Montag, 17. März 2014

[Buchrezension] Oneiros - Tödlicher Fluch von Markus Heitz

 

Klappentext:
Der Bestatter
Er gilt als einer der Besten seines Fachs, denn er kennt den Tod wie kein anderer.

Die Wissenschaftlerin
Sie führt grausame Experimente durch, die nur ein Ziel haben: den Tod zu betrügen.

Der Mann auf der Flucht
Er flieht vor sich selbst und seine Fähigkeiten. Doch der Tod findet ihn überall.


Erster Satz:
"… wünschen wir Ihnen guten Appetit bei Ihrem Frühstück.

Eye-Candy: 
Zur Handlung passend ist das Cover düster und myteriös. Das Motiv ist ein Ring mit einem Totenschädel. Dieser Ring wird eine wichtige Rolle im Buch spielen, weshalb es toll es, zu wissen, wie er aussieht.

Inhalt: 
Ein Airbus rast in ein Flughafenterminal und nur eine Person überlebt diesen Unglück. Es ist nicht sicher, wie Menschen ums Leben gekommen sind, denn Verletzungen oder Spuren eines Gewaltsamen Todes zeigen sie nicht auf. Die Öffentlichkeit ist sich sicher, dass es das Werk von Terroristen sein muss. Die Behörden untersuchen zwar in alle Richtungen, jedoch finden sie nichts heraus. Und der Überlebende ist nicht wirklich die einzige Person die überlebt hat … 
Konstantin Korff ist der beste Thantologe der Welt. Er kann einen verstümmelten Toten so hinrichten, dass es aussieht, als würde er schlafen. Deshalb wird er auch nach Paris gerufen, um für die Aufbewahrung einer Toten aus dem Airbusunglück zu sorgen. Bevor er sich versieht wird er von seiner Vergangenheit eingeholt, denn Konstantin hat ganz besondere Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten wollen andere sich zunutze machen …

Meine Meinung:
Das Buch wird aus der Perspektive von vielen verschiedenen Charakteren erzählt und einige dieser Charaktere sind Nebencharaktere. Sie kommen, erzählen bisschen und verschwinden wieder (auf die eine odere andere Art). Durch dieses ständige hin und her, wurde mir der Lesespaß und vor allem der Lesefluss gründlich verdorben. Ich habe nichts gegen mehrere Erzähler, aber damit ich mich jedes Mal auf sie einlassen kann, muss ich eine Art Bindung zu ihnen haben, was ich hier bei den meisten nicht hatte. 

Konstantin Korff ist ein toller Charakter, er ist auch der Einzige, der mir nicht egal war. Seine Erzählpassagen fand ich immer sehr interessant. Am liebsten wäre es mir, wenn das ganze Buch aus seiner Perspektive geschrieben worden wäre.
Er hat einen sehr gut ausgearbeiteten inneren Konflikt, er hat eine interessante und dunkle Gabe und seine Vergangenheit ist haarsträubend. Dennoch ist er ein sympathischer Protagonist, so hilft er anderen, ist nicht habgierig, obwohl er es sein könnte (schließlich ist er der beste Thantologe der Welt) und er ist nicht verbittert, obwohl er auch hier viele Gründe dafür hätte. 


Das Buch ist wie eine Weltreise, wir werden in viele Städte geführt, deren Atmosphäre sehr gut umgesetzt wird. Es ist ständig spannend, so dass die 600 Seiten schneller vorbei sind, als gedacht. 
Jedoch liegt hier auch einer der Schwachpunkte der Geschichte. Es ist teilweise zu spannend. Die Protagonisten werden von A nach B gehetzt und dann geht es gleich wieder weiter zu C und D. Nach einer Weile ist das sehr anstrengen zu lesen! Außerdem fehlt dadurch den meisten Charaktere die Entwicklung, die sie durchmachen müssen. Es blitzen zwar hier und da irgendwelche Wesenszüge und Problemchen auf, doch diese werden von der ganzen Action verdrängt. 
Von der Action werden auch unterschwellige Botschaften verdrängt, die anders eingesetzt eine moralische Tiefe der Geschichte gegeben hätten, wodurch die Handlung vielschichtiger geworden wäre. So bleibt leider nur ein fahler Geschmack im Lesermund zurück.

Sehr schön finde ich die vielen Zitate, mit denen neue Kapitel beginnen. Noch schöner sind die Legenden und Märchen, die im Buch erzählt werden. Alle haben das Thema Gevatter Tod. Es geht darum, wie man den Tod austricksen kann und wie der Tod selber auch den Menschen austricksen kann. Einige Märchen sind so schön, dass ich sie gleich mehrere Male gelesen habe. 

Auch das Ende gelingt dem Autor sehr gut. Es ist ein außergewöhnliches Ende und einfach perfekt für diese Geschichte.

In der Kürze liegt die Würze:  
Die Idee hinter der Geschichte ist sehr einzigartig. Bisher habe ich etwas Ähnliches noch nie gelesen. Der Autor schafft eine andere Art von Fantasy, womit er zeigt, wie gut er die Realität und Phantasie miteinander verknüpfen kann. Das Ergebnis dieser Verschmelzung ist ein subtiler Horror-Fantasy, der nichts für schwache Nerven ist.

Bewertung:  
Es ist eine sehr interessante Idee und eine sehr interessante Herangehensweise an das Thema Tod. Eigentlich hat das Buch alle guten Zutaten, die es zu etwas Besonderem machen würden. Gerade hier liegt auch die Schwachstelle, es ist zu viel des Guten. Zu viel Action, zu viele verschiedene Charaktere, die alle zu Wort kommen müssen und nicht genügend Zeit bekommen, dem Leser ans Herz zu wachsen. Trotz Spannung und einer tollen Schreibweise, kann ich dem Buch leider nur ♥ ♥ ♥  Herzchen geben, da es nach der Hälfte an Faszination einbüßt und zu einem 0815-Action-Blockbuster wird.

Autor:
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg. (Quelle)

© Alexander Kupka

Mein Dank geht an den Knaur Verlag,  für die großzügige Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Titel: Oneiros - Tödlicher Fluch
AutorIn: Markus Heitz
Genre: Fantasy, Horror, Action
Verlag: Knaur TB
ISBN: 978-3-426-50590-8
Brochiert: 624 Seiten

Weitere Informationen könnt ihr hier finden ❣

[Montagsfrage] Liest du die Rezensionen zu einem Buch vor oder nach dessen Lektüre?


Die wöchentliche Montagsfrage von Libromanie! 

Ich lese sehr gerne Rezensionen, besonders, wenn ich mir unsicher bin, 
ob ich ein Buch kaufe oder lieber leihe. 
Lesen werde ich es wohl ohnehin, wenn ich genügend Zeit habe und es mich anspricht. 

Leider besteht immer die Gefahr gespoilert zu werden, denn manche Menschen verstehen wohl nicht, dass andere Menschen nicht wissen möchten, wie ein Buch ausgeht. Es nervt mich auch, wenn man die Wendepunkte oder besonders dramatische Momente in die Welt hinausposaunt.
Bisher klappt das ganz gut, dass ich mich vor Spoilern "schützen" kann, doch das hat auch den Grund, dass ich  nur Rezensionen von den Leuten lese, von denen ich weiß, dass sie Spoiler auch als solche kennzeichnen. 

♡

Sonntag, 16. März 2014

[Tag] Ich möchte unbedingt lesen …

Tag ihr Lieben! 

Die nette Nina hat mich getaggt, obwohl ich diesen Tag schon einmal gemacht habe, 
mache ich ihn erneut, denn meine Leseprioritäten haben sich verändert! 

1. Throne of Glass by Sarah J. Maas

( schon bestellt *hihi* ) 

2. Crown of Midnight by Sarah J. Maas 

( wird bestellt, wenn die Sparstrumpf-Challenge besser läuft ^^' ) 

3. The Assasin's Blade by Sarah J. Maas 

( hier gilt die selbe Regel, wie bei Nr. 2 ) 

4. Days of Blood and Starlight by Laini Taylor 

( Mein ultimativer Plan: Zuerst Daughter of Smoke and Bone lesen, dann Blood and Starlight lesen und dann Dreams of Gods and Monsters lesen; wenn es dann endlich erscheint(!) )

5. Dreams of Gods and Monsters by Laini Taylor 

( siehe ultimativer Plan, Nr. 3 )


Man kann ein Muster erkennen, nicht wahr?
Das sind die Bücher nach denen ich mich momentan am meisten sehne. 
Keine Ahnung wieso, weshalb, warum. 
(Obwohl eigentlich ja doch)

Jeder der möchte, kann gerne mitmachen :) 

Einen schönen Sonntag euch allen! 

Carly
♡

Samstag, 15. März 2014

[Buchrezension] About Ruby von Sarah Dessen

 

Klappentext:
Eben noch hat Ruby in einer unbeheizten Bruchbude gehaust. Und jetzt? Luxuriöse Villa, schicke Privatschule, teure Klamotten... Seit ihre Mutter verschwunden ist, lebt Ruby bei ihrer Schwester Cora und deren Mann Jamie, einem Internet-Millionär. Die beiden bieten ihr ein neues Leben, aber Ruby will sich nicht kaufen lassen. Zu tief sitzt der Schmerz, dass Cora sie vor zehn Jahren verlassen hat. Der Einzige, der Ruby versteht, ist der gut aussehende Nate von nebenan. Aber auch bei ihm brodelt es unter der Oberfläche.

Erster Satz:
"Und zu guter Letzt die Hauptsache", meinte Jamie, während er eine weitere Tür öffnete. "Dein Zimmer!" 


Eye-Candy: 
Das Cover mit dem Mädchengesicht. Was mich hier ganz besonders nervt: Die vermeitliche Ruby trägt noch nicht einmal eine Kette mit einem Schlüssel um den Hals.
Besser machen es die englischen Versionen. Da Rubys Schlüssel eine wichtige metaphorische Bedeutung im Buch und Rubys Leben hat, sollte er schon auf dem Cover zu sehen sein. 
Sehr schön finde ich bei dem Cover links, dass der Schlüssel im Fokus steht. Und der Schlüssel ist auch sehr schön!
Das andere englische Cover finde ich am besten. Hier geht man nicht nur auf eine sehr interessante Weise mit dem Schlüssel um, man bezieht sich auch, auf einer sehr kreativen Weise, auf andere inhaltliche Themen!


Inhalt: 
Hier leistet der Klappentext eine wirklich gute Arbeit. Mehr kann man nicht verraten, ohne zu spoilern.

Meine Meinung:
Seit "Just Listen" liebe ich die Bücher von Sarah Dessen. Ihre Schreibweise ist immer so berührend und eines ihrer Zitate erinnert mich immer wieder daran, was man an Freunden hat und dass man sie wertschätzen sollte. 

Ich wusste also, dass das Buch mich fesseln würde und genau so war es auch. Ruby ist ein sehr starker Charakter, zeitweise sogar zu stark und unberührbar. Der Spruch harte Schale, weicher Kern trifft sehr gut auf sie zu. Ihre harte Schale bekommt nach und nach Risse und zerbröselt irgendwann ganz. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie dann zu einer dieser perfekten Charaktere wird. Sie ist immer noch taff und lässt sich nicht verbiegen. 

Die Nebencharaktere in diesem Buch sind alle so echt, das ist unglaublich. Jeder einzelne hat seine eigne Geschichte, ein eigenes Leben, eigene Probleme. 
Ganz besonders toll finde ich Cora und Jamie. Rubys ältere Schwester und ihren Ehemann. Sie sind so süß, herzlich und witzig. Ich wollte schon immer eine ältere Schwester und Cora wäre die perfekte Kandidatin dafür. 

Der Love Interesst entwickelt sich langsam und nachvollziehbar. Nate ist der Junge von nebenan, zu nett und lieb für die Welt, jedoch hat er eigene schwerwiegende Probleme. Er geht mit ihnen so um, wie man es von einem Jugendlichen in seiner Position erwarten würde, daher wirkt er trotz seiner Gutmütigkeit nicht falsch oder nervig. 
Leider konnte ich mich nicht mit Ruby in ihn verlieben. Das hat den Grund, dass es zu wenig Nate gab. Er war zwar immer da, aber das Geschehen hat sich kaum um ihn gedreht.

Fun Fact zum Buch: Rubys Schwager Jamie hat eine Plattform entwickelt, die es einem ermöglicht mit seinen Freunden zu chatten und in Kontakt zu bleiben. Facebook existiert nicht in diesem Universum.


Sarah Dessens Schreibstil ist traumhaft. Die Sätze fliegen nur so dahin, obwohl das Buch nicht spannend im herkömmlichen Sinn ist, möchte man wissen, wie es nun mit Ruby weitergeht. Als nur noch 100 Seiten übrig waren, habe ich mich vor dem Weiterlesen gedrückt, weil ich nicht wollte, dass es zu Ende geht. Irgendwann kam das Ende dann doch und leider war ich damit nicht vollständig zufrieden. Einige zentrale Fragen wurden zu hastig abgehandelt und andere unwichtigere Handlungsstränge wurden toterzählt. 
Leider hat das Buch einige Längen. So beobachtet Ruby andere Charaktere (die nur einmal auftauchen) und was sie machen und das über mehrere Seiten hinweg! Lieber hätte ich es, wenn man mehr Nate oder mehr von der Mutter von Ruby erfahren hätten.

In der Kürze liegt die Würze: 
"Was bedeutet Familie" ist hier die zentrale Frage. Eine Protagonistin, mit der man nicht gleich sympathisiert und die kaum unperfekter hätte sein können, dazu eine Menge an liebenswerten Charakteren und ungewöhnlichen Antagonisten.

Bewertung:  
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Rubys und Nates Schicksale sind so berrührend, dass ich an einigen Stellen einen dicken Kloß im Hals hatte. Es reicht zwar nicht ganz für die fünf, aber ♥ ♥ ♥ ♥ Herzchen sind nichts, worüber man meckern kann. 

Autorin: 
Sarah Dessen, geboren 1970 in North Carolina, hat mit 26 ihren ersten Roman veröffentlicht und gehört inzwischen zur Topliga der deutschen Jugendbuchszene.
Sie lebt mit ihrer Familie in Chapel Hill und unterrichtet Kreatives Schreiben an der University of North Carolina. (Quelle)

© KPO Photo
Titel: About Ruby
Originaltitel: Lock and Key
Autorin: Sarah Dessen
Genre: YA Contemporary Romance
Verlag: dtv 
ISBN: 978-3-423-78267-8
Taschenbuch: 544 Seiten

Weitere Informationen könnt ihr hier bekommen❣

Donnerstag, 13. März 2014

[CoverTalk] Frühlingsgefühle oder warum wir wissen, dass Liebe in der Luft liegt 🌷

Frühlingsgefühle 
oder 
warum wir wissen, dass Liebe in der Luft liegt 


Das Wetter wird wärmer, die Kleidung wird kürzer, die Haare werden heller und die Haut wird dunkler.
Frühlingsgefühle und Summerfeeling. 
Beide Jahreszeiten gehören für mich irgendwie zusammen.

Wenn ihr, wie ich auch, zu den Jahreszeiten-Lesern gehört,
dann habt ihr sicher bemerkt, dass es ein bestimmtes Muster gibt, die solche Bücher kennzeichnen, die im Frühling und Sommer erscheinen.

1. Das Cover (dazu gleich mehr) 
2. Die Titel und Kurzbeschreibungen 
3. Die Themen, um die es in dem jeweiligen Buch geht

 Zäumen wir das Pferd von hinten auf. 

Typische Themen sind: 
Road Trips, (Sommer)Ferien, armes/normales Mädchen und reicher/berühmter Junger (oder andersherum), irgendjemand wird von der Stadt in ein Kaff abgeschoben (oder andersherum), Freundinnen-/Familien-/Selbstfindungs-/Liebesdrama. 

Habe ich etwas vergessen? Lasst es mich wissen.

Typische Schlagwörter im Titel sind: 
Happy, Ortsnamen (Nantucket, New York usw.), Kiss, Love, ... ihr seht schon wohin das führt. 

Typische Cover:




Das sind meine Lieblingscover, besonders die beiden letzten gefallen mir sehr gut.
Solche Cover anzuschauen stimmt mich einfach glücklich und solche Bücher zu lesen und mich mit den Protagonisten zu verlieben und Abenteuer durchzustehen…für mich wird das nie langweilig.

Diese Bücher sind süß, nicht immer tiefsinnig, aber dafür immer sehr unterhaltsam!
Sie machen einfach Spaß!
Manchmal brauche ich diese Art von Büchern, um mich fallen zu lassen.

Momentan habe ich auch wieder diesen Drang, genau solche Bücher zu lesen. 
Im Winter lese ich zwar auch gerne "Winterbücher", die dann um Weinachten und Feiertage spielen, jedoch mag ich viel lieber Frühling- und Sommerbücher.
Vielleicht ist das auch einfach nur eine Macke von mir :)

Was sind eure Lieblingsbuchcover, die in euch Frühlingsgefühle auslösen?
Seit ihr Jahreszeiten-Leser oder eher nicht?

♡

Mittwoch, 12. März 2014

[Regalfutter] Fortsetzung folgt ...


Hallo alle zusammen! 
Es ist mal wieder Zeit für Neuzugänge. Das sieht noch nicht nach total viel aus, aber ziemlich viel wird noch vom Februar dazu kommen und dann sind da noch die Tauschbücher ... 

... Außerdem habe ich gestern einen Amazon - Gutschein bekommen, was dazu geführt hat, dass ich über mein Buget hinaus eingekauft habe ... 
Ich habe einfach keine Selbstdisziplin, dabei dachte ich, dass die Sparstrumpfchallenge das ändert. Wahrscheinlich ist bei mir Hopfen und Malz schon verloren. 

Na ja, ist ja auch egal. Ab geht's zu den neuen Büchern! 

 

 Jap, ich bekenne mich schuldig, den ersten Harry Potter habe ich nie gelesen (den zweiten und sechsten auch nicht, aber pst). Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich das Buch für läppische 50ct von der Bibliothek kaufen konnte. Es sieht aus wie neu, riecht wie neu und macht Geräusche, wie es neue Bücher nun mal machen ;) 


 Auf "Spurlos" bin ich schon seit einer langen Zeit aufmerksam geworden.
Es hört sich sehr spannend an und behandelt Themen wie Identitätsverlust. Außerdem scheint die Protagonistin kick-ass zu sein und keines der weinerlichen Buchcharaktere.
Ich glaube, dass es genau ein Buch nach meinem Geschmack ist! 

 

"Das Leben ist ein listiger Kater" hört sich wunderbar schrullig und süß an. Ich habe die leise Ahnung, dass das Buch sehr berührend sein wird. 
Gespannt bin ich auf jeden Fall!

 

Schaut euch das Cover an! Ich liebe es! 
Die Farben, die Schrift, das Motiv! Es sieht so wunderschön aus ... 
UND es hört sich auch total gut an. Die Leseprobe war bereits der Hammer. 

 

"Die Zuflucht" ist der zweite Teil von "Die Enklave", ein sehr sehr sehr spannendes Buch. 
Hier habe ich schon reingelesen und bin bisher begeistert! 


 

Die Bücher von Sarah Dessen sind immer sehr berührend und intensiv. 
Ich liebe die Autorin schon seit ich "Just Listen" gelesen habe, darauf folgten dann weitere Bücher und jetzt habe ich endlich "About Ruby" bei mir. Das Buch habe ich bereits ausgelesen und demnächst sollte die Rezi kommen :)

 

Noch einmal Sarah Dessen, aber zu viel von ihr kann man eh nicht bekommen. 
Wie auf alle anderen Bücher auch, bin ich hier sehr auf den Inhalt gespannt! 


So das war der erste Schub an Neuzugängen. Weitere Bücher werden demnächst *hoffentlich* folgen, da ich nicht tausend kleine Regalfutter-Post hochstellen möchte, sammele ich sie erst und dann bekommt ihr sie zu sehen :) 

In letzter Zeit stehe ich ziemlich auf YA Contemporary, wahrscheinlich hat das was mit dem Wetter zu tun. (Ja, ich bin einer der Jahreszeiten-Leser) Ich möchte einfach über Liebe, Freundschaft und Famlie lesen, auch Fantasy-Bücher behandeln zwar diese Themen, aber momentan habe ich Lust auf die Realität (das kommt selten genug vor, weshalb ich ich mich freue). 


Carly
♡

Dienstag, 11. März 2014

[Buchrezension] Will & Will von John Green und David Levithan

 

Klappentext:
Zweimal Will, zweimal Liebe: Zwei Siebzehnjährige namens Will Grayson, deren Leben sich seit Längerem im Kreis dreht, treffen in einer kalten Nacht in Chicago durch Zufall aufeinander. Und plötzlich gerät alles in Bewegung... 
Zwei der renommiertesten Jugendbuchautoren vereint in einem großartigen gemeinsamen Projekt: Der New York Times-Bestseller, der in die Top Ten der romantischsten Bücher des Jahres kam! 
"Ein Roman, der die Leser lachen, weinen und aus vollem Halse singen machen wird - und das gleichzeitig!" Kirkus Review

Erster Satz:
Als ich klein war, hat mein Vater immer zu mir gesagt: „Will, du kannst dir deine Freunde aussuchen und du kannst dir in der Nase bohren, aber in den Nasen deiner Freunde hat dein Finger nichts zu suchen.“


Eye-Candy: 
Als Cover gibt es so viele bessere Allternativen, als dieses hier! Wir sehen weiße Chucks (von denen nie die Rede ist, nur um es mal zu sagen), irgendjemand balanciert auf einem Hochseil, im Hintergrund haben wir den Himmel. 
Total metaphorisch! Boah, so tiefsinnig, da beide Jungs Probleme haben und ihr Leben ein Balanceakt ist!, möchten die Verleger, dass wir sagen oder denken. Stattdessen runzele ich nur die Stirn und seufzte entnervt, genau so wie ich auch über den Klappentext seufzen musste, nachdem ich das Buch gelesen habe. Dazu später mehr.
Mir gefällt die englische Taschenbuchausgabe viel mehr. Hier weißt man dezent darauf, dass beide Wills verschieden sind und irgendwie auch gleich. Was gibt es besseres, als den Fingerabdruck, um die Individualität zu zeigen? 
Beim englischen Hardcover sehen wir die Lichter einer Bühne. Huch, was hat es denn damit auf sich?, fragt man sich. Der beste (und schwule) Freund des hetero Wills plant ein Musical, was zur Nebenhandlung gehört. Stellt sich die Frage, warum man ein Verweis auf die Nebenhandlung auf dem Buchcover haben muss...

Inhalt: 
Es ist knifflig den Inhalt des Buches wiederzugeben, ohne einen Teil der Handlung zu spoilern. Dennoch werde ich es versuchen. 
Wie der Titel anmuten lässt geht es um zwei verschiedene Will Graysons, die vom Schicksal zusammengeführt werden. Der eine ist schwul und der andere ist hetero. Beide haben prägnannte Probleme, die anders sind als die Probleme "normaler" Jugendlichen. 
Als beide in einem Prono/Sexshop aufeinander treffen, ändert sich ihr Leben. 

Meine Meinung:
Zuerst: Vertraut nicht dem Klappentext.  
In diesem Buch geht es nicht voranging um die Liebe und das Buch ist alles andere als romantisch.
Es ist süß und knuffig und niedlich und witzig. Aber romantisch ist es nicht. 

Das Buch wird jeweils von der Ich-Perspektive des hetero Will Graysons und der des homosexuellen Will Graysons erzählt. Dass die beiden sich pro Kapitel abwechseln erkennt man an der Rechtschreibung (unter anderem). Der schwule Will G. benutzt nämlich keine Großschreibung, er schreibt alles klein. Ja, auch nach einem Punkt schreibt er klein, was mich regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat.

Toll ist es, dass beide Will wirklich verschieden sind. Man hat nicht das Gefühl einen Abklatsch des anderen Will G.s vor sich zu haben. 
Beide Jungs sind sehr witzig, aber da ich bereits Bücher von John Green und David Levithan kenne, wusste ich, dass ihre Charaktere sicher unterhaltsam sein würden. 

Der schwule Will ist minimal interessanter, da er tiefgehende psychologische Probleme hat. Es hat Spaß gemacht ihn dabei zu beobachten, wie er mit seinen Ängsten kämpft und sich ihnen stellt. Seine innere Entwicklung ist enorm gegen Ende des Buches. Jedoch ist er einer der Charaktere, die immer einen Schubs brauchen, damit sie in die Gänge kommen. An einigen Stellen, hat er so lange einen inneren Monolog geführt, bis der Schubs in Form eines Nebencharakters endlich kam. Dadurch hat das Buch einige Längen, doch werden diese Längen gebraucht, damit der Charakter sich entwickeln kann. 
Eine durchaus paradoxe Situation. Es lohnt sich nicht vorschnell aufzugeben und dranzubleiben. Manche Leser haben es eh lieber, wenn etwas mehr erklärt und gezeigt wird (ich gehöre nicht dazu).

Der hetero Will hat auch Probleme, doch sind seine Probleme nicht komplett nachvollziehbar. Er kommt aus einer guten Familie, hat Freunde, hat gute Noten und dennoch stellt er sich teilweise echt dumm an. Dieser Will steht sich selber im Weg und bis er das kappiert hat und sich endlich weiterentwickelt, habe ich schier einen Nervenzusammenbruch erlitten. Doch da John Greens Charaktere immer sehr lustig sind, macht es einem weniger etwas aus, wenn sie sich dümmlich anstellen. 
Schade finde ich, dass dieser Will nach etwa der Hälfte des Buches immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird. Dabei wird ein Nebencharakter immer mehr zum Mittelpunkt...

... dieser Nebencharater ist Tiny, der schwule beste Freund des hetero Wills. Ich mochte Tiny, mit seinen Sprüchen lockert er brenzlige Situationen schnell auf, hilft den Wills, wenn sie einen (oder mehrere) Schubser brauchen. Er ist der Fixpunkt im Leben beider Jungen und an sich ist es ok, dass er eine so große Rolle im Buch inne hat. Jedoch sollte das Buch dann nicht Will & Will (oder Will Grayson, Will Grayson) heißen, sondern Will & Will UND Tiny.

Was das Love Interesst angeht, bin ich maßlos enttäuscht. Wahrscheinlich weil ich weiß, dass beide Autoren mich aus den Socken hauen können (siehe "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und "Nick und Norah"). Aber in diesem Buch, war keine der beiden Liebesgeschichten gut umgesetzt. Ich mag zwar die Charaktere, aber der Funken zwischen den Charakteren ist nicht auf mich übergesprungen. 

Enttäuschend ist auch die Relation in der beide Wills zueinander stehen. Beide treffen ungefähr nach 100 Seiten aufeinander und dieses Aufeinandertreffen ist so witzig! Dann gehen sie wieder beide ihrer Wege und was passiert dann? Sie leben einfach ihr eigenes Leben weiter! 
Es heißt doch, dass das Leben der beiden sich gegenseitig verändert und bla bla bla. Aber das tut es nicht. Erst gegen Ende treffen sie wieder aufeinander und das nur ganz kurz. Die entscheidende Verbindung zwischen dem einen Will und dem anderen Will ist nicht existent! Es gibt hier so tolle Ansätze! Es ist eine Schande, dass man sie nicht nutzt.

Das Ende lässt mich hin- und hergerissen zurück. Es versucht tiefsinnig zu sein, dabei bräuchte es das gar nicht, da die Message der Geschichte tiefsinnig genug ist. Das Ende ist gut, es hat mir gefallen, es hat die wichtigsten Fragen beantwortet und ist kein komplett abgeschlossenes Ende. 
ABER es hinterlässt kein "Mind-Fuck"-Gefühl wie Looking for Alaska.
Es hinterlässt kein "Was-soll-ich-nun-mit-meinem-Leben-anfangen?"-Gefühl wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter. 
Und es hinterlässt auch kein "Boah-wie-süß-ich-möchte-das-auch"-Gefühl wie Nick und Norah. 
Ich weiß schon, das ist ein eigenständiges Buch. Dennoch fehlt ihm das entscheidende "John Green" / "David Levithan" Feeling. Und wenn man das Buch mit den Büchern vergleicht, die man so abgöttisch liebt, dann stinkt es beinahe schon ab.

In der Kürze liegt die Würze: 
Tolle flüssige Schreibweise, obwohl bei Levithan mir die Schreibweise bis zum Ende zu schaffen gemacht hat. Das Buch lebt von den bunten Charakteren und dem Witz der Dialoge, aber nicht von der Spannung. Wer Spannung erwartet ist hier falsch. Einige kitschige Szenen und Längen gibt es durchaus, die sind jedoch noch unter der Schmerzgrenze.

Bewertung:  
Ich hasse mich, wenn ich sage, dass meine Erwartungen zu hoch waren. Doch das waren sie. Ich dachte mich erwartet eine Art Molotow Coctail der literarischen Hochgenüsse, da zwei meiner absoluten Lieblingsautoren gemeinsam ein Buch geschrieben haben. Dem war leider nicht so.
Ich habe durch das ganze Buch hindurch gelacht, ich hatte Spaß, doch das Entscheidende hat gefehlt. Meine Bewertung liest sich schlechter als sie eigentlich ist. Schließlich habe ich das Buch an einem Stück durchgelesen, obwohl es mich nicht 100%ig überzeugen konnte... Daher "nur" ♥ ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Autoren: 
Corine-Preisträger John Green schrieb die preisgekrönten Bestseller »Eine wie Alaska« und »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. David Levithan ist der Autor des Bestsellers »Nick & Norah«, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. »Will & Will«, der erste gemeinsame Roman der beiden, stand auf der New York Times-Bestsellerliste und wurde unter die Top Ten der romantischsten Bücher des Jahres gewählt. (Quelle) 
David Levithan wurde NICHT in Frankreich oder Milwaukee geboren, hat weder in Harvard noch in Oxford studiert, und er lebt auch nicht in Manhattan, sondern auf der anderen Seite des Hudson River, in New Jersey. Gemeinsam mit Rachel Cohn hat er u.a. "Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht" und "Naomi & Ely - Die Freundschaft, die Liebe und alles dazwischen"geschrieben. Sein preisgekrönter Roman "Noahs Kuss... und plötzlich ist alles anders" hat in den USA mittlerweile Kultstatus.(Quelle)
© Tom Koene/Agentur Weniger
Titel: Will & Will
Originaltitel: Will Grayson, Will Grayson
AutorIn: John Green und David Levithan
Genre: YA Contemporary
Verlag: cbt 
ISBN: 978-3-570-16103-6
Gebunden: mit Schutzumschlag, 384 Seiten

Weitere Informationen und Leseprobe bekommt ihr hier❣

Montag, 10. März 2014

[Montagsfrage] Gibt es ein Buch, das du aus Prinzip (noch) nicht gelesen hast?


Die heutige Montagsfrage, wieder von der lieben Nina von Libromanie gestellt, lautet: 

Gibt es ein Buch, das du aus Prinzip (noch) nicht gelesen hast?

In der Regel mag ich es nicht, mich gegen irgendetwas zu verschließen, nur weil andere es super-toll oder super-scheiße finden. Schließlich hat jeder einen eigenen Geschmack und wer bin ich, um von vornerein etwas abzuschreiben? Wer weiß, vielleicht entgeht mir durch meine eigene Ignoranz ja etwas ganz Außergewöhnliches?

Daher sage ich aus Prinzip nicht, dass ich auf irgendetwas aus Prinzip verzichte. 
Übrigens ist die Doppelung gewollt ;)

Es tut mir zwar in der Seele weh, wenn manche Hypes ein gutes Buch schlecht reden oder den Zauber davon vernichten, aber das ist nicht die Schuld des Buches. 
Von der Hype-Welle werde ich meistens eh nicht erfasst, weil ich hinter dem Mond wohne und nie auf dem neusten Stand bin was irgendwelche Trends angeht.

Das war heute wieder eine sehr interessante Frage. 
Ich mag es, dass Ninas Fragen immer einen Tick tiefsinnig sind und man sich wirklich Gedanken um ein bestimmtes Thema macht :) 

Ich wünsche allen einen wunderschönen Wochenanfang! 

Carly
♡

Samstag, 8. März 2014

[Challenge] Dystopien Challenge 2.0 von Lielan


Ich habe eine tolle neue Challenge entdeckt, undzwar die Dystopien Challenge 2.0 von Lielan!

Der Zeitraum für die Challenge: 
15. März 2014 - 15. März 2015 

Es gibt zwei verschiedene Richtlinien, von denen man nur eine wählen muss. 

Die erste  Variante: Mindestens 10 Dystopien lesen, allerdings nach verschiedenen vorgegebenen Richtlinien. 

Die zweite Variante:  Mindestens 20 Dystopien lesen.

Bitte beachten: Man kann nicht bei beiden Auswahlmöglichkeiten mitmachen und die gelesenen Bücher müssen rezensiert werden.


 Nähere Infos bekommt ihr bei Lielan  :) 


Ich entscheide mich für die zweite Variante.

[Buchrezension] Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht von C.C.Hunter

Klappentext:
Sie hat keine Ahnung, wer sie ist und welche Kräfte in ihr stecken.
In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt nur, wer übernatürliche Kräfte hat – Feen, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben – wenn sie nur wüsste, welche …

Doch plötzlich wird das Camp bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen, werden sie die übermächtigen Feinde besiegen können

Für alle Fans von "House of Night"

Erster Satz:
"Das ist nicht lustig", hörte sie ihren Vater brüllen.

Eye-Candy: 
Ein Mädchen in einem Kleid, ein merkwürdiger Baum und Nebel um sie herum. Was das ganze mit der Handlung zu tun hat? Kiley (die Protagonistin) ist blond und Shadow Falls liegt in einem Wald, also Bäume und Nebel.  Toller Zusammenhang oder?
Das Cover glänzt metallisch, an sich ganz hübsch, aber das war's dann auch schon.
Sehr kreativ, muss ich schon sagen... 

Inhalt: 
Kiley macht eine schwierige Zeit durch. Ihre Eltern wollen sich scheinbar grundlos trennen, ihr Freund hat mit ihr Schluss gemacht, weil sie nicht mit ihm schlafen wollte und ihre beste Freundin und sie entfernen sich immer mehr voneinander. Als würde das alles nicht reichen, fängt sie auch noch an Geistererscheinungen zu sehen, keiner außer ihrer Terapeutin will ihr glauben... 
Dem ganzen Schlamassel wird die Krone aufgesetzt, als sie auf einer Party mit Drogen erwischt wird und ihre Mutter sie auf das Shadow Falls Camp schickt. Ein Camp für schwererziehbare Jugendliche. Kiley ist sich sicher, dass das alle Freaks sind und sie nicht dorthin gehört. Gerade als sie dachte, es könnte nicht noch schlimmer werden, wird ihr angekündigt, dass sie kein Mensch ist. Und auch die anderen Camp-Bewohner sind alles andere als menschlich...

Meine Meinung:
Als ich gelesen habe, dass das Buch für alle Fans von House of Night empfhelenswert wäre, wusste ich, dass es mit mir und dem Buch nichts werden konnte. Dennoch habe ich es versucht. 
Tja, den Versuch hätte ich mir sparen können. 

Kiley ist eine schreckliche Protagonistin, mit der ich von Anfang an nicht klar gekommen bin. Ich verstehe nicht, wie sie vorschnell irgendwelche unbegründeten Urteile fällen kann. So bezeichnet sie ihre Mutter "eiskalt" nur weil diese sich von ihrem Vater scheiden möchte und dabei gefasst ist und nicht in Tränen ausbricht. Auf ihre beste Freundin schaut sie von oben herab, weil diese schon mit sage und schreibe 3 Jungen geschlafen hat. (Ist doch ihre Sache, meine Güte!) Auf die anderen Campbewohner reagiert sie unhöflich und abweisend, bezeichnet sie als Freak, nur weil sie wie "Goths" aussehen. "War der Gothic-Look nichtlängst out? Wo hatte die denn ihre Mode-Tipps her? Hatte sie nicht gelesen, dass Farben wieder in waren? Dass Blau das neue Schwarz war?" (Zitat aus Seite 27) 

Das Beste ist, dass sie sich selber als "nett" bezeichnet. Sie hat, so sagt sie "Freundlichkeits-Gene" (oder etwas dergleichen). Da wo ich herkomme, sagt man dazu Zicke, liebe Kiley. 
Aber das ist immer noch nicht alles. Denn das Beste kommt noch. Da ihr Freund sie verlassen hat, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte, ist Sex ein sehr wichtiges Thema bei Kiley. Sie spricht immer und immer wieder davon, bezeichnet die neue Freundin des Freundes als "Schlampe" und verwendet andere sehr abfällige Wörter um Mädchen zu beschreiben, die entspannter mit ihrer Sexualität umgehen.
Versteht mich nicht falsch, ich finde es gut, dass sie sich nicht dazu drängen lässt mit ihrem Freund zu schlafen und dass sie standhaft bleibt. Aber warum kann sie die Entscheidung anderer Mädchen nicht akzeptieren und muss diese als "Schlampe" bezeichnen? Sie wirkt dermaßen verbittert, dass es zu einer 16 / 17 Jährigen einfach nicht passt.
Und das ist immer noch nicht alles. Die liebe Kiley, die auf den Richtigen wartet, macht nämlich innerhalb von 100 Seiten mit drei verschiedenen Jungs rum. Jap, wobei sie ziemlich weit geht, wenn ihr versteht was ich meine...
Hauptsache die anderen sind "Schlampen" und sie ist "nett" und jungfräulich. 

Ihre Love Interessts (gleich drei, was ich noch nie in einem Buch gelesen habe) sind alle uninteressant. Warum die auf sie stehen, das blieb über das ganze Buch hinweg ein Rätsel. Kiley ist nicht besonders witzig, hat keinen Charme, sieht zwar nicht "unatraktiv" aus und super intelligent ist sie auch nicht. Sie ist einfach nur "nett" und alle heißen Jungs im Umkreis von 2 km stehen auf sie. 
Die Jungs sind auch nicht gerade Intelligenzbestien. Da kennt sie den einen einen Tag lang und der lässt sich Blut für sie abzapfen Oo 
Alles klaaaaar... kaum übereilt oder so.

Wenigstens waren ihre Zimmerkameradinen unterhaltsam. Die Hexe Miranda und die Vampirin Della haben den einen oder anderen lustigen Schlagabtausch. Die beiden sind auch die einzigen Charaktere, denen etwas mehr Tiefe verliehen wurde. 

Wer Spannung in diesem Buch sucht, der kann lange suchen und wird nicht fündig werden. Es geht hauptsächlich darum, dass Kiley ihre Fähigkeiten entdeckt und lernt mit ihnen klarzukommen. Dabei stellt sie sich wahnsinnig dumm an und nervt den Leser einfach nur. 
Ich denke mal, dass die zentrale Handlung sich um Kiley und ihre unbekannte Abstammung sein wird. Im fünften Band weiß man dann endlich was sie ist. Das wird sich wohl etwas hinziehen, so viele Bücher und als Haupthandlung dieses Thema? Ich bin kritisch. 
Schon in diesem Buch passiert über mehrere Kapitel hinweg nichts. Abgesehen von Kileys Herumgejammer, dass sie Jungfrau ist und dass sie ein Mensch sein möchte. Sie dabei so weit, dass sie sich wünscht, sie hätte einen Tumor(!) oder sie hätte eine psychische Störung(!) anstatt etwas Übernatürliches zu sein. 

Was hat sich die Autorin denn dabei gedacht? Man kann doch nicht echte Krankheiten so ins Lächerliche ziehen... Klar hat Kiley einen Moment des "Oh ich habe keinen Tumor, auch gut. Mann bin ich froh", aber dennoch ist das für mich ein NoGo, dass sie sich für einen Moment (sei er noch so kurz) wünscht, sie hätte eine Krankheit. Nein. Nein. Nein. Das kann ich einfach nicht akzeptieren, gerade weil ich Bekannte habe, die Krebs hatten und ich habe mit Leuten zusammengearbeitet, die eine psychologische Störung haben. Das ist nichts worüber man sich lustig machen sollte, nichts was man sich wünschen sollte, noch nicht mal für eine Millisekunde. 
Dabei ist es von Anfang an klar, dass sie Übernatürlich ist. Viel heiße Luft um nichts, so kann man das zusammenfassen.

Die Autorin schreibt zwar recht flüssig, doch seien wir ehrlich, das Buch hätte ruhig 200 Seiten weniger haben können. 
Außerdem ist mir aufgefallen, dass ihre Beschreibungen oft wischi-waschi sind. Das bedeutet, dass man sich nichts darunter vorstellen kann. Ein Beispiel "sein unverkennbar männlicher Geruch". What? Geh mal zum Müller und sag den lieben Parfümverkäuferinnen, dass du einen "unverkennbar männlichen Duft" suchst. Dann zeigen sie dir die gesammte Herrenparfum-Abteilung. Diese Beschreibung kam nicht nur einmal im Buch vor. Immer wieder schnüffelt Kiley an den Love Interessts, nur um herauszufinden, dass sie männlich duften. 
Sorry, sie duften unverkennbar männlich.

In der Kürze liegt die Würze: 
Vielleicht ist das Buch wirklich für Fans von House of Night. Kiley wird schon mit Zoe verglichen, die eine ähnliche Jungstendenz hat. Es passiert so gut wie nichts im Buch und die Charaktere sind flach und langweilig. Spannung? Fehlanzeige. Zu den anderen Kritikpunkte sage ich nichts, da ich mich sonst wieder aufrege...


Bewertung:  
Ich liebe Bücher in denen es um übernatürliche Kräfte geht und die Teens kommen dann auf eine Schule oder gehen in ein Camp, wo sie ihre Kräfte entdecken. So etwas zu lesen hat mir bisher immer Spaß gemacht. Ich habe nicht erwartet, dass Shadow Falls mit Percy Jackson mithalten kann, aber dennoch hatte ich höhere Erwartungen. Einige Lacher hat das Buch zwar, aber nicht aufgrund von Kiley und sehr oft ist das Buch unfreiwillig lustig, daher leider nur  ♥ Herzchen.

ps: Am liebsten würde ich dem Buch Minus Herzchen geben. Die Rezension hat als "Kurzrezension" angefangen, schätze man kann zu schlechten Büchern genau so viel (wenn nicht mehr) sagen, wie zu guten Büchern.

Autorin: 
Schon als Kind liebte C.C. Hunter Glühwürmchen, lief am liebsten barfuß und rettete mögliche Märchenprinzen in Form von Fröschen
vor ihren Brüdern. Auch wenn sie heute meist Schuhe trägt, ist sie immer noch von Glühwürmchen fasziniert.
Sie rettet inzwischen nicht mehr nur Frösche, sondern auch andere Tiere, und hat einen Märchenprinzen gefunden. Mit ihm, drei Katzen
und einem Hund lebt sie in Texas – und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder Zeit mit ihrer Familie verbringt, fotografiert sie gerne.
(Quelle)
(c) Leah Fortney
Titel: Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
Originaltitel: Shadow Falls - Born at Midnight
AutorIn: C. C. Hunter
Genre: YA Urban Fantasy
Verlag: Fischer FJB
ISBN:978-3-8414-2127-2
Brochiert: 492 Seiten
Reihe: Shadow Falls 
1. Geboren um Mitternacht (Born at Midnight)
2. Erwacht im Morgengrauen (Awake at Dawn)
3. Entführt in der Dämmerung (Taken at Dusk)
4. Verfolgt im Mondlicht (Whispers at Moonrise)
5. Erwählt in tiefster Nacht (Chosen at Nightfall)

Weitere Informationen hier❣
 

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