Samstag, 26. April 2014

[Buchrezension] Der Weg der gefallenen Sterne von Caragh M. O'Brien

 

Klappentext:
Gerade hat Gaia in der Siedlung Sylum eine neue Heimat gefunden, da steht sie schon wieder vor großen Veränderungen. Denn die Menschen von Sylum leiden an einer sonderbaren Krankheit: Sie können den Ort nur um wenige Meilen verlassen, bevor sie lebensgefährliche Schwächeanfälle erleiden. Ein Hinweis in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter zeigt Gaia jedoch, wie sie dieser großen Gefahr entfliehen können. Und so begibt sie sich mit einer Gruppe Siedler auf die gefährliche Reise zurück zu dem Ort, dem sie einst entflohen ist – der Enklave, der Stadt hinter der Mauer. Weder die junge Gaia noch ihre Gefährten wissen, was sie dort erwartet …


Erster Satz:
Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen.
  
Eye-Candy: 
Das Motiv und die Farben finde ich sehr hübsch, auch wenn sie nicht viel mit der Handlung zu tun haben. Okay, sie haben eigentlich nichts mit der Handlung zu tun. Es ist zwar toll, dass man die Bücher der Trilogie sofort zueinander zuordenen kann, aber die Individualität der einzelnen Bücher geht hier doch etwas verloren.

Inhalt: 
Achtung: Das ist der dritte Band einer Trilogie, falls ihr nicht gespoilert werden wollt, dann bitte erst wieder ab "In der Kürze liegt die Würze" weiterlesen.

Seit der Handlung des zweiten Bandes ist ungefähr ein Jahr vergangen und Gara führt die Karawane zur Enklave und hoffentlich damit auch zur Sicherheit. Jedoch weiß sie nicht, dass sich die Lage dort zum Schlechten gewendet hat …

Meine Meinung:
Band 1 der Trilogie fand ich super, Gara war eine sehr starke Protagonistin, die Handlung war spannend und eine total unnervige Liebesgeschichte. Band 2 war eher schwach, Gara hat mich genervt, es gab zu viel Liebes-TamTam und die eigentliche Handlung verschwand immer mehr vom Fokus. Von Band 3 habe ich mir daher sehr viel erhofft, denn so wie der letzte Teil einer Reihe ist, so behält man in der Regel die Reihe im Gedächtnis.

In diesem Band findet Gara zu ihrer Persönlichkeit vom ersten Buch zurück, wenn auch nicht ganz. Sie ist stärker, selbstbewusst und endlich denkt sie auch mal wieder an ihre Schwester. Dass sie versucht sich um ihre Familie zu kümmern und sich Gedanken um ihre Zukunft macht, das finde ich sehr gut. Als Leser hat man gemerkt, dass sie nun erwachsener und reifer geworden ist. Einige ihrer Entscheidungen haben zu dieser neuen Reife nicht gepasst, so handelt sie stellenweise sehr überstürzt und nicht nachvollziehbar genug, aber das zu verraten, wäre ein (wenn auch kleiner) Spoiler.

Leon war ein Liebling von mir, schon immer. Daher finde ich es schade, dass eine VIERECKSbeziehung erzwungen wird. Diese Vierecksgeschichte strotzt selber auch schon vor schlechten Klischees, wenn ihr das Buch lest, wird euch klar was ich meine. Gaia und Leon sind perfekt füreinander und diese "verzwickte" Situation wirkt sehr konstruiert, aber die Lösung des Ganzen … Ich finde es unfair den Lesern gegenüber, ihnen keine andere Lösung anzubieten, als die drastischste und für den Autor selbst die einfachste. Ich denke dann immer, dass der Autor einen für dumm hält, als könnten wir das nicht durschauen. (Das unterstelle ich jetzt einfach mal der Autorin, denn so habe ich es subjektiv wahrgenommen.)
Interessant ist, dass wir nun endlich mehr über Leons Vergangenheit erfahren.

Anstatt auf die Vierecksbeziehung Wert zu legen, hätte man besser sich mehr Zeit gelassen, die offenen Fragen zu beantworten. Manchmal ist es so, als würde die Autorin sich beeilen, um die Geschichte endlich fertig erzählt zu haben. Dabei ist ein weiterer Problem die Einführung von weiteren Fragen und weiteren Konflikten, die selber auch Zeit brauchen, um ihr Potential auszuschöpfen.

Trotz den neuen Konflikten kommt keine Spannung auf, die mit der vom ersten Band auch nur Schritt halten könnte. Es passiert die gesamte Zeit viel zu viel, als das man sich auf alles einlassen könnte.

Die Schreibweise der Autorin ist sehr schön zu lesen, aber leider gilt auch hier, alles zu schnell und zu sprunghaft. Die Handlung macht den angenehmen Schreibstil kaputt, so wirken oft mehrere Szenen einfach nur aneinander gereiht und wiedergegeben.

In der Kürze liegt die Würze: 
Der Lesefluss ist eher holprig; interessante neue Ansätze, die selbst reihen würden um ein weiteres Buch zu füllen. Leider fehlt die Zeit, um sie alle auszuleuchten und abzuschließen. Die Charakterentwicklung ist besser in diesem Teil, jedoch hat sie immer noch einige Schwächen. Spannungspotential enthalten, wird aber leider nicht ausgeführt.

Bewertung:  
Das Ende gibt dem Buch den Rest. Viel zu schnell und zu lieblos. Der Abschluss dieser Trilogie fühlt sich wie eine Tür an, die einem vor der Nase zugeknallt wird. Sehr schade, denn der erste Band ist eines meiner Lieblingsbücher. Für diesen unbefriedigenden Abschluss  ♥ ♥ Herzchen.

Autorin: 
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut. (Quelle)

© Tomy O'Brien
 Hezlichen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar gestellt hat!

Titel: Der Weg der gefallenen Sterne
Originaltitel: Promised
Autorin: Caragh M. O'Brien
Genre: Jugend-Dystopie
Verlag: Heyne fliegt
ISBN: 978-3-453-53454-4
Taschenbuch: 352 Seiten
Reihe: Birthmarked-Trilogie
  1. Die Stadt der verschwundenen Kinder / Birthmarked
  2. Das Land der verlorenen Träume / Prized
  3. Der Weg der gefallenen Sterne / Promised
 


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6 Liebe Worte:

  1. Meh :P Ich hatte mich schon auf einen superdupertolltastischen Abschluss der Trilogie gefreut xDDD Aber Vierecksbeziehung...ähm...nein, so ein Mist! Aber lesen werde ich es vermutlich trotzdem, ich mochte die Vorgänger dafür einfach viel zu sehr. Leon mochte ich auch immer am liebsten! :D

    Liebe Grüße,
    Bramble

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    1. Haha ja, als ob Dreiecksbeziehungen nicht schon schrecklich genug wären (außer die wenigen guten Ausnahmen). Lesen solltest du es auch unbedingt :) Viele mochten das Buch auch sehr gern, außer der Rezi von Martina und mir, sind die meisten sehr positiv xD

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende :)

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  2. Irgendwie haben mich die Bücher vom Inhalt nie so wirklich angesprochen und ich muss leider sagen, dass sich das bis jetzt noch nicht geändert hat.
    Mal schauen, ob ich es doch irgendwann mal lese :)
    Liebst, Emme ♥

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    1. Das erste Buch ist echt gut, vom Inhalt her lass dich da lieber nicht abschrecken. Ich wollte auch "nur ganz kurz reinlesen", das Buch hat einen unglaublichen Sog!

      Liebe Grüße

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  3. Hallo meine Liebe :)
    Ich durfte, kaut deiner Empfehlung, erst ab deiner Zusammenfassung lesen. Ich hätte im Prinzip auch einfach die ganz Rezi lesen können, bin mir aber nicht sicher ob ich die Reihe nicht vielleicht doch probieren sollte. Gerade, weil Band eins eines deiner Lieblingsbücher ist. Aber lohnt es sich denn wirklich nach diesem scheinbar ernüchternden Abschluss? Was meinst du? :)
    Ich hoffe du bist gut in die neue Woche gestartet!^^

    Ganz liebe Grüße ♥

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    1. Hallo meine Liebe :)
      Jaa, Band 1 war sehr gut. So anders und erfrischend, aber was genau mir da gefallen hat, das weiß ich nicht mehr genau ^^ Es war nur so wahnsinnig spannend!
      Viele finden den Abschluss ja ziemlich gut, aber ich eben nicht xD Du weißt ja, Abschlüsse und Enden, das ist immer so eine Sache. Aber probieren kannst du es ja ma, wenn du Zeit und Lust hast :)

      Der Wochenstart >.< das weißt du ja mittlerweile. Aber ich hoffe, du hasttest einen tollen Start ♥

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