin nicht versuchen würde, ihre Charaktere tiefsinnig erscheinen zu lassen … Abgedroschene Dialoge, die vor Melodramatik nur so strotzen und noch dazu diese erklärenden-Dialoge. Nach dem Motto (Improvisation): "Oh ja, ich habe Probleme, aber das liegt daran, dass ich total verkorkst bin. Ich werde versuchen dich nicht zu verletzten. Aber ich bin so verkorkst, dass ich es eben nur versuchen kann. Das liegt daran, dass ich ein ungewöhnliches Leben hatte und ich gebrochen bin. Wie auch immer, ich werde versuchen dir nicht wehzutun, trotz meiner Verkorkstheit."
Das ist nur eine Hyperbel, um euch zu verdeutlichen was ich meine. Warum lässt man die Charaktere alles erklären? In meinen Augen wirkt das so, als könnte der Leser keine logischen Rückschlüsse ziehen und deshalb muss man ihm alles vorkauen.

Mir sind auch Lieblingswörter und Lieblingsphrasen der Autorin aufgefallen. Sätze /Sprüche, die sich ähneln und immer wieder wiederholen. Sehr oft benutzt sie das Wort "vermag", was man in der Alltagssprache nicht so oft tut. Ich vermag dies, du vermagst das, er/sie/es vermag. Auf lange Sicht war das sehr ermüdend und hat den Lesefluss gehemmt.

In der Kürze liegt die Würze: 
Was klischeehaft anfängt, geht auch so weiter. Kitsch und wunderbare Romantik wechseln sich immer wieder ab. Die Charaktere erscheinen flach, gegen Ende bessert sich das enorm und eine Charakterentwicklung ist definitiv zu beobachten. Das Buch hat viele erotische Szenen, in denen es heiß/eklig/ordinär wird, je nach Situation. Wenn man damit nicht klarkommt, lieber Finger weg!

Bewertung:  
Das ist mein erstes, bewusst gelesenes New Adult Buch. Also Bücher, die sich mit jungen Erwachsenen beschäftigen und nicht mit Jugendlichen, die davor sind erwachsen zu werden. Das Genre ist noch relativ neu und mir scheint, als ob sich ein Trend in diese Richtung zu entwickeln vermag (so, jetzt habe ich das Wort auch mal benutzt!).
Es war ein kurzweiliges Buch, welches einen riesen Spaß gemacht hat. Was wohl auch daran liegt, dass es stellenweise ungewollt witzig ist und man nicht anders kann, als zu lachen. Der zweite Band erscheint im Juni, wenn ich mich nicht irre und in dem Teil soll es um Milas Schwester Maddy gehen. Es hört sich sehr spannend an, da die Familiengeschichte der beiden Schwestern im Mittelpunkt stehen wird und die ist in diesem Band zu kurz gekommen. Ich freue mich schon auf den Nachfolgendenteil und vergebe diesem Buch ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Fun Fact: Am Ende des Buches schreibt die Autorin, weshalb sie sich für ein derartiges Thema entscheiden hat. Außerdem plaudert sie über einen wichtigen Satz, dem eine wichtige Bedeutung zugemessen wird. Für mich war das sehr interessant.

Autorin:
Courtney Cole wuchs im ländlichen Kansas auf. Nach einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre arbeitete sie zunächst in der Marketingabteilung einer großen amerikanischen Firma, bevor ihr erster New-Adult-Roman IF YOU STAY – FÜREINANDER BESTIMMT die amerikanischen E-Book-Charts eroberte. Courtney Cole lebt mit ihrem Mann und drei Kindern am Lake Michigan und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.(Quelle)

Mein Dank geht an den Knaur-Verlag für die großzügige Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Titel
Originaltitel:
Autorin: Courtney Cole
Genre: New Adult
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426515273
Softcover: 320 Seiten
Reihe: Beautifully Broken
  1. If you stay / If you stay - Füreinander bestimmt
  2. If you leave
  3. Before we fall
 

Donnerstag, 17. April 2014

[Tag] Protagonisten

Zuerst einmal, es tut mir leid, dass ich vergessen habe, dass ich getaggt wurde.
Das ist mega-peinlich und war keine böse Absicht oder so, sorry und danke, an die liebe Emme, die mich getaggt hat :)
Dann vielen Dank an die liebe Katja, dass sie mich an den Tag erinnert hat.
Was würde ich nur ohne dich machen? ♥

Okay, legen wir dann mal los!

Regeln:


1. Welches ist dein liebster Held, dein Lieblingsprotagonist?
Ich habe so wahnsinnig viele Protagonisten, die ich liebe.  
Ganz toll finde ich ja den Percy *-* 
(Er is zwar jünger, aber das macht nichts, ich kann warten)

2. Welches ist deine liebste Heldin, deine Lieblingsprotagonistin?
Ich liebe Karou aus Daughter of Smoke and Bone. Und ich liebe Lizzie Bennet :)

 3. In welchen Charakter hast du dich sofort verliebt?
Es gibt so viele Buchcharaktere, in denen ich mich sofort verliebt habe …
Mein neuester Schwarm ist Park aus Eleanor & Park ♥ 

 4. Mit wem aus der Buchwelt könntest du Pferde stehlen?
Mit eigentlich allen Charakteren, die ich bisher genannt habe.

 5. Welches ist dein liebstes Paar?
Das habe ich schon einige Male gesagt, aber ich liebe Lizzie & Darcy, Hazel & Gus und ganz neu Eleanor & Park.

 6. Mit welchem Paar konntest du dich so gar nicht anfreunden?
Da gibt es so viele, dass mir so schnell niemand einfällt.
Halt, ich hab's! Harry und Ginny, einfach nur … nein. Das kann ich nach all den Jahren immer noch nicht akzeptieren.
 
 7. Wer ist dein liebster Nebencharakter?
George, der kleine Bruder von Jesse aus Mein Sommer nebenan. Und Zusanna aus Daughter of Smoke and Bone!

 8. Wen kürst du zum fiesesten Antagonisten?
Ähm. Voldemort? :D
Joffrey (danke an Katja für die Inspiration. Den Giftzwerg hätte ich beinahe vergessen).
Und Luke aus der Percy Jackson-Reihe. (Anabeth, mach die Augen auf!)
 

9. Wem würdest du gerne einmal gehörig deine Meinung sagen?
Joy aus Dark Canopy. Die Frau braucht professionelle Hilfe.

10. War für dich schon einmal der Antagonist der eigentliche Held?
 Nope, nicht dass ich wüsste. :o

Gibt es noch jemanden, der den Tag nicht gemacht hat?
Wenn ja, fühlt euch getaggt!


Mittwoch, 16. April 2014

[Buchrezension] Eleanor & Park von Rainbow Rowell

Klappentext bzw. Beschreibung:
Set over the course of one school year in 1986, Eleanor & Park is the story of two star-crossed misfits – smart enough to know that first love almost never lasts, but brave and desperate enough to try. When Eleanor meets Park, you’ll remember your own first love – and just how hard it pulled you under.
(Quelle)

Erster Satz:
He'd stopped trying to bring her back.

Eye-Candy: 
Ich liebe es. Die Farben und das Motiv sind simpel und passen perfekt zum Buch.

Inhalt: 
Im Grunde macht der Klappentext / die Beschreibung seinen Job ganz gut. Verratet nicht zu viel, nicht zu wenig, sondern genug. Nur stört mich dieses Beharren auf "first love", dadurch wird das Buch irgendwie runtergedrückt.

Meine Meinung:
Eleanor & Park ist schon 2012 erschienen, nun haben wir 2014. Wo zur Hölle war ich die letzten zwei Jahre? Wie konnte mir ein derartiger Schatz nur entgehen? Ich wusste zwar, dass die halbe Welt davon begeistert war, unteranderem John Green, aber irgendwie hat mich der Klappentext nicht so angesprochen. Eine YA Contemporary, aha, Liebesgeschichte, soso. Total gut soll das Ganze sein, hm, mal sehen. Das waren meine Gedanken, als ich die vielen positiven Meinungen dazu gehört habe. Aber warum das Buch so ein Erfolg war, das konnte ich nicht so recht nachvollziehen.
Bis ich von Fangirl hörte, eine Geschichte, die mich sehr interessiert hat. Dann wanderte auch Eleanor & Park auf die Wunschliste und als ich hörte, dass das eBook für läppische 1,99€ angeboten wurde, habe ich trotz Buchkaufverbot zugeschlagen.

Dann habe ich angefangen zu lesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Ich musste während der Vorlesung lesen, während ich mit meinen Freunden zu Mittag gegessen habe, während ich eigentlich das persische Alphabet üben sollte. Ich konnte einfach nicht aufhören.

Das Warum, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Da sind zum einen die Protagonisten, die so gar nicht in das YA Schema passen. Ein pummeliges Mädchen, deren Ziel es nicht ist sich in eine 34 reinzuquetschen, Hallejulia! Und die nicht super romantisch ist, sie ist auf eine unaufgesetzte Art merkwürdig und steht dazu. Sie ist gewitzt, intelligent und unabhängig. Eleanor hat gewaltige Probleme, es brodelt unter der Oberfläche ihres sorgsam verhüllten Lebens. Ich konnte nicht anders, als mit ihr mitzufiebern.
Und Park. Dieser tolle Kerl, von dem ich hoffe, dass es wirklich solche Jungs da draußen gibt. Er ist so gut, so niedlich, dass ich es Eleanor nicht verübeln kann, dass sie ihn fressen möchte. Auch er passt nicht in das Schema des Love Interessts / Protagonisten, die man sonst so in der Literatur trifft.
Ich liebe ihn und Eleanor, so sehr, dass es wehtut.

Aber auch die Nebencharaktere sind klasse. Mehr sage ich nicht dazu, denn einige Überraschungen kommen da auf einen zu, die ich nicht vermasseln mag.

Während viele YA Contemporary oder Liebesgeschichten allgemein in das Klischeehafte, Kitschige verfallen und einige Längen haben, ist das bei diesem Buch kein einziges Mal der Fall. Nie. 
Es hört sich jetzt nach einer abgedroschenen Bloggerfloskel an aber, dieses Buch ist erfrischend anders!

by Simini Blocker
Ich bewundere die Autorin für ihre Schreibweise, die der von John Green ähnelt. Damit meine ich nicht, dass sie so schreibt wie er, es ist eher die Tatsache, dass sie die Atmosphäre und Charaktere beschreibt, ohne sie wirklich zu beschreiben. Sie schafft es, dass der Leser ein Bild von dem Ganzen im Kopf hat und das ohne, dem Leser die eigene Vorstellung aufzuzwingen.

Das Ende von Büchern ist für mich sehr wichtig. Es ist der Dreh- und Angelpunkt, ob ich dem Buch vier oder fünf Herzchen gebe. Dieses Ende ist mind-blowing! (Ja, mein Gehirn ist immer noch auf Englisch eingestellt, I'm so sorry.) Zuerst war ich sprachlos, hab weitergeblättert nur um verduzt zu sein und wieder zurückzublättern und das Ende mehrmals zu lesen. Dass ich ein Ende mehrmals lese, das passiert mir so gut wie nie. *hust* Das Schicksal ist ein mieser Verräter *hust*

In der Kürze liegt die Würze: 
Wenn ihr typische und kitschige Liebesgeschichten mögt, seid ihr hier falsch. Wenn ihr toterzählte und vorgekaute Bücher mögt, dann seid ihr hier auch falsch. Wenn ihr von Autoren nicht für dumm und unselbstständig gehalten werden wollt, wenn ihr eine besondere Geschichte wollt, die euch zum Lachen und Seufzen und zum Verlieben bringt, dann könnt ihr mit dem Buch nicht falsch liegen.

Bewertung:  
Dieses Buch ist wie Schmetterlinge und Sonnenschein, wie Herzflattern und der perfekte Song.
Ich liebe es, ich liebe, liebe, liebe es! Alles unter Herzchen wäre gelogen. Das beste Buch, welches ich seit Langem lesen durfte.

Fun Fact: 
1. Wenn ihr – so wie ich – nicht bereit seid Eleanor & Park loszulassen und mit eurem Leben weiter zu machen, dann schaut mal hier. Die Autorin beantwortet einige Leserfragen, die sehr interessant sind! Außerdem gibt es viele Neuigkeiten und andere tolle Dinge zu entdecken.

2. Übrigens, für alle, die nicht so gerne auf Englisch lesen oder es sich nicht zutrauen. Das Buch ist sehr verständlich geschrieben, also probiert die Leseprobe und wenn ihr dann angebissen habt, holt es euch. Ihr werdet es nicht bereuen.

3. Falls euch das Bild von Eleanor & Park gefällt, dann besucht doch den Blog der Künstlerin und lest, warum sie dieses Bild gemalt hat.

Autorin: 
Rainbow Rowell writes books.
Sometimes she writes about adults (Attachments and Landline).
Sometimes she writes about teenagers (Eleanor & Park and Fangirl).
But she always writes about people who talk a lot. And people who feel like they’re screwing up. And people who fall in love.
When she’s not writing, Rainbow is reading comic books, planning Disney World trips and arguing about things that don’t really matter in the big scheme of things.
She lives in Nebraska with her husband and two sons.
(Quelle


by Angusten Burroughs
Titel: Eleanor & Park
Autorin: Rainbow Rowell
Genre: YA Contemporary
Verlag: Orion
ISBN: 9781409120544
Seiten: 336

Für weitere Infos hierher klicken

Dienstag, 15. April 2014

[Buchrezension] Auge um Auge von Jenny Han & Siobhan Vivian

 
Klappentext:
Denn Klappentext würde ich nicht lesen, wenn ihr nicht zu viel verraten haben wollt. Es wird nicht direkt gespoilert, aber dennoch geht einiges an Spannung verloren.

Erster Satz:
Der Morgennebel hat alles in weiße Farbe getaucht.

Eye-Candy: 
Ich nehme an, dass die drei Damen die Protagonistinnen sein sollen. Ihr kennt meine Meinung zu unnötigen Menschengesichtern, die in keinerlei Relation zum Hauptgeschehen passen.
Erkennt ihr die Kette des Mädchens, das in der Mitte sitzt? Das ist so ziemlich das einzige, was zur Handlung passt. (Die Haarfarbe und vermeintlichen Ethnien lasse ich außen vor.)

Inhalt: 
Drei unterschiedliche Mädchen wollen dem Karma auf die Sprünge helfen und sich an verschiedenen Leuten rächen. Die Regel ist die, dass jede in den Racheplänen der anderen mitmachen muss, um später nicht zu kneifen. Obwohl die drei keine Freundinnen sind, verbindet sie der Wunsch nach Rache. Keine ahnt, was sie mit ihren Handlungen ins Rollen bringen und als es so weit ist, ist es bereits zu spät …

Meine Meinung:
Dieses Buch kann man auch als Pretty Little Liars trifft auf Gossip Girl bezeichnen. Das meine ich keineswegs abwertend, ganz im Gegenteil!

In diesem Buch haben wir drei Protagonistinnen, die alle kapitelweise aus der Ich-Perspektive die Geschichte erzählen. Mary, ein schüchternes Mädchen, das einst gemobbt wurde und nun wieder auf ihre Heimatsinsel zurückgekehrt ist. Kat, eine Einzelgängerin, die von allen auf der Schule als Bikertussi angesehen wird, ihrer Familie sagt man ziemlich hässliche Dinge nach. Und Lillian, eine hübsche Asiatin aus reichem Haus, die die beste Freundin der Queen Bee der Schule ist.
Die Mädchen könnten sich nicht mehr voneinander unterscheiden und dennoch haben sie alle ein gemeinsames Ziel: Sie möchten sich rächen.

Falls ihr das Buch nicht gelesen habt, es aber gerne nachholen möchtet, dann solltet ihr den Klappentext nicht lesen. Leider wird zu viel preisgegeben, es reicht, wenn ihr wisst, dass die Mädels sich an bestimmten Menschen rächen wollen. Tut euch einen Gefallen und haltet euch vom Klappentext fern.

Rache ist ein zweischneidiges Schwert, so sagt man und alle drei Mädels müssen diese Erfahrung machen. Was als harmloses Spiel anfängt wird immer ernster, bis jemand auf eine Art darunter leiden muss, was man noch nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünschen würde …

Die Handlung fängt langsam an, steigert sich gegen Ende enorm! Die vielen Geheimnisse, die gelüftet werden und die Racheaktionen sind sehr unterhaltsam und toll zu lesen. Dazu kommt noch die Schreibweise der beiden Autorinnen, die einfach und leicht zu lesen ist, aber auch sehr poetisch an einigen Stellen klingt.

Kommen wir zurück zu den Geheimnissen, die einen Großteil der Spannung ausmachen. Sie sind witzig, traurig und gruselig. Als einige Geheimnisse gelüftet wurden, hatte ich einen dicken Kloß im Hals und Tränen in den Augen …
Das liegt daran, dass die Charaktere sehr echt wirken. Hier wurde nicht auf Effekt oder Witz wertgelegt, sondern auf Individualität. Anfangs wirken die Charaktere flach und klischeehaft, aber das legt sich ab der Hälfte des Buches. Also dranbleiben und darauf freuen.

In der Kürze liegt die Würze: 
Mystery, Geheimnisse und Intrigen, wenn ihr das alles mögt, dann ist das Buch wie gemacht für euch. Die durchaus stereotypisch gestalteten Charaktere bekommen mit jedem Kapitel mehr Tiefe, lustige Dialoge und eine Handlung, die langsam anfängt und immer mehr Fahrt aufnimmt.
Ganz besonders für Fans von Pretty little Liars und Gossip Girl zu empfehlen!
  
Bewertung:  
Eigentlich hat mir alles gefallen. Ja, nur eigentlich. Um fünf Herzchen zu bekommen, hat mir noch der letzte Funke gefehlt. Dafür hat das Buch einige Verwirrungen, die nicht bis zum Ende und darüberhinaus nicht erklärt werden … und ich weiß nicht, ob das Absicht ist und zur Handlung und somit zum Plan der Autorinnen gehört oder ob hier etwas unstimmig ist. Ich kann das Gefühl nicht abschütteln, dass es eher das Letztere ist, daher  ♥ ♥ ♥ ♥ Herzchen. Das nächste Buch werde ich definitiv lesen, ich bin gespannt was noch so kommen wird.

Autorin:
Jenny Han, 1980 in Virginia, USA, geboren, besuchte die Universität Chapel Hill in North Carolina. Sie lernte professionell Kinderbücher zu schreiben und machte ihren Master of Fine Arts an der New School Universität in New York City. Mit ihrer Sommer-Trilogie um Belly, Conrad und Jeremiah gelang ihr der Durchbruch als Schriftstellerin. Die drei Bände standen wochenlang auf der New York Times-Bestsellerliste und verkauften sich über 500.000 mal. Bei Hanser erschien der erste Band, Der Sommer, als ich schön wurde, 2010, 2011 folgte die Fortsetzung Ohne dich kein Sommer, und 2012 der dritte Band Der Sommer, der nur uns gehörte. Mittlerweile wurde die Trilogie in 15 Sprachen übersetzt. Hans Debüt Zitronensüß erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. 2014 folgt der erste Band der neuen Jugendbuch-Trilogie um Lillia, Kat und Mary, Auge um Auge, den Jenny Han zusammen mit Siobhan Vivian verfasst hat. Die Bestsellerautorin Han lebt in Brooklyn, New York.
(Quelle)
© Adam Krause
 Siobhan Vivian, 1979 in New York City geboren, wuchs in New Jersey auf. Sie studierte an der Hochschule für Kunst und beendete das Studium mit einem Abschluss in Schreiben für Film und Fernsehen. An der New School University in New York schloss sie anschließend ein Creative Writing-Studium für Kinder-und Jugendliteratur ab. Sie ist Autorin mehrerer Jugendbücher, arbeitet als Redakteurin für die New York Times und als Drehbuchautorin für The Disney Channel. Außerdem lehrt sie Schreiben von Jugendliteratur an der Universität Pittsburgh. Auge um Auge, das sie zusammen mit der Bestseller-Autorin Jenny Han verfasst hat, ist ihr erstes Buch bei Hanser.
(Quelle)
© Alex Solmssen Photo
Mein Dank gilt an den Verlag und an Lovelybooks. Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte!

Titel: Auge um Auge
Originaltitel: Burn For Burn
Autorinnen: Jenny Han & Siobhan Vivian
Genre: Young Adult, Mystery
Verlag: Hanser Verlag
ISBN: 978-3-446-24559-4
Brochiert: 304 Seiten
Reihe: Burn for Burn

  1. Auge um Auge / Burn for Burn
  2. Fire with Fire
  3. Ashes to Ashes


Für weitere Infos hierher klicken

Samstag, 12. April 2014

[Challenge-Update] Sparstrumpfchallenge, #upseinmissverständnis


Zum Anfang eine kleine Anekdote:
Die Schwester einer Freundin macht gerade ihren Doktor in Psychologie. Sie untersucht das sogenannte Kurzzeitgedächtnis.
Jedenfalls habe ich mich darüber beklagt, dass mein Kurzzeitgedächtnis voll für'n Arsch ist. 
Denn irgendwie kann ich mir nie auf die Schnelle etwas merken.
Da meinte sie, dass das Quatsch wäre. Denn jeder Mensch hat das gleiche Kurzzeitgedächtnis. Sprich: Wenn man sich nicht konzentriert, hat man ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis, 
alles andere ist faule Ausrede. (Ganz logisch eigentlich)

Warum ich das erzähle?
Ich schwöre, ich habe die Regeln der Challenge durchgelesen und sie haben mir wahnsinnig gut gefallen, weshalb ich ja überhaupt mitmachen wollte.
Nur habe ich wohl den Punkt überlesen, der besagt, dass das Geld im Strumpf nicht angerührt werden darf, bis zum 15. März 2015 – mit anderen Worten, bis zum Ende der Challenge!

Öhm. Ich dachte, dass ich mir mit dem angesparten Geld immer wieder Bücher kaufen kann xD

Doofes Ich.
Nun weiß ich es besser und ab jetzt lasse ich auch die Finger von meiner Spardose.

Jedenfalls habe ich bisher19€ angespart, was wenig ist >.<
weil ich einen Teil des Geldes ja wieder ausgegeben habe.

 Übrigens, wenn man das Kurzzeitgedächtnis trainiert,
dann macht man eigentlich Konzentrationsübungen.

 

Freitag, 11. April 2014

[Graphic Novel] Antoinette kehrt zurück von Olivia Vieweg

 

Das Graphische:
Schaut euch die Farben an! Und dieses Motiv, welches schon so viel über die Handlung andeutet … wahnsinng toll und innovativ schaut das Cover aus.
Die Zeichnungen sind sehr einfach und in fröhlichen Farben gehalten. Obwohl die Handlung, zu der ich gleich komme, eher düster und deprimierend ist, strahlend die Farben. Helle, leuchtende Farben, die die Atmosphäre auflockern und gleichzeitig auch bedrückender gestalten.
Trotz der cartoonartigen Zeichnungen, haben die Figuren eine tolle Mimik! Gerade durch die Einfachheit und Schnörkellosigkeit haben einige Zeichnungen eine sehr verstörende Wirkung … aber auf eine gute Art und Weise.

Donnerstag, 10. April 2014

[Buchrezension] Dark Canopy von Jennifer Benkau


Klappentext:
Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr …

Erster Satz:
Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.

Eye-Candy: 
Gibt es ein hässlicheres Cover? Soll mich dieses undefinierbare Etwas, was wohl "Dark Canopy" symbolisieren soll, nun ansprechen? Falls die Antwort ja lautet, dann sorry, aber ich hasse dieses Cover.

Inhalt: 
Der Inhalt dieser Dystopie ist verwirrend. Es geht um Menschen, die eine Art Übermensch erschaffen haben, damit diese Übermenschen – Percents werden sie genannt – im Krieg kämpfen können. (Die Percents wurden künstlich erzeugt und es gibt nur männliche Percents.) Irgendwann reicht es den unterdrückten Übermenschen und sie entschließen sich dazu, den Spieß umzudrehen. Wieso auch nicht? Schließlich sind sie stärker und robuster als Menschen. Sie erschaffen die Dark Canopy, sodass die Sonne abgedunkelt wird. Denn die einzige Schwachstelle, die die Percents haben, ist das Sonnenlicht, welches ihre empfindliche Haut von den Knochen brennen lässt.
Menschen, die in der Stadt leben, müssen sich der Herrschaft der Percents beugen. Sie werden erniedrigt und schlecht behandelt, denn die Percents sind auf Rache aus. Es werden viele schreckliche Dinge den Menschen angetan, mit der Begründung, dass die Menschen ja auch die Percents schlecht behandelt hätten (Logik? Fehlanzeige) Andere Menschen wollen sich das nicht bieten lassen und fliehen aus der Stadt. In Clans zusammengeschlossen leben sie in der Wildnis und versuchen sich Stück für Stück ein eigenes und besseres Leben ohne Percents zu erschaffen.
Gleich mehr zum Inhalt und der Haupthandlung.

Meine Meinung:
Der Dreh- und Angelpunkt ist das Chivvy, ein Fest, an dem die Percents Menschen jagen. Derjenige, dessen Mensch nicht gefasst wird, gewinnt und bekommt einen hohen Posten in ihrer Gesellschaft.
Hört sich merkwürdig und bizarr an? Ist es auch.

Joy (der Name bedeutet ironischerweise Freude, eigentlich sollte man sie Egoistisches Miststück nennen) lebt in einem der Clans. Sie ist irgendwie mit ihrem besten Freund zusammen, der der Sohn des Clananführers ist. Aus ihrer Sicht (Ich-Perspektive) und aus der Sicht des besten Freundes, Matthial (Persönliche Perspektive), wird die Geschichte erzählt.

Joy, die Freudige, hat mir keine Lesefreude bereiten können. Sie war mir so unglaublich unsympathisch, dass ich sie gehasst habe. Warum ich sie hasse? Weil sie berechenbar ist, weil sie alles tun würde, um jemanden zu manipullieren (Achtung Spoiler: Sie schläft mit einem Typen, obwohl sie mit Matthial was am Laufen hat, damit der Typ das tut was sie will.) Nachdem Neél und sie zusammenkommen, wie könnte es anders sein?, scheut sie nicht davor zurück auch ihn zu manipulieren und für ihre Zwecke auszunutzen.

Matthials Perspektive war saulangweilig. Puh. Mehr sage ich nicht dazu, denn das wäre langweilig.
Es reicht, zu sagen, dass er wie ein liebeskranker Welpe um Joy herumspringt und das, obwohl sie den auch nur benutzt und das nicht gerade verheimlicht. Der Junge ist total dumm und blickt nicht durch.

Neél, der Percent, muss Joy zu seinem Soldaten ausbilden, damit sie für ihn bei dem Chivvy mitmacht und gewinnt. Dabei verlieben sie sich ineinander. Während Neéls Gefühle so aufrichtig waren und seine kühle, beherrschte Art immer mehr weggebröselt ist, konnte ich richtig gut mit ihm mitfühlen. Er ist der einzige interessante Charakter im ganzen Buch und dabei wird ihm noch nicht einmal Erzählraum gelassen.

Das Love Interesst ist zum Teil sehr gut und zum Teil sehr schlecht. Wie gesagt, Neéls Gefühle und Motivationen sind gut ausgearbeitet, er verändert sich durch seine Liebe zu Joy. Dabei ist unsere Joy so umgänglich wie ein Klotz am Bein. Sie ist so liebenswert wie ein Stachelschwein und dennoch, verliebt er sich in sie. Warum? Nur weil sie Zeit miteinander verbringen? Ich konnte einfach nicht verstehen, was Neél an der Trantüte finden sollte.

Mit 528 Seiten ist das Buch ein dicker Schinken. Dabei hätte man gut bis zu 150 Seiten kürzen können, denn immer und immer wieder gibt es Wiederholungen. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht.
Neél trainiert Joy, sie streiten sich, Joy ist merkwürdig und sorgt sich um ihre Freunde und plant ihre Flucht. 
Jap, richtig, ich habe den Satz kopiert und hinzugefügt und das einige Male. So kam es mir auch beim Lesen des Buches vor, als würde ich ständig die selbe Szene lesen.

Die Schreibweise der Autorin ist toll. Sehr flüssig und angenehm zu lesen. Hier hat mich gestört, dass sie sich immer wieder in Beschreibungen verliert. Das verlängert natürlich auch unnötigerweise die Handlung.


In der Kürze liegt die Würze: 
Eine Dystopie, mit einer unüblichen Idee. Dennoch wendet sich das Blatt sehr schnell und alles läuft nach Schema F ab. Unliebsame Charaktere, langatmige Handlung, sich wiederholende Szenen. Die Dialoge sind nicht wirklich informativ, sodass man über mehrere Seiten dem Geschwafel der Charakter zuhören muss.

Bewertung:  
Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich mir sehr lange mit der Rezi Zeit gelassen. Das Schreiben einer Rezension setzt voraus, dass man sich erneut mit dem Gelesenen auseinander setzt und das wollte ich nicht. Ich habe die Nase voll von Dark Canopy und der merkwürdigen Welt davon. Nie wieder möchte ich so einer Protagonistin wie Joy begegnen. Das Buch war für mich wie ein Griff ins Klo. Das verseuchte Klo einer Raststätte, um explizit zu sein, daher ♥ Herzchen. Ganz bestimmt werde ich nicht den zweiten Band lesen. Ich weiß, wie es endet und finde das Ende lächerlich, das wäre reine Zeitverschwendung – nein, danke!

Autorin:
Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und zwei Hunden inmitten lauter Musik und vieler Bücher im Rheinland. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. (Quelle)

script5 © Fabian Stürtz
Titel: Dark Canopy
Autorin: Jennifer Benkau
Genre: YA Dystopie, Sci-Fi
Verlag: Script5
ISBN: 978-3-8390-0144-8
Hardcover: 528 Seiten, mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Duologie:
  1. Dark Canopy
  2. Dark Destiny
Für weitere Infos hierher klicken

Mittwoch, 9. April 2014

[Regalfutter] Eine Buch-Odyssee


"Wolltest du deinen SuB nicht abbauen?"
Ähm. Doch, ja. Merkt man das etwa nicht? :D

Herr Richter, ich bin unschuldig. Es waren die anderen und nicht ich!


Das erste Buch, Antoinette kehrt zurück, (eine tolle Graphic Novel und Rezi kommt die Tage) ist ein Lovelybooksbuch (booksbuch? Irgendetwas stimmt nicht mit mir). Die Gewinner wurden bekanntgegeben, dann irgendwann, erreicht mich eine PN. In dieser Privatennachricht steht, dass ich eine der Zusatzgewinnerinnen bin (oO so was gibt es?, dachte ich). Natürlich habe ich mich ultra-mega-super gefreut. Verständlich, oder?


Dann Die 5. Welle. Ein Reziexemplar, welches mir in Januar angeboten worden ist und nun halt da ist. Was soll ich da machen, außer Freudensprünge?


Eine weitere tolle Überraschung war So finster, so kalt, welches mir freundlicherweise zugeschickt worden ist. Als ich gelesen habe, worum es in dem Buch geht, musste ich mir erstmal den Sabber wegwischen (sorry, bin eklig). Hänsel und Gretel, verdammt noch mal! Ich liebe Märchen und ich liebe paranormal-horror-Zeug, also JA! das Buch scheint wie für mich geschrieben zu sein.


 Auge um Auge. Das Buch sieht so toll aus (trotz meiner Abneigung gegenüber Mädchengesichtern). Ich mag dieses soft aufgenommene Bild, welches irgendwie unwirklich und mysteriös erscheint … Auch die Inhaltsangabe hat es mir angetan. Es geht um Rache und Mädels, die sich rächen wollen und um ganz viel Drama (hoffe ich). Als Pretty little Liars / Gossip Girl Fan, musste ich mich dafür bewerben und BÄM ich hab gewonnen. Oh Freude!


 Und nun, die Odyssee, die mich regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat.
Irgendwann im Dezember 2013, noch bevor ich meinen Blog gestartet hatte, habe ich mir Daughter of Blood and Starlight bestellt gehabt. Es hieß, dass das Buch irgendwann im Januar bei mir sein würde. Alles klar, dachte ich. Bücher aus den Staaten brauchen immer eine Weile, no problem!
Auch im Februar war das Buch immer noch nicht da. Also habe ich den Leuten eine Mail in meinem besten und höflichsten Englisch geschrieben. Die Leute waren super-nett und meinten "Jo, geht klar, kriegst ein neues Buch!" und ich so "Juhu" und das Schicksal so "Nö."
Auch dieses Buch kam ums Verrecken nicht bei mir an.
Neue Email geschrieben, die Antwort: Auch dieses Buch ist wohl auf hoher See verschollen.
Und ich dann: Öhm.
Und die dann: Wir überweisen dir dein Geld zurück.
Und ich dann: Aber ich will mein Buch, verdammt! (Das Buch war mega-günstig und ich habe mich einfach schon so sehr darauf gefreut!)
Die Antwort: – 
 Applaus. Jedenfalls hat mir die liebe Sonja das Buch ja im Rahmen der Blogger Wichtel-Aktion geschenkt. Dann war ich wieder happy.
 DANN kommt die Post und ich sehe nur, dass die Verpackung ausländisch ist. Ich bin verwirrt und überrascht und hibbelig. Ich öffne das Paket und rauskullert Daughter of Smoke and Bone.
 ._________.
 Kein Kommentar.


 Das Ende der Odyssee ist noch lange nicht in Sicht.
Als nächstes das Problem mit den Schwarzen Juwelen.
Ich biete darauf und ersteigere es. Ich zahle umgehend per PayPal, die Verkäuferin meint: Das Buch ist schon abgeschickt.
3 Monate, eine Menge Ärger mit eBay und viele Nerven weniger später:
Die Verläuferin antwortet auf meine 100 Nachrichten. Ups, ich war verreist, hab wohl vergessen, dass ich das Buch noch nicht abgeschickt habe, sagt sie.
.________.
Kein Kommentar.

 
Buch-Odyssee 3 und die letzte Station auf unserer Reise.
Wieder ein Laini Taylor-Buch, dieses Mal Lips Touch.
Ähnliche Storry wie bei Blood and Starlight, nur dass das Buch, als es ankam in einer merkwürdigen Todes-Folie eingewickelt war.
Todes-Folie? Was ist das?, fragt ihr euch.
Kann ich verstehen, bis dato wusste ich auch nicht was das ist. Lasst mich erklären:

Def: Todes-Folie
1. Klebt am Buch, sodass die Entwerfnung sehr mühselig ist [Achtung: Buch kann einreißen, sehr vorsichtig entfernen]
2. Nach der Entfernung bleiben klebrige Rückstände zurück, die man mit den Nägeln mühsam abrubbeln muss
3. Die Folie klebt auch auf anderen Oberflächen, wie zB. auf Glasflächen oder Leder
4. Ein Beispiel wie man das Wort in einem Satz verwenden könnte:
Diese Drecks-Todes-Folie klebt an meinem Haar, Mamaaaa!
oder
Ich bekomme dich schon noch ab, du Scheiß-Todes-Folie und wenn es das Letzte ist, was ich tun werde!
oder
*in Tränen aufgelöst* Die Todes-Folie will nicht abgehen … *schluchz*

Es gab Verluste auf beiden Seiten, aber ich habe sie wegbekommen.

Das ist nun ein längerer Post geworden, als geplant war :)
Ich hoffe, ihr hattet dennoch euren Spaß an der Reise (Anspielung und Überleitung und so).



Samstag, 5. April 2014

[Monatsrückblick] + [SuB Update] Ich, fleißige Lesebiene!

 

Okay, das sieht jetzt viel mehr aus, als es sich angefühlt hat.
Jedenfalls, kann ich wohl sagen, dass der März lesetechnisch ein guter Monat war. 
Leider habe ich für die Rory Gilmore Challenge lediglich Othello lesen können, obwohl ich auch Macbeth lesen wollte …
Ab April werde ich wohl nicht ganz so viel lesen können, da die Uni wieder anfängt und ich eine neue Sprache lernen möchte (Persisch), aufgrund meines Doppelstudiums werde ich wohl auch so schon genug gestresst sein, also erhoffe ich mir nicht sehr viel.

 März: 
  1. Warm Bodies
  2. Das Lied von Eis und Feuer: Sturm der Schwerter
  3. Schnurr mir das Lied vom Tod
  4. Othello
  5. Shadow Falls Camp
  6. Will & Will
  7. Dark Queen *
  8. Sixteen Moons *
  9. About Ruby
  10. Oneiros
  11. Spurlos
  12. Das Leben ist ein listiger Kater
  13. Der Judaskuss
  14. Der Nachtelf
  15. Homeland
  16. Rot wie das Meer
  17. Clockwork Princess
  18. Die Verratenen
  19. Die Verschworenen
  20. Stolperherz
  21. Die Zuflucht
  22. Dark Canopy
  23. Percy Jackson: Der Fluch des Titanen
  24. Percy Jackson: Die Schlacht um das Labyrynth
  25. Perfect Girl (Manga)
  26. Perfect Girl (Manga)
  27. Perfect Girl (Manga)
  28. Blau ist eine warme Farbe (Graphic Novel)
  Lieblinge des Monats:
 Beide Percy-Bücher habe ich geliebt!

Es gab leider auch einige Flopps *

Die Sache mit dem SuB sieht momentan so aus:
Angefangen habe ich mit 76 
Aus der Bibliothek habe ich 4 Bücher ausgeliehen (Percy Jackson Band 3 & 4; Dark Canopy 1 & 2) Davon habe ich 3 Bücher gelesen (Dark Canopy 2 tu ich mir nicht an) (80-4=76)
Einige Rezi- und Gewinnbücher sind bei mir angekommen (76+4=80), aber andere Bücher habe ich auch gelesen (80-6=74)
Dann habe konnte ich mich bei einem Schnäppchen einfach nicht zurückhalten und ein anderes Buch, welches Teil einer Reihe ist und ich vor vier Monaten (!) bestellt habe, ist heute bei mir eingetrudelt (74+2=76)

Krass, oder? Ich habe ein Buch mehr, als ich eigentlich sollte und vom SuB ist auch nicht wirklich viel weggekommen, gerade weil ich in der Bibliothek war. Aber wenigstens ist mein SuB nicht noch größer geworden und hey, bis auf ein Schnäppchen habe ich mich tatsächlich zurückgehalten.
Ich weiß, noch ist es nicht lange mit dem Buchkaufverbot her, aber dennoch fühle ich mich gut, weil ich zumindest etwas selbstdisziplinierter geworden bin.

Freitag, 4. April 2014

[Buchrezension] Die Zuflucht von Ann Aguirre

 
Klappentext:
Ein atemberaubender Endzeitroman voller Abenteuer und großer Gefühle
Im Untergrund galt die junge Zwei als Erwachsene. Auf der Oberfläche – für die Menschen in der Zuflucht – ist sie jedoch nur eine Göre, die noch eine Menge lernen muss. Und auch ihr alter Jagdpartner Bleich hält Zwei auf Distanz. Verwirrt und einsam sucht sie nach einem Ausweg und schließt sich der Sommerpatrouille an, die die Menschen auf den Erntefeldern beschützen soll. Eigentlich ein Routinejob, doch die Freaks sind schlauer geworden. Sie beobachten, warten und planen. Und sie haben nicht vor, die Zuflucht zu verschonen.


Erster Satz:
Ich spürte kalten Stahl an meiner Kehle und wachte auf.

Eye-Candy: 
Dass das Mädchengesicht optisch ansprechend eingefasst ist, finde ich schön. Die Schmetterlinge, die Farben, das sieht alles toll aus. Nur verstehe ich nicht ganz, was das mit der Handlung zu tun hat. Das Cover des ersten Buches finde ich gelungener, denn darauf spiegelt sich die mysteriöse, düstere Atmosphäre wieder. Auch die englischen Cover passen sehr gut zu der Atmosphäre. 


Inhalt: 
Zwei und ihre Freune haben es in die sichere Zuflucht geschafft.Während die Jugendlichen im Untergrund als vollwertige Erwachsene angesehen wurden, werden sie nun bevormundet und nicht ernstgenommen. Tegan und Bleich haben scheinbar keine Probleme sich in ihre neue Umgebung zu integrieren, doch Zwei und Pirscher lehnen sich gegen die neuen Regeln auf und können sie nicht einfach akzeptieren.
Als eine Sommerpatrouille zur Bewachung von Pflanzern zusammengestellt wird, weiß Zwei, das ist ihre Chance! Ohne zu zögern schließt sie sich der Truppe an. Was sie nicht weiß: Die Freaks haben sich scheinbar weiterentwickelt und haben einen Plan ausgetüftelt um die Zuflucht zu zerstören …

Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, dass ich die "Enklave" gelesen habe. Dennoch habe ich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden. Die Schreibweise der Autorin ist wie im Band zuvor immer noch sehr flüssig und leicht verständlich. Obwohl sie Wiederholungen weitgehend vermeidet, hat sie dennoch hier und da Anmerkungen eingebaut, um dem Gedächtnis des Lesers auf die Sprünge zu helfen.


Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Zwei, der Protagonistin, erzählt. In diesem Buch ist sie ist im Vergleich zum ersten Band unerfahrener und naiver unterwegs. Das ist auch nachvollziehbar, schließlich hat sie ihre gewohnte Umgebung verlassen und ist einem neuen Kulturkreis beigetreten. Die Regeln, die hier herrschen und auch die Sprache, die die Bewohner benutzten, das ist ihr alles fremd. So weiß sie zum Beispiel nicht, dass man Frauen mit "Madam" anspricht und nicht mit "Sir". Oder sie weiß nicht was "Esoterik" und "knutschen" bedeuten. Für Zwei ist es, als würde sie eine neue Sprache lernen. Das wurde von der Autorin nicht nervig, sondern eher mitfühlend und zum Teil witzig erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

Einige Nebencharaktere aus dem ersten Buch tauchen auch im zweiten Band wieder auf.
Während Bleich im ersten Band einer meiner Sympathieträger war, hat mich hier oft aufgeregt. Das liegt zum einen daran, dass seine Charakterentwicklung in die komplett gegensätzliche Richtung stattgefunden hat. Bei Zwei sind da immer noch diese typischen Eigenschaften, die sie zu der Zwei machen, die man aus dem ersten Band kannte. Aber bei Bleich konnte ich sogut wie keine Übereinstimmung finden. Beinahe schon verkrampft versucht er sich der Gesellschaft anzupassen, wobei er sich immer mehr von Zwei entfernt … Tegan ist nun wieder genesen und möchte die Vergangenheit ruhen lassen. Und Pirscher hat immer noch Gefühle für Zwei. Hier hat er mir besser als Bleich gefallen, er ist immer noch er selbst und gleichzeitig hat er sich verändert. 
Einige andere und neue Nebencharaktere, wie Draufgänger, wurden zwar gut skizziert, aber leider wird ihnen nicht genug Raum eingeräumt, um dreidimensional zu wirken.

Im Gegensatz zum ersten Band ist das zweite Buch langsamer. Die Autorin versucht in diesem Band mehr zu erklären, wodurch die Spannung immer mehr einbüßt. Das geht so weit, dass an einigen Stellen die Handlung ziemlich zäh wirkt und man sich als Leser wünscht, dass etwas passiert. Auch die Atmosphäre des Settings hat etwas eingebüßt, sie ist weniger düster und ähnelt der einer typischen Dystopie.

Eine gute Idee ist die Weiterentwicklung der Freaks. Wenn man an diesem Punkt richtig angesetzt hätte, hätte es sehr viel spannender werden können.

In der Kürze liegt die Würze: 
Leider ein mittelmäßiger Mittelteil einer Trilogie (ähnlich wie bei "Die Verschworenen"). Eine Charakterentwicklung ist zwar zu beobachten, jedoch nur ganz schwach. An einigen Stellen hätte man ruhig kürzen können, um die Handlung etwas mehr zu straffen und ihr die Langatmigkeit zu nehmen.

Bewertung:  
Den Trend zu Duologien kann ich nachvollziehen. Warum eine Handlung über drei Bücher hinweg ausdehnen, wenn man es auch mit zwei etwas dickeren Büchern kann? Sehr viel was "Die Enklave" so besonders gemacht hat, hat mir hier gefehlt. Die Handlung plätschert immer mal wieder ruhig vor sich hin, dann kommt ein Knall an Spannung und schwupp plätschert sie weiter, daher  ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Autorin:
Ann Aguirre, geboren 1970, ist eine amerikanische Bestseller-Autorin mit einem Abschluss in Englischer Literatur. Bevor sie sich ganz der Schreiberei widmete, arbeitete sie als Clown, Buchhalterin, Synchronsprecherin und als Retterin von streunenden Kätzchen, wenn auch nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Sie schreibt vor allem Science-Fiction- und Fantasy-Romane und lebt mit ihrem Mann, Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Mexiko. (Quelle)

Mein Dank geht an den Blanvalet Verlag  für die großzügige Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 
Titel: Die Zuflucht
Originaltitel: Outpost
Autorin: Ann Aguirre
Genre: YA Dystopie
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-26835-1
Brochiert: 384 Seiten
Reihe: Razorland 
  1. Die Enklave (Enclave)
  2. Die Zufluch (Outpost)
  3. noch kein deutscher Titel bekannt (Horde)
  

   

Eine Leseprobe und weitere Infos hönnt ihr hier finden
 

Daughter of Ink and Paper Template by Ipietoon Cute Blog Design and Homestay Bukit Gambang