Sonntag, 9. August 2015

[Buchrezension] Kein Gipfel zu hoch von Jordan Romero und Linda LeBlanc

Kein Gipfel zu hoch

Wie ich die höchsten Berge aller Kontinente bezwang
Einmal ganz hoch hinaus und die Welt aus einer anderen Perspektive sehen – das ist Jordan Romeros Traum. Schon mit 10 Jahren nimmt er sich vor, alle Seven Summits zu bezwingen – die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente. Kein Gipfel ist ihm zu schwierig, zu gefährlich, zu hoch. Aufgeben, das kennt Jordan nicht. Mit der Hilfe seines Vaters und seiner Stiefmutter bricht er einen Rekord nach dem anderen und wird zu einer Inspiration für andere. In diesem Buch erzählt der heute 17-Jährige, wie ihn nie der Mut verlassen hat, und nimmt den Leser mit auf eine beeindruckende Reise.


Kein Gipfel zu hoch | Jordan Romero, Linda LeBlanc | YA, Abenteuer, Contemporary | cbj | ISBN: 978-3-570-15997-2 | Hardcover, 416 Seiten

 
Meine Meinung: Gibt es etwas Tolleres als Abenteuer? Wenn man keine Abenteuer erleben kann oder will, aufgrund von was auch immer, sind Abenteuerromane oder -erzählungen eine sehr gute Alternative. Man fiebert, staunt und bangt mit. Umso ergreifender wird es, wenn es sich bei der Erzählung tatsächlich um wahre Begebenheiten handelt. 

Bergsteigen hört sich wie etwas an, das ich zwar interessant finde, was ich mir aber eher nicht geben würde, um ehrlich zu sein. Dennoch war ich auf das Buch total neugierig, da ich von Jordan Romero schon mal gehört habe, als sich ein paar Freunde von mir unterhalten haben. Sie haben ihn für seinen Mut, seine Zielstrebigkeit und sein Können bewundert. Das tue ich auch, obwohl ich beim Lesen ziemlich das Gefühl hatte, dass sich das Buch eher wie eine kleine Lobpreisung anhört. Ich weiß nicht, wie das Buch auf ein jüngeres Publikum wirkt, die kleinen Egotrips, die der Erzähler manchmal hat, haben die Geschichte ziemlich zäh gemacht. 

Der Schreibstil ist angenehm schlicht und klar. Dadurch kommt man beim Lesen sehr schnell voran. Manchmal war mir der Schreibstil zu sachlich, ich habe mir mehr Emotionen erhofft, wenn man berücksichtigt, dass ein Kind (!) einfach mal so sich entschließt die höchsten Berge der Welt zu besteigen. Der Adrenalinkick, den man dabei haben muss, dieser innere Drang, den man spüren muss, um so viel auf sich zu nehmen, kam leider bei mir nicht an. Allerdings könnten jüngere Leser dies anders aufnehmen.

Beim kritischen Lesen fiel mir auf, dass Jordans Körper möglicherweise nicht für die Belastung einer so anspruchsvollen Bergbesteigung nicht gerade geeignet ist. Ganz zu schweigen von den anderen Gefahren, die ein solches Unternehmen mit sich bringen kann.

Bewertung:Vielleicht habe ich von diesem Buch zu viel erwartet, aber leider kam die Begeisterung um den jungen Jordan Romero nicht bei mir an. Einen kleinen Einblick in die Welt der Berge und ihrer Bezwinger bekommt man zwar, jedoch bleiben die Emotionen oft auf der Strecke. Leider zu sachlich, ohne kritisch zu hinterfragen, hier hätte man sicher auch eine andere Lösung finden können. Ich habe das Gefühl, dass das Buch gleichzeitig versucht jüngere Leser anzusprechen, dies auf einer sehr "erwachsenen" Art, wodurch es sich stellenweise zäh lesen lässt, somit ♥♥♥ Herzchen.


Autorin: Im Alter von 13 Jahren erklomm Jordan Romero als jüngster Bergsteiger den Mount Everest, mit 15 bezwang er bereits den jeweils höchsten Berg aller sieben Kontinente. Sein nächstes Ziel sind die jeweils höchsten Berge der 50 amerikanischen Bundesstaaten, die er zusammen mit Kindern und Familien im Rahmen der „Find-your-Everest-Tour“ besteigen will. Sich im Freien aufzuhalten, fit zu bleiben, Zeit mit der Familie zu verbringen und sich Ziele zu setzen – das ist es, was Jordan an andere weitergeben möchte. (Quelle)



Mein Dank gilt an den cbj-Verlag, der so freundlich war und mir das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt hat!

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