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Sonntag, 20. Dezember 2015

[Filmrezension] Margos Spuren

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Originaltitel: Paper Towns 

Regie: Jake Schreier 

Drehbuch: Scott Neustadter und Michael H. Weber nach dem Roman von John Green

Darsteller: Nat Wolff, Cara Delevingne, Austin Abrams, Justice Smith, Halston Sage

Verleih: Fox Deutschland

Länge: 109 Minuten

FSK: Ab 6 Jahren

Start: 30. Juli 2015


Dienstag, 11. März 2014

[Buchrezension] Will & Will von John Green und David Levithan

 

Klappentext:
Zweimal Will, zweimal Liebe: Zwei Siebzehnjährige namens Will Grayson, deren Leben sich seit Längerem im Kreis dreht, treffen in einer kalten Nacht in Chicago durch Zufall aufeinander. Und plötzlich gerät alles in Bewegung... 
Zwei der renommiertesten Jugendbuchautoren vereint in einem großartigen gemeinsamen Projekt: Der New York Times-Bestseller, der in die Top Ten der romantischsten Bücher des Jahres kam! 
"Ein Roman, der die Leser lachen, weinen und aus vollem Halse singen machen wird - und das gleichzeitig!" Kirkus Review

Erster Satz:
Als ich klein war, hat mein Vater immer zu mir gesagt: „Will, du kannst dir deine Freunde aussuchen und du kannst dir in der Nase bohren, aber in den Nasen deiner Freunde hat dein Finger nichts zu suchen.“


Eye-Candy: 
Als Cover gibt es so viele bessere Allternativen, als dieses hier! Wir sehen weiße Chucks (von denen nie die Rede ist, nur um es mal zu sagen), irgendjemand balanciert auf einem Hochseil, im Hintergrund haben wir den Himmel. 
Total metaphorisch! Boah, so tiefsinnig, da beide Jungs Probleme haben und ihr Leben ein Balanceakt ist!, möchten die Verleger, dass wir sagen oder denken. Stattdessen runzele ich nur die Stirn und seufzte entnervt, genau so wie ich auch über den Klappentext seufzen musste, nachdem ich das Buch gelesen habe. Dazu später mehr.
Mir gefällt die englische Taschenbuchausgabe viel mehr. Hier weißt man dezent darauf, dass beide Wills verschieden sind und irgendwie auch gleich. Was gibt es besseres, als den Fingerabdruck, um die Individualität zu zeigen? 
Beim englischen Hardcover sehen wir die Lichter einer Bühne. Huch, was hat es denn damit auf sich?, fragt man sich. Der beste (und schwule) Freund des hetero Wills plant ein Musical, was zur Nebenhandlung gehört. Stellt sich die Frage, warum man ein Verweis auf die Nebenhandlung auf dem Buchcover haben muss...

Inhalt: 
Es ist knifflig den Inhalt des Buches wiederzugeben, ohne einen Teil der Handlung zu spoilern. Dennoch werde ich es versuchen. 
Wie der Titel anmuten lässt geht es um zwei verschiedene Will Graysons, die vom Schicksal zusammengeführt werden. Der eine ist schwul und der andere ist hetero. Beide haben prägnannte Probleme, die anders sind als die Probleme "normaler" Jugendlichen. 
Als beide in einem Prono/Sexshop aufeinander treffen, ändert sich ihr Leben. 

Meine Meinung:
Zuerst: Vertraut nicht dem Klappentext.  
In diesem Buch geht es nicht voranging um die Liebe und das Buch ist alles andere als romantisch.
Es ist süß und knuffig und niedlich und witzig. Aber romantisch ist es nicht. 

Das Buch wird jeweils von der Ich-Perspektive des hetero Will Graysons und der des homosexuellen Will Graysons erzählt. Dass die beiden sich pro Kapitel abwechseln erkennt man an der Rechtschreibung (unter anderem). Der schwule Will G. benutzt nämlich keine Großschreibung, er schreibt alles klein. Ja, auch nach einem Punkt schreibt er klein, was mich regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat.

Toll ist es, dass beide Will wirklich verschieden sind. Man hat nicht das Gefühl einen Abklatsch des anderen Will G.s vor sich zu haben. 
Beide Jungs sind sehr witzig, aber da ich bereits Bücher von John Green und David Levithan kenne, wusste ich, dass ihre Charaktere sicher unterhaltsam sein würden. 

Der schwule Will ist minimal interessanter, da er tiefgehende psychologische Probleme hat. Es hat Spaß gemacht ihn dabei zu beobachten, wie er mit seinen Ängsten kämpft und sich ihnen stellt. Seine innere Entwicklung ist enorm gegen Ende des Buches. Jedoch ist er einer der Charaktere, die immer einen Schubs brauchen, damit sie in die Gänge kommen. An einigen Stellen, hat er so lange einen inneren Monolog geführt, bis der Schubs in Form eines Nebencharakters endlich kam. Dadurch hat das Buch einige Längen, doch werden diese Längen gebraucht, damit der Charakter sich entwickeln kann. 
Eine durchaus paradoxe Situation. Es lohnt sich nicht vorschnell aufzugeben und dranzubleiben. Manche Leser haben es eh lieber, wenn etwas mehr erklärt und gezeigt wird (ich gehöre nicht dazu).

Der hetero Will hat auch Probleme, doch sind seine Probleme nicht komplett nachvollziehbar. Er kommt aus einer guten Familie, hat Freunde, hat gute Noten und dennoch stellt er sich teilweise echt dumm an. Dieser Will steht sich selber im Weg und bis er das kappiert hat und sich endlich weiterentwickelt, habe ich schier einen Nervenzusammenbruch erlitten. Doch da John Greens Charaktere immer sehr lustig sind, macht es einem weniger etwas aus, wenn sie sich dümmlich anstellen. 
Schade finde ich, dass dieser Will nach etwa der Hälfte des Buches immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird. Dabei wird ein Nebencharakter immer mehr zum Mittelpunkt...

... dieser Nebencharater ist Tiny, der schwule beste Freund des hetero Wills. Ich mochte Tiny, mit seinen Sprüchen lockert er brenzlige Situationen schnell auf, hilft den Wills, wenn sie einen (oder mehrere) Schubser brauchen. Er ist der Fixpunkt im Leben beider Jungen und an sich ist es ok, dass er eine so große Rolle im Buch inne hat. Jedoch sollte das Buch dann nicht Will & Will (oder Will Grayson, Will Grayson) heißen, sondern Will & Will UND Tiny.

Was das Love Interesst angeht, bin ich maßlos enttäuscht. Wahrscheinlich weil ich weiß, dass beide Autoren mich aus den Socken hauen können (siehe "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und "Nick und Norah"). Aber in diesem Buch, war keine der beiden Liebesgeschichten gut umgesetzt. Ich mag zwar die Charaktere, aber der Funken zwischen den Charakteren ist nicht auf mich übergesprungen. 

Enttäuschend ist auch die Relation in der beide Wills zueinander stehen. Beide treffen ungefähr nach 100 Seiten aufeinander und dieses Aufeinandertreffen ist so witzig! Dann gehen sie wieder beide ihrer Wege und was passiert dann? Sie leben einfach ihr eigenes Leben weiter! 
Es heißt doch, dass das Leben der beiden sich gegenseitig verändert und bla bla bla. Aber das tut es nicht. Erst gegen Ende treffen sie wieder aufeinander und das nur ganz kurz. Die entscheidende Verbindung zwischen dem einen Will und dem anderen Will ist nicht existent! Es gibt hier so tolle Ansätze! Es ist eine Schande, dass man sie nicht nutzt.

Das Ende lässt mich hin- und hergerissen zurück. Es versucht tiefsinnig zu sein, dabei bräuchte es das gar nicht, da die Message der Geschichte tiefsinnig genug ist. Das Ende ist gut, es hat mir gefallen, es hat die wichtigsten Fragen beantwortet und ist kein komplett abgeschlossenes Ende. 
ABER es hinterlässt kein "Mind-Fuck"-Gefühl wie Looking for Alaska.
Es hinterlässt kein "Was-soll-ich-nun-mit-meinem-Leben-anfangen?"-Gefühl wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter. 
Und es hinterlässt auch kein "Boah-wie-süß-ich-möchte-das-auch"-Gefühl wie Nick und Norah
Ich weiß schon, das ist ein eigenständiges Buch. Dennoch fehlt ihm das entscheidende "John Green" / "David Levithan" Feeling. Und wenn man das Buch mit den Büchern vergleicht, die man so abgöttisch liebt, dann stinkt es beinahe schon ab.

In der Kürze liegt die Würze: 
Tolle flüssige Schreibweise, obwohl bei Levithan mir die Schreibweise bis zum Ende zu schaffen gemacht hat. Das Buch lebt von den bunten Charakteren und dem Witz der Dialoge, aber nicht von der Spannung. Wer Spannung erwartet ist hier falsch. Einige kitschige Szenen und Längen gibt es durchaus, die sind jedoch noch unter der Schmerzgrenze.

Bewertung:  
Ich hasse mich, wenn ich sage, dass meine Erwartungen zu hoch waren. Doch das waren sie. Ich dachte mich erwartet eine Art Molotow Coctail der literarischen Hochgenüsse, da zwei meiner absoluten Lieblingsautoren gemeinsam ein Buch geschrieben haben. Dem war leider nicht so.
Ich habe durch das ganze Buch hindurch gelacht, ich hatte Spaß, doch das Entscheidende hat gefehlt. Meine Bewertung liest sich schlechter als sie eigentlich ist. Schließlich habe ich das Buch an einem Stück durchgelesen, obwohl es mich nicht 100%ig überzeugen konnte... Daher "nur" ♥ ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Autoren: 
Corine-Preisträger John Green schrieb die preisgekrönten Bestseller »Eine wie Alaska« und »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. David Levithan ist der Autor des Bestsellers »Nick & Norah«, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. »Will & Will«, der erste gemeinsame Roman der beiden, stand auf der New York Times-Bestsellerliste und wurde unter die Top Ten der romantischsten Bücher des Jahres gewählt. (Quelle
David Levithan wurde NICHT in Frankreich oder Milwaukee geboren, hat weder in Harvard noch in Oxford studiert, und er lebt auch nicht in Manhattan, sondern auf der anderen Seite des Hudson River, in New Jersey. Gemeinsam mit Rachel Cohn hat er u.a. "Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht" und "Naomi & Ely - Die Freundschaft, die Liebe und alles dazwischen"geschrieben. Sein preisgekrönter Roman "Noahs Kuss... und plötzlich ist alles anders" hat in den USA mittlerweile Kultstatus.(Quelle)
© Tom Koene/Agentur Weniger
Titel: Will & Will
Originaltitel: Will Grayson, Will Grayson
AutorIn: John Green und David Levithan
Genre: YA Contemporary
Verlag: cbt 
ISBN: 978-3-570-16103-6
Gebunden: mit Schutzumschlag, 384 Seiten

Weitere Informationen und Leseprobe bekommt ihr hier

Donnerstag, 2. Januar 2014

[Buchrezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green


Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Originaltitel: The Fault In Our Stars
Autoren: John Green
Genre: Krebsbuch (nein, da Krebsbücher doof sind), Jugendbuch
Verlag: Hanser
ISBN: 978-3-446-24009-4
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten

Erster Satz:
Im Winter meines siebzehnten Lebensjahrs kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder das selbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Ueit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken. 

Das Auge isst mit: 
Das Cover ist sehr gut gewählt. Ich bin froh, dass keine Personen abgebildet sind, sondern ein Nachthimmel mit vielen kleinen Sternen auf blauem, ins Dunkle übergenden Hintergrund, über einer Skyline. Die Skyline scheint für mich von zwei verschiedenen Städten zu sein, die zusammengeführt worden sind, das ist sehr interessant und schon vor dem Lesen frage ich mich schon, was es wohl damit auf sich hat (während des Lesens wird einem klar, was es damit auf sich hat).
Dass der Verlag Sterne gewählt hat, ist wahrscheinlich eine Anspielung auf den Orginaltitel (die Sterne spielen in Das Schicksal ist ein mieser Verräter allgemein ein immer wiederkehrendes Motiv).


Orginal vs. Übersetzung: 
Der Orginaltitel von Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist einer Zeile aus Shakespeares Drama
Julius Cäsar angelehnt. Dort heißt es: „The fault, dear Brutus, is not in our stars,/But in ourselves, that we are underlings.“
Cassius
Cassius

Cassius, der Kumpel von Brutus, erinnert Brutus daran, dass alle Menschen als Gleichwärtige auf die Welt kommen und dass Cäsar kein Gott ist und man ihn somit davon abhalten kann, sich Rom zu unterwerfen.
Auf einer anderen Ebene kann man dieses Zitat so verstehen, dass das Schicksal nicht die treibende Kraft ist, die den Menschen dazu bringt irgendwelche Entscheidungen oder Handlungen auszuführen. Das Schicksal würde eher das menschliche Befinden / die menschliche Verfassung / die Menschenrechtslage bestimmen. Das wiederum bedeutet, dass wir uns selber Grenzen oder sogar Fesseln anlegen, obwohl es keine Grenzen oder Fesseln gibt.
John Green, der Autor selbst also, sagt hier in diesem Video von den vlogbrothers, wie er auf diesen Titel gekommen ist.
(Übrigens solltet ihr euch den YouTube-Kanal von John Green und seinem Bruder mal ansehen. Super witzig, aufklärend und einfach unterhaltend. Falls ihr dazu noch etwas lernen wollt, könnt ihr euch auch crashcourse von den beiden ansehen.)
Der deutsche Titel ist zwar auch gut, aber meiner Meinung nach nicht so bedeutungsschwer in so vielen verschiedenen Ebenen, wie der Originaltitel. Ich verstehe, dass die Übersetzung der Zeilen ins Deutsche sich wohl eher nicht als Buchtitel eignen, aber dennoch finde ich den englischen Titel einfach besser.
(Auch im Buch wird von einem Charakter auf diesen Satz eingegangen).
Covertechnisch finde ich die deutsche Version besser, da hier die Sterne, die beiden Städte und auch die Farben einfach so viel von vornerein erzählen, ohne dass man auch nur einen Satz gelesen hat.
Dass die deutschen Cover besser sind, als die englischen kommt meiner Meinung nach nicht so oft vor, aber bei Das Schicksal ist ein mieser Verräter, hat der Hanser Verlag alles richtig, wenn nicht sogar besser gemacht.

Inhalt:
Es geht um Hazel Grace, eine Krebskranke, deren Krebs in ihren Lungen sitzt und ihr das Atmen erschwert, manchmal sogar unmöglich macht. Hazel gibt dem Drängeln ihrer Mutter nach und besucht wöchentlich eine Krebsselbsthilfegruppe. Sie selbst hält nichts davon, bis sie eines tages den gutaussehenden und sehr charmanten Augustus Waters kennenlernt, der der beste Kumpel vom Isaac ist. Sofort sind Hazel Grace und Augustus Waters auf der selben Wellenline, jedoch wehrt sich Hazel gegen die Annhäherungsversuche, die Ausustus macht, da sie noch krank ist und er nicht. Sie sieht sich selbst als eine "tickende Zeitbombe" und möchte ihn nicht verletzten, wenn sie sich inneinander verlieben und sie vor ihm stirbt.
Hazels Widerstand zerbröckelt Stück für Stück und endlich kommen sie sich näher, jedoch ist Krebs eine tückische Krankheit und man weiß nie wann sie zuschlägt...

Meine Meinung:
Warnung1: Dieses Rezession könnte sehr emotional und etwas wirr werden. Jedoch bin ich von jeglicher Schuld freigesprochen, da dieses Buch und der Autor mich in diese emotionale Disbalance gebracht haben.
Warnung2: Der falsche Gebrauch des Wortes "buchstäblich" muss so oft wie möglich in dieser Rezession verwendet werden, da es eine Metapher ist. Diese Metapher ist ein Insider, jedem der das Buch gelesen hat oder lesen wird, wird klar, warum ich das tue, was ich tue. 

Vom ersten Satz bis zum letzten Satz haben mich buchstäblich die Geschichte und Charaktere nicht losgelassen.
Die Charaktere sehe ich buchstäblich immer noch vor mir und ich habe das leise Gefühl, dass sie zu den Charakteren gehören, die auch außerhalb ihrer Gesschichte weiterleben, im Herzen der Leser (womit die unendliche Lebensspanne des Lesers angenommen werden würde, was nach Hazel nicht stimmt).

Hazel Grace ist eine meiner neuen Lieblingsprotagonistinnen.
Das Buch ist aus ihrer Perspektive geschrieben und schon vom ersten Satz an, habe ich sie geliebt. Ihre sarkastischen Bemerkungen über ihre Krankheit, ihr Überlebenswillen, wie sie mit ihrer eigenen Situation umgeht...Sie weiß, dass sie höchstwahrscheinlich nicht lange leben wird, dennoch ist sie hoffnungsvoll und gleichzeitig ängstlich, sie liebt ihre Familie, sorgt sich um sie, da sie fürchtet, dass ihre Familie mit ihrem Verlust nicht zurechtkommen wird.
Hazel ist sehr intelligent, sie redet anders als die meisten anderen Teenager, sie ist buchstäblich ein "College-Chick", wie Augustus sie nennt. Dabei wirkt sie nicht besserwisserisch, sondern authentisch.
Übrigens wird viel mit Klammern im Buch gearbeitet, Hazel benutzt sie sehr gerne und ich benutze sie auch sehr gerne (hihi), daher ist sie quasi meine fiktive Seelenschwester.

Augustus Waters (Gus).
Ich muss mich sammeln, bevor ich über ihn schreiben kann.
Er ist nicht perfekt und doch ist er für Hazel perfekt. Die beiden haben ein solches Draht zueinander, dass sie für Ausenstehende verrückt wirken müssen, in der Art wie sie reden, jedocht sehen alle, dass ihre Liebe wirklich ist.
Gus ist ein orgineller Charakter, anfangs wirkt er wie der typische sarkastische, heiße, witzige, Typ.
Jedoch wird dem Leser immer mehr klar, dass er buchstäblich das Herz am rechten Fleck hat (und dass er sich gerne über den falschen Gebrauch von buchstäblich lustig macht).
Er weiß, dass Hazel sich gegen seine Annäherungsversuche wehrt, da sie ihm nicht wehtun möchte, wohlwissend, dass sie ihn nur schützen möchte, da er etwas ähnliches bereits durchgemacht hat...

Auch Isaac und die Familien von Gus und Hazel und alle Nebencharaktere, sie alle sprühen nur von Leben. Es ist unmöglich sie nicht lieb zu gewinnen, es ist unmöglich ihnen nicht beistehen zu wollen, es ist unmöglich nicht mit ihnen zu lachen und zu weinen...

(Am liebsten würde ich euch mein buchstäbliches Herz ausschütten, aber das geht nicht, da ich nicht spoilern möchte.)

John Greens Schreibstil ist unverwechselbar leicht. Er schreibt ohne großes Tarra, mit einfachen Sätzen, die eine große Wirkung auf den Leser haben. Er schafft es auf den wenigen 288 Seiten eine große Liebesgeschichte und ein aufwühlendes Familiendrama zu erzählen. Anfangs habe ich mich gefragt, ob diese 288 Seiten mir reichen werden, ob sie mich zufrieden stellen, ob alle meine Fragen beantwortet werden.
Die Antwort lautet: NEIN WERDEN SIE NICHT und gleichzeit WERDEN SIE DOCH
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bringt einen zum Lachen, nur um den Leser in der nächsten Zeile zum Weinen zu bringen (dies wird auch umgekehrt angewandt, also stellt euch auf eine emotionale Achterbahn ein).
Aber da das Leben keine Wunschfabrik ist, wie Hazel und Gus so vortrefflich immer wieder betonen, verstehe ich, wie das Buch enden musste. Ich wusste schon ab der Hälfte des Buches, wie es enden würde, da John Green (übrigens einer meiner Lieblingsautoren, falls das noch nicht klar war) genügend Hinweise verstreut hat, die dem aufmerksamen Leser nicht entgehen.
Und hier fängt mein innerliches Paradoxon an. Ich möchte nicht, dass das Buch so aufhört. Aber genau so und nicht anders muss es aufhören, da es sonst an Authentizität verliert.
(Das gleiche Problem haben auch Gus und Hazel im Buch mit einem anderen Buch, ihr seht: Das Genie des John Greens schlägt zu!)

Ich habe das Buch innerhalb eines tages durchgelesen, sodass ich heute morgen um zehn vor sechs Uhr fertig damit war. Mr. Green, sie rauben mir buchstäblich den Schlaf!

In der Kürze liegt die Würze:
LEST DAS BUCH LEST ES EINFACH WEHRT EUCH NICHT DAGEGEN UND TUT ES!


Bewertung: 
Unnötig zu erwähnen, dass ich keine Bewertungsskala für Das Schicksal ist ein mieser Verräter habe, da es jede Bewertungsskala sprengt, da es einfach zu gut und zu perfekt und zu toll ist für dieses Universum, in dem wir leben.




The answer is always John Green, würde ich sagen. Dieser Mann enttäuscht einen einfach nie mit seinen Büchern.
Aber Pizza geht auch immer, daher verabschiede ich mich mit diesen weisen Worten von euch und schiebe eine Tiefkühlpizza in den Ofen, (um die Lücke in mir zu füllen, die Das Schicksal ist ein mieser Verräter in mir hinterlassen hat).

Freundliche Grüße,
eure Carly.


 

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