Donnerstag, 17. Dezember 2015

[Buchrezension] Die Nacht gehört den Wölfen von Wulf Dorn

Die Nacht gehört den Wölfen 
Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmen Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang … (Quelle)


Die Nacht gehört den Wölfen | Wulf Dorn | YA, Mystery | cbt | ISBN: 978-3-570-16397-9 | Broschiert, 464 Seiten


Meine Meinung: Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es unentschlossen. Es wankt zwischen kindlich (manchmal sogar kindisch) bis hin zu dunkel und mysteriös. Ehrlich gesagt waren mir die dunkel-mysteriösen Teile, bei denen man nicht wusste woran man als Leser war, lieber

Auch sehr einfach geschriebene Bücher wie Perfks of beeing a Wallflower können reizend sein, wenn der Protagonist es raushaut. Der Protagonist, Simon, aus Die Nacht gehört den Wölfen ähnelt Charlie aus dem bereits erwähnten Buch, allerdings kommt er nicht besonders authentisch rüber. Zum einen liegt dies daran, dass zwischen dem Leser und den Charakteren eine Diszant ist, die auch bis zum Ende bleibt. Die Wahl des ich-Erzählers fände ich geeigneter, als die des personalen-Erzählers.

Durch das ständige hin und her hatte ich Probleme mich auf das Geschehen einzulassen. Mal war das Buch absolut spannend und so düster, dass ich mich sogar bei Tageslicht gefürchtet habe und mal war es so seicht wie eine Pfütze. Die einfache Schreibweise, die zu einem raschen Lesen führt und dazu die Dialoge, die für mich selten als echte Dialoge durch gingen, haben dazu geführt, dass ich nicht immer Spaß dabei hatte, das Buch zu lesen.

Die Idee ist keine neue, aber dennoch interessant. Schade, denn wenn die Umsetzung sich für eine Richtung entschieden hätte, hätte die Grundidee sehr reizend sein können.  

Bewertung:  Bis zum Mittelteil zieht sich das Buch, da nicht wirklich Spannung aufkommen will. Ab da geht es rasanter weiter, bis es am Ende seinen Höhepunkt erreicht. Das Ende ist ziemlich gut und fesselnd, weshalb ich dem Buch auch eine bessere Bewertung gebe, als die Rezension den Anschein erwecken mag. Somit ♥♥♥,♥ Herzchen, Wulf Dorn behalte ich mit Sicherheit im Auge, da er viel Potential hat, um zu einem meiner Lieblingsautoren zu werden.

Autor:
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Faszination für das Unheimliche und Geheimnisvolle führte ihn zunächst in das Horror-Genre, ehe er die Spannbreite des Thrillers für sich entdeckte. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Dorn war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig. Dort schulte er zunächst als Arbeitstrainer Patienten in Büroberufen, ehe er in die psychiatrische Versorgungsforschung wechselte und an einem EU-Projekt zur beruflichen Reintegration mitwirkte. Danach vermittelte er als Jobcoach psychisch kranke Menschen ins Berufsleben. Diese Begegnungen mit menschlichen Schicksalen und Dorns Interesse an psychischen Phänomenen spiegeln sich in vielen seiner Geschichten wider. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm. Weitere Infos unter www.wulfdorn.net (Quelle)

Mein Dank gilt an cbt Kinder- und Jugendbücher, für die großzügige Bereitstellung des eBooks!

1 Liebe Worte:

  1. Huhu Carly,

    die Idee an sich klingt eigentlich wirklich cool, gerade dieses Düstere hätte mich angesprochen, da ich momentan ein Faible für Psyhothriller entdecke. xD Schade daher, dass das nicht konstant umgesetzt worden ist. :x

    Ich wünsche dir eine wunderschöne Restwoche! ♥♥♥

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