Samstag, 12. Dezember 2015

[Buchrezension] Du bist das Gegenteil von allem von Carmen Rodrigues

Du bist das Gegenteil von allem  
Die 16-jährige Ellie hatte etwas Besonderes an sich. Etwas Dunkles, Charismatisches, Gebrochenes … Jetzt ist sie tot. Gestorben an einer Überdosis Tabletten. Zurück bleiben ihr Bruder Jake, ihre beste Freundin Sarah und deren jüngere Schwester Jess – und vierunddreißig Zettel von Ellie in einem Schuhkarton. Vierunddreißig Hinweise, die Ellie hinterlassen hat. Vierunddreißig Geheimnisse eines viel zu kurzen Lebens voller Schmerz. Auf der Suche nach dem Warum müssen sich Jake, Sarah und Jess nicht nur ihren eigenen Abgründen stellen, sondern auch dem, was Ellie so lange vor ihnen verborgen hat … (Quelle)


Du bist das Gegenteil von allem | Carmen Rodrigues | YA, Contemporary | cbt | ISBN: 978-3-570-16158-6 | Hardcover, 384 Seiten




 


Meine Meinung: Ich habe etwas Anderes erwartet, etwas in der Art von Tote Mädchen lügen nicht, weshalb auch immer. Wahrscheinlich wegen der Selbstmordthematik, den hinterbliebenen Freunden und den Notizen, die Ellie hinterlassen hat. Allerdings schafft dieses Buch es nicht, den Leser in einen Strudel aus Spannung und dunkler Vorahnung hinein zu ziehen. 

Das Problem sind die Charaktere, zu denen ich keine Bindung aufbauen konnte. Sie wirken viel zu statisch, zu flach und zu sehr in sich selbst gefangen, ohne damit den Leser zu beeindrucken. Die inneren Konflikte und Gedanken erreichen den Leser einfach nicht. Obwohl die Perspektiven, die sich abwechseln, sich im Rahmen halten, bleiben alle Charaktere fad und langweilig. Sie besitzen nicht das gewisse Etwas, das ihnen Leben einhaucht. Man kann sich nicht mit ihnen identifizieren, da ihre Motivationen nicht immer klar sind.

Alle Charaktere haben schwerwiegende Probleme, die im alltäglichen, echten Leben ernst zu nehmende Themen sind, dennoch reicht es nicht aus, um die Charaktere ernst zu nehmen. Die Probleme lassen sich eher wie eine Aneinanderreihung von Konflikten lesen, die keine Gefühle im Leser auslösen. Durch dieses Hinwerfen der Probleme, fehlt dem Buch auch ein klarer roter Faden, der sich durchzieht. Ein Konzept, wie bei Tote Mädchen lügen nicht, hätte zwar die Komplexität geschmälert, jedoch hätte es Du bist das Gegenteil von allem Substanz verliehen.

Dazu kommt noch die sehr einfache Schreibweise, die nach einigen Kapiteln ihren Reiz verliert, da sie zu schlicht ist. Sicherlich ist der Lesefluss dadurch sehr rasch, jedoch verliert das Buch dadurch an Atmosphäre. Hier und da hätte ich einige Ausschmückungen ganz nett gefunden, um mir ein Bild von den Charakteren und ihren Gefühlen zu machen.

Ein Highlight stellen die Notizen dar, die, die Kapitel einleiten und der Geschichte immer wieder neuen Auftrieb verleihen. Leider reichen sie nicht aus, um für konstante Spannung zu sorgen. 

Bewertung: Die Idee ist keine neue, dennoch ist sie gut, das will ich nicht abstreiten. Jedoch fehlt es dem Buch an essentiellen Punkten, um das Leseerlebnis in Unterhaltung zu verwandeln. Leider zieht sich die Geschichte, trotz der einfachen Schreibweise, somit ♥♥ Herzchen.


Autorin: Carmen Rodrigues wurde in Ohio geboren. Als sie zehn war, zog ihre Mutter mit Carmen, ihren zwei älteren Schwestern und ihrem jüngeren Bruder nach Miami. Sie studierte Creative Writing an der Florida State University. Nach ihrem Studium zog sie nach New York, wo auch ihre Karriere als Schriftstellerin begann. Sie machte ihren Abschluss in Creative Writing an der University of North Carolina Wilmington und lebt auch heute noch an der Küste North Carolinas. Du bist das Gegenteil von allem ist ihr zweites Jugendbuch. (Quelle)



Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das eBook zur Verfügung gestellt hat!

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