Freitag, 9. Oktober 2015

[Buchrezension] Die 100 von Kass Morgan

Die 100 
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können.


Die 100 | Kass Morgan | YA, Science Fiction | Heyne fliegt | ISBN: 9783453269491| Paperback, 320 Seiten 
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Meine Meinung: Das Buch hört sich zu gut an, um wahr zu sein, das war mein erster Gedanke. Nach dem Lesen muss ich leider sagen, dass es sich tatsächlich zu gut anhört und dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden.

Die Grundidee des Buches erinnert mich an ein paar andere Bücher, die eine verseuchte Zukunft der Erde skizzieren. Reizvoller fand ich die versprochenen Konflikte, die aufkommen würden, wenn die Jugendlichen sich auf der Erde zurechtfinden werden müssten. Leider haben mich diese allerdings nicht ganz gepackt.

Das lag zum einen an den vielen Zeit- und Charaktersprüngen. An sich ist das zwar kein Grund für mich, die Erzählform oder gar die Geschichte und Charaktere nicht zu mögen, aber hier konnte ich keine Beziehung zu irgendetwas aufbauen. Viel zu abrupt und seicht, schienen mir die Charaktere, ihr Schicksal hat mich nicht besonders interessiert, da immer eine Distanz zwischen Leser und Charaktere besteht, was auch an der gewählten Perspektive lag. Viele der getroffenen Entscheidungen und Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen und habe mich nur darüber aufgeregt, dass keine Erklärungen folgen.

Auch die Welt, in der die Geschichte spielt, wird nicht genug gezeigt. Irgendwelche Systeme und Hierarchien extistieren zwar, aber wieso das so ist und wieso manche Dinge sich über all die Jahre nicht verändert haben, wird verschwiegen. Da dies der erste Band einer Reihe ist, nehme ich mal an, dass es in den Folgebänden besser wird, aber eine bestimmte Grundlage sollte dennoch aufgebaut werden.

Den Schreibstil fand ich stellenweise sehr angenehm oder sehr abgehakt und zäh. Dieses Durchwachsene hat die aufkommende Spannung immer wieder gestört und zu einem unterbrochenen Lesefluss geführt.

Bewertung: Kein Fisch, kein Fleisch, damit lässt sich das Buch gut beschreiben. Man kann es lesen, es hat seine guten Seiten, aber richtig kann es auch nicht überzeugen. Zu emotionslos, zu kalt und steril, so kam mir das Buch vor und somit leider nur ♥♥ Herzchen.


Mein Dank gilt Heyne fliegt, für die großzügige Bereitstellung des eBooks!


Autorin: Kass Morgan studierte an der Brown University bis zum Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in Oxford. Derzeit lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor Erscheinen ihres ersten Buches, Die 100, konnte sie bereits die Rechte der Serienverfilmung verkaufen. (Quelle)

2 Liebe Worte:

  1. Hm, die Reihe hat mich eigentlich nie wirklich interessiert, aber als dann merkte, dass die Serie im Fernsehen lief wurde ich doch neugierig. Jetzt streiche ich das Buch lieber wieder. Manchmal stört es mich nicht, wenn ich keine direkte Bindung zu den Charakteren aufbauen kann, passt eben ab und zu zu Thematik, oder der Geschichte, oder weil ein Charakter eben eine kühle, abweisende Art hat. Wenn es jedoch daran liegt, weil sie nur so stiefmütterlich behandelt werden, weiß ich jetzt schon, dass das Buch nichts für mich ist.

    Liebe Grüße,
    Bramble

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    1. Die Serie finde ich leider auch nicht so toll :( Aber sehr viele Leser/Zuschauer können entweder gut mit der Serie oder mit dem Buch.
      Für mich leider beide nicht ;)

      Alles Liebe

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