Montag, 20. Januar 2014

[Buchrezension] Mein Herz zwischen den Zeilen von Jodi Picoult & Samantha van Leer



Klappentext: 
»Hilf mir« - Deliah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell stellen die beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen muss, sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah, die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und Deliah: Die hat sich längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt. Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden? 

Zusammen mit ihrer Tochter Samantha hat die bekannte Bestseller-Autorin Jodi Picoult einen Liebesroman geschrieben - mitreißend, märchenhaft, unwiderstehlich!

Erster Satz: 
Es war einmal in einem fernen Land, da lebten ein tapferer König und eine wunderschöne Königin, die liebten einander so sehr, dass die Menschen - wohin sie auch kamen - alles stehen und liegen ließen, nur um sie vorbeischreiten zu sehen.

Das Auge isst mit: 
Das Buch ist von der Aufmachung her einfach super, das kann man nicht leugnen. Das deutsche Cover passt einfach perfekt zur Handlung. Die getrennte Welt von Delilah und Oliver wird sehr schön symbolisiert. Und auch die kleinen Illustrationen sollten beachtet werden, die schon aus der dunklen Buchstabenwolke (oder was auch immer es ist) herausblitzen. Aber das ist nicht alles, die mit sehr viel Liebe gestalteten Illustrationen, ob die großen, die am Anfang der Märchenabschnitte vorkommen oder die kleinen, die immer wieder im "normalen" Text vorkommen, die farbige Schrift und die goldenen Ornamente, die Teile des "Märchens" im Buch einleiten... alles an dieser Aufmachung ist schön.

Inhalt: 
Der Klappentext sagt da wirklich alles, was man wissen muss, ohne dass gespoilert wird.

Meine Meinung:
Zum ersten Mal habe ich von dem Buch gehört, als mir eine Leseprobe davon in die Hände fiel.
Von Anfang an war ich von der Idee begeistert! Es gab schon einige Ideen, die in diese Richtung gingen (siehe Tintenherz), jedoch waren sie etwas anders umgesetzt und die Handlung war doch eine andere. Also dachte ich: Oh mein Gott, das wird der Hammer! Schließlich habe ich schon andere gute Bücher von Jodi Picoult gelesen.
Und teilweise ist dieses Buch wirklich der Hammer. Es ist witzig und süß und wunderhübsch.

Das Buch wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt.
Einmal ist da Delilah, die auf Märchen steht und Olivers Märchenbuch findet und davon einfach nicht mehr loskommt. Ihre Kapitel sind in einer violetten Schrift verfasst.
Dann ist da Oliver, der Märchenprinz, der gelangweilt von seinem Happy End ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als aus dieser Geschichte auszubrechen. Seine Kapitel sind in einer schwarzen Schrift verfasst. Und Delilahs und Olivers Kapitel sind in der Ich-Perspektive geschrieben.
Dann sind da die Märchenteile, die mit Illustrationen eingeführt werden und aus der dritten Erzählperspektive erzählt werden, die für Märchen ja üblich ist. 

Mir persönlich hat das nichts ausgemacht, ich "springe" gerne von Perspektive zu Perspektive. Jedoch wurde das Märchen nicht mit so viel Charme erzählt, wie ich es gerne hätte. Es war kein typisches Märchen, aber auch kein total individuelles... Also irgendwie bin ich hier etwas ratlos, weil moderne Märchenerzähltechniken mit traditionellen aufeinander treffen und dies nicht so elegant gelöst wird.

Von den beiden Protagonisten war ich nicht hundert Prozent überzeugt. Obwohl ich sagen kann, dass Oliver mir sympathischer war als Delilah.
Delilah, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen lebt, flüchtet gerne in die Märchenwelt. Sie ist eine Außenseiterin, hat eine punkige Beste Freundin und alle auf der Schule hassen sie, da sie die super Cheerleaderin einige Male versehentlich verletzt hat.
Und das war es auch schon. Sie flennt ziemlich oft, hat sich ziemlich schnell in Oliver verliebt und wiedersetzt sich ihrer Mutter, da sie gerne mit einem Märchenbuch spricht (besser gesagt mit Oliver, aber das weiß die Mutter ja nicht).
Oliver hat weitaus mehr Ecken und Kannten. Er sieht gut aus, weiß das auch und nutzt dieses Aussehen an einigen Stellen auch aus, aber eingebildet ist er nicht. Er hat immer einen witzigen Spruch auf Lager und versucht auch außer sich, anderen zu helfen. Seine Besorgnis um Delilah fand ich sehr süß, manchmal handelte er zwar egoistisch, aber das würde wohl jeder machen (und es dann bereuen und dann richtig stellen).

In der Kürze liegt die Würze: 
Die Gestaltung ist wirklich ein Traum.
Der Schreibstil von Jodi Picoult sticht immer wieder heraus, leider auch der von ihrer Tochter.
Es ist klasse, dass Mutter und Tochter zusammen an einem Buch geschrieben haben und für eine Jugendliche schreibt die Tochter sicherlich sehr gut. Neben dem Schreibstil der Mutter, fällt es leider auf und es entsteht kein einheitlicher Stil, was den Lesefluss an einigen Stellen hemmt.
Nichts desto Trotz, einfache Sätze, eine süße Liebesgeschichte, liebenswerte Nebencharaktere und eine leichte Kost, für Zwischendurch.
Habe ich schon gesagt, dass die Gestaltung ein wirklicher Traum ist? ;)

Bewertung:  
Das Lesen war für mich wie eine Achterbahn zu fahren. Nein, keine emotionale Achterbahn, sondern eine literarische Achterbahn. Erst startet das Buch, es gewinnt an Tempo und man jauchzt und freut sich, weil es so wunderbar ist, dann geht es höher und höher und BÄM sackt es ab und wird langsamer und öde, dann wieder eine schnelle Biegung, und so weiter und so fort.
Das Buch ist nur  288 Seiten lang, ich wünschte es wäre länger, da einige Dinge für mich noch nicht klar genug sind... Zumal mich das Ende einfach nur augenrollend zurückgelassen hat (für mich zu kindisch), kann ich leider nur ♥ ♥ ♥ Herzchen geben.

Titel: Mein Herz zwischen den Zeilen
Originaltitel: Between the Lines
Autoren: Jodi Picoult & Smantha van Leer
Themen: Liebe, Freundschaft (kaum), Märchen, das persönliche Happy End
Verlag: Bastei Lübbe/ Boje
Gebunden: 288 Seiten 
ISBN: 978-3414823656

Samstag, 18. Januar 2014

Ein silberner Streifen am Horizont...


Wie absolut bombastisch sieht bitte das zweite Buch von der Träume aus? 



Aber bitte ganz schnell! 
Ich will nicht bis zum 26. Juni 2014 warten müssen, verdammt! 

Tja, da das Leben leider kein Wunschkonzert ist, versuche ich stark zu sein und gehe nun an meinen luziden Träumen arbeiten. 
(Für alle, die nicht das erste Buch der Träume gelesen haben: Ich gehe schlafen.) 

Gute Nacht. 


Donnerstag, 16. Januar 2014

[Buchrezension] Elfengrab von Ulrike Bliefert

Klappentext: Sina ist neu im Internat und während sie noch versucht herauszufinden, wer Zicke und wer Freundin ist, stirbt eines der Mädchen, angeblich an Magersucht. Sina fühlt sich mitschuldig, denn sie konnte Lilli nicht leiden, aber dann findet sie Lillis Tagebuch mit erschütternden Informationen. Und in Sina keimt ein furchtbarer Verdacht auf. Wovor hatte Lilli Angst?

Erster Satz:
"Tjaaa... Gesinam Sie sind also heute zum zweiten Mal bei mir, obwohl wir uns doch einig waren..."

Das Auge isst mit: 
Die Arena-Thriller sind meistens sehr schön anzusehen, auch hier ist dies der Fall. Es gefällt mir, dass der Schmetterling in zwei Teile geteilt sind, das ist symbolisch mehr als passend zur Handlung. Und auch der Titel ist gut und passend gewählt, gefällt mir alles sehr gut.

Inhalt: 
Sina ist ein rebellischer Teenager, sie kommt mit der neuen Frau ihres Vaters nicht klar und versucht möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als sie immer mehr auf die "schiefe Bahn" gerät, entscheiden ihre Eltern, dass sie auf ein Internat soll, damit ihr Verhalten sich bessert und sie von ihrem gewohnten (schlecht beeinflussenden) Umwelt loskommt.
Am Anfang ist Sina gegen die neue Schule, sie hat sehr viele Vorurteile, doch schnell wird klar, dass die Schüler auf dem Internat doch nicht so doof sind, wie gedacht. Da wäre zum Beispiel ein bestimmter Till, der "indianerglattes" Haar hat und sonst auch ziemlich schnuckelig ist...
Eines Tages erfahren die Schüler, dass ihre Mitschülerin Lili (die als Elfe bezeichnet wird) gestorben ist. Niemand weiß so recht was passiert ist. Jedoch hat Sina eine schreckliche Ahnung, diese Ahnung wird sogar noch bestärkt, als sie Lilis Tagebuch findet, in dem Lili schildert, dass sie Angst hat und dass jemand sie umbringen will...
Zusammen mit ihren Freunden, möchte Sina Lilis Mörder finden.

Meine Meinung:  
Elfengrab ist nicht mein erster Arena-Thriller und auch von der Autorin habe ich schon Lügenengel gelesen. Lügenengel liegt schon einige Jahre zurück, aber ich weiß noch, dass ich es super spannend fand, was ich von Elfengrab leider nicht sagen kann.

Sina ist fünfzehn und benimmt sich sehr, sehr bockig. Und das scheinbar ohne Grund, schließlich haben sich ihre Eltern im Guten getrennt und sind sogar noch Freunde. An einigen Stellen sagt sie auch, dass sie sich für ihre Mutter freut, warum also der Hass gegenüber der freundlichen neuen Ehefrau des Vaters?
Okay, mag sein, dass es ein schwieriges Alter ist. Aber sobald sie auf dem Internat ist, BÄM und schon mag sie ihre neue Situation. Anfangs noch etwas halbherzig, dann plötzlich ein beliebtes Mädchen, mag ihre Stiefmutter doch plötzlich, mag Lili und Vivi plötzlich (zuvor hat sie beide nicht gemocht, ohne ersichtlichen Grund).
Die Charakterentwicklung ist für mich einfach viel zu schnell vorangegangen und das Teenager Gehabe habe ich nicht nachvollziehen können, alles schien viel zu oberflächlich...

Das selbe geht auch um die "Liebesbeziehung" bzw. um die, wie soll ich's nennen, "Mini-Möchtegern-Dreiecksbeziehung".

Und genau das selbe geht für die so genannten Twists, die in diesem Genre ja eigentlich Gang und Gebe sind. Die Autorin versucht den Leser auf eine falsche Spur zu bringen, hab ich eigentlich nichts dagegen, aber das macht sie auf so plumpe Art und Weise, dass ich am liebsten einfach schreien würde. Relativ am Anfang wusste ich schon wie alles sich auflösen würde und das war einfach nur langweilig.

Im Grunde hatte ich keinen Ansporn um mich von Kapitel zu Kapitel zu hangeln, da die Handlung der Geschichte schon tausendmal von anderen Autoren erzählt wurde (mal besser, mal schlechter). Es gab eigentlich nichts, was dem Buch Individualität verliehen hätte.
Nichts.

In der Kürze liegt die Würze: 
Platte psychologische Aspekte, klischeehafte Charaktere, klumpige Spannung (ja klumpig, da sie nie fließt, wenn ihr wisst, was ich meine).
Ein Thriller für Jüngere, die nicht viel von der Sorte gelesen haben. Für ältere Lesehasen, eher langweilig, achtung: Aggressions-Gefahr.

Bewertung: 
Auf Grund all dessen, kann ich leider nur  ein ♥ Herzchen vergeben. Ich war oft genug kurz davor das Buch gegen die Wand zu schleudern und bin froh, dass diese Qual vorbei ist.

Titel: Elfengrab
Originaltitel:
Autoren:Ulrike Bliefer
Themen: Mord, Selbstmord, erste Liebe, Freundschaft, Familie
Verlag: Arena
ISBN: 3-401-50215-8
Taschenbuch: 272 Seiten

Montag, 13. Januar 2014

[Regalfutter] SuB, neue Bücher im Regal


Neue Bücherrr ♥ ♥ ♥ 

Und es kommen noch weitere dazu, ich warte schon sehnsüchtig auf den Postmenschen.


Freitag, 10. Januar 2014

[Buchrezension] Plötzlich blond von Meg Cabot



Titel: Plötzlich blond
Originaltitel: Airhead 1
Autoren: Meg Cabot
Themen: Liebe, Freundschaft, Familie
Verlag: cbj (26. Januar 2010)
ISBN: 978-3570135341
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Erster Satz:
"Emerson Watts?"

Das Auge isst mit:  
Das deutsche Cover finde ich schrecklich. Es sieht einfach nur unpassend aus (was soll das mit dem blonden Mädchen, das über die Schulter schaut? Soll das etwa Nikki sein? Nein, nein, nein).
Da ist mir das amerikanische sehr viel lieber. Das passt nämlich zur Handlung und sieht gut aus (beim deutschen Cover ist dies leider bei beidem nicht der Fall).



Inhalt: 
Es geht um die sechzehn- / siebzehnjährige  Emerson Watts, die von ihren Mitschülern und ihrer jüngeren Schwester als Freak bezeichnet wird. Das hat den Grund, dass sie in die Norm ihrer Gleichaltrigen nicht hinein passt, aber das interessiert sie nicht. Sie spielt viel lieber Fantasy-Rollenspiele mit ihrem besten Freund Christopher (in den sie heimlich verliebt ist), schaut sich Dokumentationen an und Mode hat sie nichts übrig.
Auf Drängen ihrer Mutter hin begleitet sie ihre jüngere Schwester auf ein Event, wo eine Gruppe von Aktivisten randalieren. Um ihre Schwester vor einem herabfallenden Riesenplasmafernseher zu retten, opfert sich Em für sie und stirbt...
... und wacht wieder auf. Jedoch ist sie nicht in ihrem eigenen Körper, sondern in dem des perfekten Supermodels, Nikki Howard. Da das Stark-Unternehmen die kostspielige Hirntransplantation in Nikkis Körper bezahlt hat, muss sie nach deren Pfeife tanzen. Das bedeutet, dass so bald jemand herausfindet, dass Em in Wirklichkeit noch lebt (nur innerhalb von Nikki), Vertragsbruch begangen wäre und Ems Eltern nicht nur einen Haufen Schulden hätten, sondern, dass sie möglicherweise ins Gefängnis müssten.
So bleibt Emerson nichts anderes übrig, als ihre Rolle überzeugend genug zu spielen.
Nur ist das Leben der perfekten Nikki Howard gar nicht so perfekt, wie es den Anschein hat. Außerdem wären da noch die vielen Jungs, die Emerson den Kopf verdrehen.
Ausgerechnet Christoph, Emersons heimlicher Schwarm, kann ihren neu erworbenen Reizen widerstehen...

Meine Meinung: 
Meg Cabot ist so ziemlich die Königin der Jugendbücher für Mädchen. Sie schreibt unbeschreiblich leicht, sodass man sehr schnell mit dem Buch durch ist. Dennoch schreibt sie voller Humor und schafft gleichzeitig wunderbare Bilder in den Kopf des Lesers hinein zu zaubern.

Emerson ist gerne ein Nerd, sie ist stolz darauf eine Feministin zu sein. Sie ist gerne in ihrer Haut, denn auch wenn sie nicht perfekt aussieht und keine anderen Freunde als Christoph hat, reicht ihr das. Em war für mich ein sehr positiver Charakter, ab und zu hatte sie ihre kleinen Fangirl-Momentchen, in denen sie Stars angehimmelt hat und einfach herrlich girly war. Es ist putzig, wie sie auf Christoph steht und ihn nicht vergisst, obwohl sie in Nikkis Körper eigentlich jeden haben könnte. Sie bemüht sich auch zu denjenigen freundlich zu sein, die ihr das Leben als Emerson Watts schwer gemacht haben (obwohl sie sich etwas Gehässigkeit erlaubt, wer würde das nicht?).
Dennoch knutscht sie mit anderen Typen rum (die denken, dass sie mit Nikki rumknutschen). Nikkis Körper reagiert sehr "heftig" auf diese Knutschereien und auch Emerson gefällt es.Lulu, die beste Freundin von Nikki geht sogar so weit, dass sie meint, Nikkis Kopf würde aussetzen, wenn sie jemand küsst. Deshalb verzeiht Lulu ihr auch einiges... In meinen Augen ist das eine ziemlich lahme Ausrede, aber oookay.
Irgendwann gegen Ende des Buches bin ich von Em etwas abgekühlt, da sie viel zu viele Hormonschübe hatte, wodurch ihr Hirn zwischenzeitlich sich mal abgeschalten hat. Das war einfach too much. Aber am Ende fand ich sie wieder sehr sympathisch.

Alle anderen Charaktere im Buch, vorallem Christopher, sind eher nichtssagend. Sie sind halt da, weil die Protagonistin interreagieren muss und sie erfüllen diesen Zweck:
-Die nervige, oberflächliche Schwester, die sich nach Beliebtheit sehnt.
-Der merkwürdige Kumpel, der irgendwie süß ist (rein äußerlich, attraktive innere Werte sind mir bei ihm nicht aufgefallen).
-Die Oberzicke in der Schule (die rumzickt und joa, das war's auch schon).
-Die oberflächliche reiche beste Freundin (die gewollt süß dargestellt wird).
-Diverse Jungs, die alle süß aussehen und sich ab und zu auch süß benehmen, aber dennoch der Abklatsch von Klischees sind.
  Insgesammt kann mal wohl sagen, dass die Charaktere Potential haben, ihnen jedoch die Substanz fehlt, aus einem platten Klischee, eine für den Leser lebendige Person zu machen (so weit man von lebendigen Buchcharakteren sprechen kann ;) ).

Leider sank auch die Spannung sehr rasant. Ich hatte noch so viele Fragen, die alle gar nicht beantwortet worden sind. Wie zum Beispiel: Warum war die echte Nikki ebenfalls auf dem Event, wo sie wie eine Verrückte herumgerannt ist? Wer sind die echten Eltern der Nikki? Allgemein wissen wir als Leser sehr wenig über die echte Nikki (außer, dass sie Magenprobleme hat und gerne herumknutscht). Was ist mit Christopher? Warum hat der Stark-Typ (ein Geschäftsmann) überhaupt Emerson diese Operation bezahlt? Die letzte Frage wurde zwar versucht erklärt zu werden, jedoch hat sie mich nicht zufrieden gestellt...

In der Kürze liegt die Würze: 
Ein unterhaltsames Buch für jeden, der gerne Lust auf eine witzige Heldin hat, die sich in witzige Situationen stürzt. Verliebtheit und Schwärmerei gibt's hier sehr viel, also seid gewarnt, jedoch ist dieses Buch kein Liebesroman.

Bewertung: 
Aufgrund der eher platten Charaktere und der viel zu übereilten Lösung des ersten Bandes und der vielen offenen Fragen, leider nur ♥ ♥ ♥  Herzchen. 
Weiter werde ich auf jeden Fall lesen. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die Fragen in den folgenden Büchern besser beantwortet werden.

Dienstag, 7. Januar 2014

Wenn man eigentlich lernen sollte...



... aber stattdessen lieber liest und nicht mehr aufhören kann ;) 

Ich hatte ja meine Schwierigkeiten in "The Hobbit" einzutauchen und mich fallen zu lassen. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich lange schon nicht mehr englische Bücher gelesen habe (das englische Zeug für die Uni zählt nicht). Aber dafür bin ich jetzt auf dem totalen Tolkien-Tripp (wohlgemerkt, dass ich schon immer ein Herr der Ringe - Mädel war). Ich habe einfach den Drang mir von Ed Sheeran "I see fire" reinzuziehen, weil das Lied im Kino von "The Hobbit - Smaugs Einöde" als Hintergrund Musik lief und für mich dieses bestimmte Hobbit-Feeling auslöst.
Dass ich eigentlich deutsche Verfassungsgeschichte lernen muss, das ist irrelevant ;) 

Viele liebe Grüße, 
Carly.


Samstag, 4. Januar 2014

[Buchrezension] Himmelsfern von Jennifer Benkau


Titel: Himmelsfern
(Originaltitel)
Autoren: Jennifer Benkau
Themen: Liebe, Urban Fantasy, Mythen
Verlag: Script5
ISBN: 978-3-8390-0143-1
Gebundene Ausgabe: 495 Seiten

Erster Satz:
Das Gefühl überkam mich flüchtig wie ein Déjà-vu von fallenden Federn und gleichzeitig frängend, als drücke eine Hand gegen meine Brust.

Das Auge isst mit: 
Das Cover wird von einer großen dunklen Feder domminiert und der Hintergrund ist in einem verwaschenen Rosa gehalten. An sich ist die Gestaltung sehr schlicht, mit einem besonderen Eye-Catcher, der Feder eben. Solche Cover mag ich viel mehr, als überladene und da die Feder ein Symbol für etwas ganz Bestimmtes ist, finde ich es genau ausreichend, so wie es ist.

Inhalt: 
Es geht um die siebzehnjährige Noa Grau, die gerade Sommerferien hat. Sie führt ein gewöhnliches Leben, bis sie bei einem Unfall in der U-Bahn von einem mysteriösen Typen gerettet wird, der kurz danach aus dem Krankenhaus flüchtet. Noa sucht und findet ihn, jedoch ist der Retter anders, als sie sich vorgestellt hat. Dann wird sie entführt und ihr Entführer, der seltsame Marlon, ist ebenfalls anders als sie es sich vorstellt.
Noa verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben und das in einen Jungen, dem genau zweu Wochen bleiben, bis er dem Menschsein den Rücken kehren muss. Obwohl beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft hat, können sie nicht anders, als zu hoffen.
Die Situation wird komplexer, als eine Organisation mit dem Namen Huntsmen auftaucht und ihnen das Leben schwer macht.

Meine Meinung:
Die Geschichte fängt ohne Umschweifungen an, wir begleiten Noa durch die U-Bahn-Katastrophe und bekommen sofort einen ausführlichen Blick in das Innenleben der Ich-Erzählerin.
Noa ist eine sympathische Ich-Erzählerin, die in ihrem jungen Alter schon viel durchgemacht und hat eine tragische Lebensgeschichte. Sie lebt mit ihrem sehr liebenswerten Vater in einer namenlosen deutschen Stadt, die "vergessen" worden ist.
Die Stadt wird trostlos beschrieben, ihre Bewohner bezeichnet Noa als Opfer, obwohl sie Angst hat, so wie sie zu enden, hat sie Hoffnung. Ihrem Alltag entflieht sie durch ihr gefährliches Hobby, dem Poi-Spielen.

Es gibt zahlreiche Nebencharaktere, die alle einen Sinn und Zweck erfüllen und eigentlich sind sie alle sehr sympathisch und witzig. Leider kann ich zu den anderen Charakteren nicht viel sagen, ohne etwas von der Handlung zu spoilern. Aber lasst euch so viel sagen: Nichts ist so wie es scheint ;)

Das bringt mich zu meinem nächsten Punkt. Die Autorin streut durch das ganze Buch hinweg Hinweise, manchmal füttert sie den Leser regelrecht mit (falschen) Hinweisen. Dadurch war die Handlung, die eigentlich ziemlich viele Grundelemente von bekannten Geschichten hat, undurchsichtig und herrlich spannend. Obwohl der Handlungsstrang dadurch etwas komplexer wird, bleibt alles sehr logisch und der Leser kann ihm folgen.

Wie bereits erwähnt schreibt die Autorin aus der Sicht von Noa, die immer eine witzige Bemerkung parrat hat. Es wird viel auf Musik eingegangen, hauptsächlich sehr bekannte Musiker, die man nicht nachschlagen muss (war bei mir Musiknärrin jedenfalls so). Normalerweise mag ich das nicht so gern, aber da Musik ein wichtiger Teil von Noa ist und da das Singen eine besondere Rolle in der Geschichte spielt, kann man das billigen.

Ziemlich schnell war ich mit Himmelsfern durch, was an der rasanten Handlung und dem angenehmen Schreibstil lag. Versteht mich nicht falsch, Jennifer Benkau hat einen sehr eigenen Schreibstil. Es wird viel mit Dialogen und inneren Monologen gearbeitet, das mögen viele nicht, ich hingegen bin da etwas zwiegespalten. Manche Autoren übertreiben an diesem Punkt, weil sie beweisen wollen, dass sie super literarisch und total innovativ schreiben, dadurch wirkt der Text immer so überladen. Ich finde, dass es wie mit einem Gewürz ist, zu viel davon und das Essen wird ungenießbar, aber bisschen und der Geschmack wird noch köstlicher (entschuldigt den lahmen Vergleich, das liegt daran, dass ich noch nichts zum Essen hatte...). Jedenfalls ist die Dosierung hier perfekt.

In der Kürze liegt die Würze: 
Das Buch birgt viele Geheimnisse, spannende Twists, eine rasante Handlung und außergewöhnliche Chraktere. Jeder der einen Engelsroman erwartet, wird enttäuscht (worüber ich froh war, dass es nicht um Engel ging). Jeder der einen guten Roman erwartet, der mal nicht zu einer Reihe oder Trillogie gehört, der wird positiv überrascht!

Bewertung: 
Das Buch hat ein geschlossenes Ende. Das ist wunderbar unfassbar und total aufregend. Als ich das vor dem Lesen herausfand, war es so als hätte ich einen Schatz entdeckt. Als das Buch dann auch noch so gut war, war ich mir sicher: Himmelsfern ist ein Schatz und sehr lesenswert.
Daher ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Freitag, 3. Januar 2014

[Buchrezension] Hourglass- Die Versuchung der Zeit von Myra McEntire

Titel: Hourglass - Die Versuchung der Zeit
Originaltitel: Timespiece
Autoren: Myra McEntire
Themen: Paranormal, Spannung, Dreiecks-Liebesbeziehung, Urban Fantasy
Verlag: Glodmann
ISBN: 978-3-442-47564-3
Taschenbuch: 352 Seiten

Erster Satz:
Vielleicht war es eine blöde Idee, betrunken als Pirat verkleidet auf der Kostümparty aufzutauchen.

Das Auge isst mit: 
Das deutsche Cover ist ganz hübsch gestaltet, auch wenn es nicht gerade eine Augenweide ist. Ein schönes Mädchen, blaue Schmetterlinge, unauffälliger rauchiger Hintergrund. Ich gebe zu, es passt zum Cover des ersten Bandes, jedoch ist dieser Band aus der Sicht von Kaleb geschrieben, einem Jungen. Warum also ist dennoch ein Mädchen auf dem Cover? Hm. Das ist für mich irgendwie verwirrend (und nein, ich habe nicht die Absicht Männer zu dikriminieren, ich denke nur, dass ein Buchcover zum Inneren eines Buches passen sollte). 
Man beachte das amerikanische Cover. Auch ein Mädchen, jedoch gefällt mir dieses Cover besser, da hier die Thematik des Zeitreisens (beziehungsweise die Zeitrisse und ihre Folgen) aufgenommen werden. Dazu mehr beim Punkt Inhalt. 

Inhalt:
Kaleb Ballard, den wir im ersten Band als Micheals besten Kumpel kennengelernt haben, ist in diesem Band der Protagonist. Plötzlich sieht er, wie Emmerson auch, Zeitrisse. Das ist ungewöhnlich und noch ungewöhnlicher ist, dass auch andere die bei der Organisation Hourglass mitmachen, ebenfalls Zeitrisse sehen.
Was hat es damit auf sich? Es dauert nicht lange und Jack Landers wird verdächtig die Zeit zu manipulieren, was sehr schwerwiegende Folgen hat. Das Zeit-Raum-Kontinuum stimmt nicht mehr, da die Vergangenheit verändert wurde, was dazu führt, dass die Zeit auf der Erde zurückgespult wird. 
Kaleb ist sich sicher, er muss Jack Landers aufhalten. Doch wie soll er das machen ohne seine Freunde und Familie in Gefahr zu bringen? Wie hält man jemanden auf der willkürlich durch die Zeit springen kann? Und wer ist dieser neue Bösewicht, der sich langsam aber sicher am Horizont erkenntlicht macht?

Meine Meinung:
Das erste Buch der Reihe war aus der Sicht von Emmerson geschrieben. Das zweite ist aus Kalebs Sicht, was ich als Idee an sich gut finde. Zumal Kaleb schon im ersten Band mir sympathisch war. 
Die Umsetzung der Idee ist eher schlecht als recht, aber dazu komme ich noch. 

Kaleb ist ein lustiger Geselle, der zu viel trinkt, viele Frauengeschichten am laufen hat und der noch mehr Familienprobleme hat. Er fühlt sich hilflos, er denkt, dass er nicht genug ist, dass er nicht gut ist, außerdem begehrt er die Freundin seines besten Freundes (woraus er kein Geheimnis macht). Gerne und oft macht er Mädchen an, er schämt sich dafür nicht. Er benimmt sich wie sich ein heißer (etwas verkorkster) siebzehnjähriger wohl verhalten würde.
Er ist also weit davon entfernt der perfekte Typ zu sein, das weiß er auch und verstellt sich nicht. 
Das war wirklich erfrischend, muss ich sagen. Ein Charakter der keine Pseudo-Problemchen hat und sich wie ein Heiliger benimmt. Kaleb weiß, dass er scheiße ist, aber dennoch sein Ding durchzieht und sich am Ende des Romans sogar zum Positiven verändert!
Schlussfolgernd kann man sagen, dass ich Kaleb mochte (die meiste Zeit über). 
Dann und wann regte er mich auf, wenn er zu gewollt versuchte sich witzig zu verhalten. Es fühlte sich so gestellt an, dass dieses Verhalten einfach nicht zum Charakter passte. Für mich war es so, dass die Autorin krampfhaft versuchte ihn charmant und cool und witzig erscheinen zu lassen. 

Dieses Gefühl, krampfhaft witzig zu sein und den Leser aufzuheitern, hat sich durch das ganze Buch hindurch gezogen. Immer und immer wieder, bis ich entnervt eine Pause einlegen musste, um das Buch nicht anzuschreien und gegen die Wand zu donnern. 

Emmerson, die ich im ersten Band eigentlich ganz sympathisch fand, habe ich beinahe schon angefangen zu hassen. Sie hat sich vom coolen Mädchen zur hysterischen Tussi verwandelt und das ohne ersichtlichen Grund! Ständig schreit sie herum, benimmt sich wie ein Kleinkind und kann anscheinend nicht rational denken.

Michael, der Freund von Em, war noch durchsichtiger und nichtssagender als im ersten Band. Ständig war er bemüht Em zu trösten, Kalebs Vater zufrieden zu stellen und hatte selbst einfach keine wirklich wichtige Rolle im Buch. Er war einfach nur da. 

Die einzige positive Person neben Kaleb, war Lily, die beste Freundin von Em. 
Sie ist auch die einzige Person, die keine krampfhafte Dialoge geführt hat. Ihr Konflikt, den sie mit sich selbst und ihrer Großmutter austragen musste, war eines der spannendsten Dinge im Roman. 

Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass Kaleb so schnell von seinem Verknalltsein in Em geheilt wird und sich in einen anderen Charakter verliebt (ich sage mal nicht wer, obwohl es ab dem Anfang an so ziemlich klar ist und noch nicht mal wirklich ein Spoiler wäre). Ich meine, er sagt, dass er Em in sein Inneres gelassen hat und bla bla und dann BÄM und schon ist Em für ihn wie eine "Schwester". Oookay, ist klar. 

Hatte Hourglass einen roten Faden? 
Nein, immer wieder wurden irgendwelche pseudo wissenschaftliche Dinge erklärt, besser gesagt, es wurde versucht zu erklären.  Die Handlung ist so verworren und verknotet, dass ich beinahe nicht weitergelesen hätte. Das liegt zum einen daran, dass immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden, ohne die alten zu beantworten oder Hinweise zu liefern. So irrt der Leser von einen Kapitel zum nächsten und ist einfach nur irritiert und irgendwann entnervt. Die Fragen, die einem am Ende beantwortet werden, sind aneinander gereiht und hastig beantwortet.

In der Kürze liegt die Würze: 
Der erste Teil der Reihe hatte bereits einige schwache Punkte, jedoch ist der Zweite Teil von Hourglass kaum lesenswert. Wo Fragen beantwortet werden sollten, werden weitere gestellt. 
Die meisten Charaktere sind klicheehafte Gestalten, die Witze selten wirklich witzig. 
Ich zweifle, ob ich den dritten Band der Serie überhaupt lesen werde, schließlich ist das Leben zu kurz für schlechte Bücher.

Bewertung:
Kaum Spannung, obwohl das Buch darauf konzipiert wurde. Größtenteils nervige Charaktere und lahme Witze. Komplexe Handlung ohne eine erkennbare Logik.
Daher gutgemeinte ♥ Herzchen.

Donnerstag, 2. Januar 2014

[Buchrezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green


Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Originaltitel: The Fault In Our Stars
Autoren: John Green
Genre: Krebsbuch (nein, da Krebsbücher doof sind), Jugendbuch
Verlag: Hanser
ISBN: 978-3-446-24009-4
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten

Erster Satz:
Im Winter meines siebzehnten Lebensjahrs kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder das selbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Ueit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken. 

Das Auge isst mit: 
Das Cover ist sehr gut gewählt. Ich bin froh, dass keine Personen abgebildet sind, sondern ein Nachthimmel mit vielen kleinen Sternen auf blauem, ins Dunkle übergenden Hintergrund, über einer Skyline. Die Skyline scheint für mich von zwei verschiedenen Städten zu sein, die zusammengeführt worden sind, das ist sehr interessant und schon vor dem Lesen frage ich mich schon, was es wohl damit auf sich hat (während des Lesens wird einem klar, was es damit auf sich hat).
Dass der Verlag Sterne gewählt hat, ist wahrscheinlich eine Anspielung auf den Orginaltitel (die Sterne spielen in Das Schicksal ist ein mieser Verräter allgemein ein immer wiederkehrendes Motiv).


Orginal vs. Übersetzung: 
Der Orginaltitel von Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist einer Zeile aus Shakespeares Drama
Julius Cäsar angelehnt. Dort heißt es: „The fault, dear Brutus, is not in our stars,/But in ourselves, that we are underlings.“
Cassius
Cassius

Cassius, der Kumpel von Brutus, erinnert Brutus daran, dass alle Menschen als Gleichwärtige auf die Welt kommen und dass Cäsar kein Gott ist und man ihn somit davon abhalten kann, sich Rom zu unterwerfen.
Auf einer anderen Ebene kann man dieses Zitat so verstehen, dass das Schicksal nicht die treibende Kraft ist, die den Menschen dazu bringt irgendwelche Entscheidungen oder Handlungen auszuführen. Das Schicksal würde eher das menschliche Befinden / die menschliche Verfassung / die Menschenrechtslage bestimmen. Das wiederum bedeutet, dass wir uns selber Grenzen oder sogar Fesseln anlegen, obwohl es keine Grenzen oder Fesseln gibt.
John Green, der Autor selbst also, sagt hier in diesem Video von den vlogbrothers, wie er auf diesen Titel gekommen ist.
(Übrigens solltet ihr euch den YouTube-Kanal von John Green und seinem Bruder mal ansehen. Super witzig, aufklärend und einfach unterhaltend. Falls ihr dazu noch etwas lernen wollt, könnt ihr euch auch crashcourse von den beiden ansehen.)
Der deutsche Titel ist zwar auch gut, aber meiner Meinung nach nicht so bedeutungsschwer in so vielen verschiedenen Ebenen, wie der Originaltitel. Ich verstehe, dass die Übersetzung der Zeilen ins Deutsche sich wohl eher nicht als Buchtitel eignen, aber dennoch finde ich den englischen Titel einfach besser.
(Auch im Buch wird von einem Charakter auf diesen Satz eingegangen).
Covertechnisch finde ich die deutsche Version besser, da hier die Sterne, die beiden Städte und auch die Farben einfach so viel von vornerein erzählen, ohne dass man auch nur einen Satz gelesen hat.
Dass die deutschen Cover besser sind, als die englischen kommt meiner Meinung nach nicht so oft vor, aber bei Das Schicksal ist ein mieser Verräter, hat der Hanser Verlag alles richtig, wenn nicht sogar besser gemacht.

Inhalt:
Es geht um Hazel Grace, eine Krebskranke, deren Krebs in ihren Lungen sitzt und ihr das Atmen erschwert, manchmal sogar unmöglich macht. Hazel gibt dem Drängeln ihrer Mutter nach und besucht wöchentlich eine Krebsselbsthilfegruppe. Sie selbst hält nichts davon, bis sie eines tages den gutaussehenden und sehr charmanten Augustus Waters kennenlernt, der der beste Kumpel vom Isaac ist. Sofort sind Hazel Grace und Augustus Waters auf der selben Wellenline, jedoch wehrt sich Hazel gegen die Annhäherungsversuche, die Ausustus macht, da sie noch krank ist und er nicht. Sie sieht sich selbst als eine "tickende Zeitbombe" und möchte ihn nicht verletzten, wenn sie sich inneinander verlieben und sie vor ihm stirbt.
Hazels Widerstand zerbröckelt Stück für Stück und endlich kommen sie sich näher, jedoch ist Krebs eine tückische Krankheit und man weiß nie wann sie zuschlägt...

Meine Meinung:
Warnung1: Dieses Rezession könnte sehr emotional und etwas wirr werden. Jedoch bin ich von jeglicher Schuld freigesprochen, da dieses Buch und der Autor mich in diese emotionale Disbalance gebracht haben.
Warnung2: Der falsche Gebrauch des Wortes "buchstäblich" muss so oft wie möglich in dieser Rezession verwendet werden, da es eine Metapher ist. Diese Metapher ist ein Insider, jedem der das Buch gelesen hat oder lesen wird, wird klar, warum ich das tue, was ich tue. 

Vom ersten Satz bis zum letzten Satz haben mich buchstäblich die Geschichte und Charaktere nicht losgelassen.
Die Charaktere sehe ich buchstäblich immer noch vor mir und ich habe das leise Gefühl, dass sie zu den Charakteren gehören, die auch außerhalb ihrer Gesschichte weiterleben, im Herzen der Leser (womit die unendliche Lebensspanne des Lesers angenommen werden würde, was nach Hazel nicht stimmt).

Hazel Grace ist eine meiner neuen Lieblingsprotagonistinnen.
Das Buch ist aus ihrer Perspektive geschrieben und schon vom ersten Satz an, habe ich sie geliebt. Ihre sarkastischen Bemerkungen über ihre Krankheit, ihr Überlebenswillen, wie sie mit ihrer eigenen Situation umgeht...Sie weiß, dass sie höchstwahrscheinlich nicht lange leben wird, dennoch ist sie hoffnungsvoll und gleichzeitig ängstlich, sie liebt ihre Familie, sorgt sich um sie, da sie fürchtet, dass ihre Familie mit ihrem Verlust nicht zurechtkommen wird.
Hazel ist sehr intelligent, sie redet anders als die meisten anderen Teenager, sie ist buchstäblich ein "College-Chick", wie Augustus sie nennt. Dabei wirkt sie nicht besserwisserisch, sondern authentisch.
Übrigens wird viel mit Klammern im Buch gearbeitet, Hazel benutzt sie sehr gerne und ich benutze sie auch sehr gerne (hihi), daher ist sie quasi meine fiktive Seelenschwester.

Augustus Waters (Gus).
Ich muss mich sammeln, bevor ich über ihn schreiben kann.
Er ist nicht perfekt und doch ist er für Hazel perfekt. Die beiden haben ein solches Draht zueinander, dass sie für Ausenstehende verrückt wirken müssen, in der Art wie sie reden, jedocht sehen alle, dass ihre Liebe wirklich ist.
Gus ist ein orgineller Charakter, anfangs wirkt er wie der typische sarkastische, heiße, witzige, Typ.
Jedoch wird dem Leser immer mehr klar, dass er buchstäblich das Herz am rechten Fleck hat (und dass er sich gerne über den falschen Gebrauch von buchstäblich lustig macht).
Er weiß, dass Hazel sich gegen seine Annäherungsversuche wehrt, da sie ihm nicht wehtun möchte, wohlwissend, dass sie ihn nur schützen möchte, da er etwas ähnliches bereits durchgemacht hat...

Auch Isaac und die Familien von Gus und Hazel und alle Nebencharaktere, sie alle sprühen nur von Leben. Es ist unmöglich sie nicht lieb zu gewinnen, es ist unmöglich ihnen nicht beistehen zu wollen, es ist unmöglich nicht mit ihnen zu lachen und zu weinen...

(Am liebsten würde ich euch mein buchstäbliches Herz ausschütten, aber das geht nicht, da ich nicht spoilern möchte.)

John Greens Schreibstil ist unverwechselbar leicht. Er schreibt ohne großes Tarra, mit einfachen Sätzen, die eine große Wirkung auf den Leser haben. Er schafft es auf den wenigen 288 Seiten eine große Liebesgeschichte und ein aufwühlendes Familiendrama zu erzählen. Anfangs habe ich mich gefragt, ob diese 288 Seiten mir reichen werden, ob sie mich zufrieden stellen, ob alle meine Fragen beantwortet werden.
Die Antwort lautet: NEIN WERDEN SIE NICHT und gleichzeit WERDEN SIE DOCH
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bringt einen zum Lachen, nur um den Leser in der nächsten Zeile zum Weinen zu bringen (dies wird auch umgekehrt angewandt, also stellt euch auf eine emotionale Achterbahn ein).
Aber da das Leben keine Wunschfabrik ist, wie Hazel und Gus so vortrefflich immer wieder betonen, verstehe ich, wie das Buch enden musste. Ich wusste schon ab der Hälfte des Buches, wie es enden würde, da John Green (übrigens einer meiner Lieblingsautoren, falls das noch nicht klar war) genügend Hinweise verstreut hat, die dem aufmerksamen Leser nicht entgehen.
Und hier fängt mein innerliches Paradoxon an. Ich möchte nicht, dass das Buch so aufhört. Aber genau so und nicht anders muss es aufhören, da es sonst an Authentizität verliert.
(Das gleiche Problem haben auch Gus und Hazel im Buch mit einem anderen Buch, ihr seht: Das Genie des John Greens schlägt zu!)

Ich habe das Buch innerhalb eines tages durchgelesen, sodass ich heute morgen um zehn vor sechs Uhr fertig damit war. Mr. Green, sie rauben mir buchstäblich den Schlaf!

In der Kürze liegt die Würze:
LEST DAS BUCH LEST ES EINFACH WEHRT EUCH NICHT DAGEGEN UND TUT ES!


Bewertung: 
Unnötig zu erwähnen, dass ich keine Bewertungsskala für Das Schicksal ist ein mieser Verräter habe, da es jede Bewertungsskala sprengt, da es einfach zu gut und zu perfekt und zu toll ist für dieses Universum, in dem wir leben.




The answer is always John Green, würde ich sagen. Dieser Mann enttäuscht einen einfach nie mit seinen Büchern.
Aber Pizza geht auch immer, daher verabschiede ich mich mit diesen weisen Worten von euch und schiebe eine Tiefkühlpizza in den Ofen, (um die Lücke in mir zu füllen, die Das Schicksal ist ein mieser Verräter in mir hinterlassen hat).

Freundliche Grüße,
eure Carly.


[Challenge] Buchchallenge


Hallo ihr Lieben! 
Diese Challenge habe ich auf Rinas Blog entdeckt. Das tolle daran ist, dass die Aufgaben ganz wild zusammengewürfelt sind, was eine Menge Spaß verspricht!

Aktuelles: erfolgreich abgeschlossen

Fazit: Gerade für Anfänger und Queerbeet-Leser sicherlich sehr gut geeignet.

Hier die Aufgaben:
1.) Ein Buch, das aus deiner Kindheit stammt. (zählt The Hobbit?)
2.) Ein Buch, mit Sternen auf dem Cover. (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
3.) Ein Buch, welches du als Geschenk erhalten hast. (Ghost Flower)
4.) Ein Buch, dessen Titel mit "M" beginnt. (Mädchenjäger)
5.) Ein Buch, dessen letzte Ziffer der ISBN eine 4 ist. 
(Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
6.) Ein Buch, von einem dir unbekannten (noch nicht gelesenen) Autor.   (Himmelsfern)
7.) Stell dich vor deinen SuB und lies das 14. Buch vom "Stapel". (Steelheart)
8.) Ein Buch, dessen Autor aus einem der folgenden Kontinente kommt: Australien/NZ, Asien oder Europa. (Leander sieht Maud; Frankreich ) Einschränkung hierbei: nicht aus Deutschland oder Großbritannien.
9.) Ein Buch, das Fortsetzung einer Reihe/Trilogie ist. (Hourglass - Die Versuchung der Zeit)
10.) Lies ein Sachbuch.  (Die Macht der Liebe)
11.) Ein Buch, das in der Zukunft spielt. (Diverse Dystopien)
12.) Ein Buch, aus deinem Lieblingsgenre. (irgendeines der vielen Fantasy-Bücher, die ich gelesen habe ;) )
13.) Ein Buch, in dem ein Kind eine Rolle spielt. (Der unvergleichliche Ivan)
14.) Ein Buch, dessen Titel aus 4 Worten besteht.  (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
15.) Ein Buch, dessen Autor 14 Buchstaben im Namen enthält (Vor- & Nachname) (Für immer die Seele von Cinthia J. Omololu)
16.) Ein Buch, mit mindestens 14 Kapitel. 
(Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
17.) Ein Buch, auf dessen Cover mindestens 4 Lebewesen oder/und Gegenstände abgebildet sind. (Variation hierbei möglich) (Hourglass - Die Versuchung der Zeit)
18.) Ein Buch, das dir schon mehrfach empfohlen wurde. (Weil ich Layken liebe)
19.) Buch, das an einem Ort spielt, an dem du schon einmal gewesen bist. (Yakamoz, da ich schon oft in Istanbul gewesen bin)
20.) Ein Buch, das bereits auch verfilmt wurde. (Gone Girl)

Zusatzaufgabe: Ein Buch von jemanden leihen, der es ebenfalls für dich auswählt. Die Person bestimmt sozusagen, welches Buch DU aus SEINEM Regal lesen sollst.

Erfüllte Aufgaben sind durchgestrichen.
 

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