Samstag, 29. März 2014

[Buchrezension] Spurlos von Ashley Elston

 

Klappentext:
Zum sechsten Mal in acht Monaten wird Meg Jones mitten in der Nacht aus ihrem Leben gerissen. Ohne Vorwarnung, ohne Abschied, ohne Aussicht auf Rückkehr …
Meg Jones ist nicht ihr richtiger Name. Seit die 17-Jährige mit ihrer Familie im Zeugenschutzprogramm lebt, hat sie ihre Identität verloren, ihre Freunde, ihre Heimat. In ständiger Angst vor ihren Verfolgern trägt sie immer eine Tasche bei sich mit den wichtigsten persönlichen Dingen. Und eigentlich hat sie sich vorgenommen, keine neuen Freundschaften zu schließen. Doch dann taucht Ethan auf …


Erster Satz:
„Wie möchtest du dieses Mal heißen?“

Eye-Candy: 
So ein schönes Cover! Ich bin begeistert, ich liebe es! Wenn man das Buch gelesen hat und auf die Symbolik achtet, wird einem so einiges klar. Das möchte ich niemandem vornewegnehmen, deshalb bin ich still (auch wenn mir das wirklich schwer fällt).
Auch unter dem Schutzumschlag sieht es wunderschön aus. Also schaut euch das Buch doch mal "nackig" an.

Inhalt: 
Seit einem schrecklichen Geschehen sind "Meg" und ihre Familie im Zeugenschutzprogramm. Ein Fehler und sie verlieren ihre gesamtes Leben und das immer und immer.  Sie ziehen von Stadt zu Stadt, wechseln ständig ihre Namen, ihre Identitäten und verlieren dabei immer mehr ihr eigentliches Ich. Während ihre Schwester sich immer mehr abkapselt und die Mutter nur noch betrunken ist, versucht der Vater auf eigene Weise "das Problem zu lösen". 
Einen weiteren Umzug hält die Familie nicht aus, das weiß "Meg". Sie weiß auch, dass sich schnell etwas ändern muss, wenn sie ihre Familie retten möchte. Denn auch im Zeugenschutzprogramm sind sie nicht so sicher, wie sie immer gedacht haben …

Meine Meinung:
Die tragenden Spannungspfeiler des Buches sind Identitäsverlust, irgendein dunkles Geheimnis und ganz viel Drama. Und natürlich sind da noch die tollen Charaktere.

Das Buch wird aus der Sicht der Protagonistin "Meg" aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie führt ein Tagebuch mit "Regeln", die sie sich zugelegt hat, um so gut wie möglich im Zeugenschutz zu überdauern. Diese Regeln leiten auch die Kapitel ein, sodass die Neugier des Lesers immer wieder geschickt geweckt wird. 

Den richtigen Namen von "Meg" und wie ihr Leben ausgesehen hat, bevor sie und ihre Familie in dem Zeugenschutzprogramm gelandet sind, erfahren erst viel später.
So lange bleibt Meg immer etwas mysteriös, aber das macht nichts! Denn sie ist ein starker Charakter und hat ihren eigenen Kopf. Anfangs ist sie mir zu dickköpfig und gemein, aber da sie das alles aus Selbstschutz macht, kann man darüber hinwegsehen. 

Man sollte meinen, dass wenn eine Familie in einer derartigen Situation ist, dass sie zusammenhalten würde. Hier ist das nur bedingt so. Da ist die Mutter, die immer mehr säuft und sich nicht um ihre Töchter kümmert. Dann ist da der Vater, der sich total abkapselt und sich nicht um die Mutter kümmert und um die Kinder kümmert er sich nur so halbwegs. Und dann ist da noch die kleine Schwester, die mich von Zeit zu Zeit aufgeregt hat, obwohl sie mir leidtut. Sie klammert sich an Meg, was ich verstehen kann, aber etwas mehr Selbstständigkeit würde ich mir schon für sie wünschen.
Ich verstehe auch nicht, wieso weder Meg noch der Vater sich mal richtig um die Mutter kümmern? Es heißt immer mal wieder, dass die Mutter tiefgehende psychologische Probleme hat, aber keiner schert sich drum. Wenn die Mutter halbtot auf dem Küchentisch liegt, bugsiert man sie einfach wieder in ihr Bett. Tolle Lösung! Nicht.


Das Love Interesst ist zum Glück überhaupt nicht verkrampft, sondern sehr süß, ohne dabei kitschig zu werden. Das liegt auch daran, dass Ethan so ein sympathischer Charakter ist. Doch leider fällt er etwas flach dabei aus. Er ist nett, lieb und all das positive Zeug, aber eine eigene Persönlichkeit fehlt ihm. Als Leser erfährt man so gut wie nichts über den wirklichen Ethan.

Von einem Thriller erwartet man Spannung und dieses Buch ist mega-spannend. Von der ersten Seite bis fast zur letzten. Warum nur fast? Ich mag Jugendthriller, nur ist es leider in den meisten Fällen so, dass die Auflösung der Haputproblematik zu schnell und zu einfach über die Bühne gebracht wird. Das nervt mich immer ein bisschen … Leider musste ich auch hier am Ende feststellen, dass sich meine schlimmste Befürchtung bewahrheitet hat: Das Ende ist zu simpel. Die Auflösung ist beinahe schon kindisch und wirkt an den Haaren herbeigezogen. 
Ganz nebenbei mal bemerkt: Ich habe mir schon gedacht, wo das Etwas sich befindet, was alle so verzweifelt in diesem Buch suchen. Jeder, der auch nur einen Thriller gelesen oder angeschaut hat, der wird die Lösung viel zu schnell herausfinden und somit die Handlung durchschauen.

Einige Fragen bleiben zwar am Ende offen, aber das muss ja auch so sein, schließlich gibt es einen zweiten Band und irgendwie muss man ja die Leser bei der Stange halten und zum Weiterlesen bringen.

In der Kürze liegt die Würze: 
Ein spannender Jugendthriller, der ein ungewöhnliches Thema hat. Ein kurzweiliges Buch, sehr flüssig geschrieben, sodass es im Nu ausgelesen ist. Leider ist die Auflösung der Hauptproblematik zu plump und vorhersehbar.

Bewertung:  
Eine Geschichte mit wenigen Worten zu erzählen und den Leser zufrieden zu stellen, das ist eine Kunst, die bei weitem viel zu wenige Autoren beherrschen. Asheley Elston schafft es mit knapp 300 Seiten eine atemberaubende Handlung mit unvorhersehbaren Twists und liebenswerten Charakteren auf die Beine zu stellen. Außer dem Showdown hat mir alles an dem Buch gefallen, dem Erscheinungsdatum des zweiten Teiles fiebere ich bereits entgegen. Von mir bekommt das Buch ♥ ♥ ♥ Herzchen.

Autorin:  
Ashley Elston lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und zwei Katzen im Norden Louisianas. Sie arbeitete zehn Jahre lang als Hochzeits- und Porträtfotografin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Büchern widmete. Spurlos ist ihr erstes Jugendbuch. (Quelle)

© privat
Mein Dank gilt dem Mixtvision Verlag und Lovelybooks. Vielen Dank, dass ich an der spannenden Leserunde teilnehmen und das tolle Buch lesen durfte.

Titel: Spurlos
Originaltitel: The Rules of Disappearing
Autorin: Ashley Elston
Genre: YA Thriller
Verlag: Mixtvision Verlag
ISBN: 9783944572062
Gebunden: mit Schutzumschlag und Leseband, 300 Seiten
Reihe: The Rules of Disappearing
  1. The Rules of Disappearing (Spurlos)
  2.  The Rules for Breaking (bisher nicht in Deutschland erschienen)


Für weitere Infos hierher klicken

12 Liebe Worte:

  1. Das Buch hört sich auf jeden Fall sehr interessant an. Liebst, Emme ♥

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    1. Ist wirklich total spannend :)

      Liebe Grüße

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  2. Danke für deinen Kommentar! Ich wusste gar nicht, dass es noch einen zweiten Teil geben wird. Auch einen dritten?
    Mir wäre es ja lieb, wenn es einfach ein Einzelband bleiben würde.

    Liebe Grüße, Katja :)

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    1. Gerne :)
      Ich dachte, ich schreibe es dir mal, nicht dass du es dann nicht mitbekommst (passiert mir oft ^^).
      Am Ende gibt es schon noch eine Menge offene Fragen … Ich wüsste gerne, wie es weitergehen wird :D

      Liebe Grüße
      Carly

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  3. Der Klapptext hört sich wirklich interessant an, auch, weil mich dieses Thema interessiert. Allerdings sind Punkte wie die Vorhersehbarkeit, die du in deiner Rezension genannt hast, schade.

    Ganz liebe Grüße :))

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    1. Ab einem Punkt wird es sehr klischeehaft und leider hat mir dieser Punkt den Lesespaß etwas verdorben. Aber im Ganzen ist das Buch echt gut, sehr spannend geschrieben!
      Die Theman finde ich auch sehr interessant :D

      Ganz liebe Grüße
      Carly

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  4. Noch einmal Hallo,
    muss ja hier erstmal alles aufarbeiten. :)
    Hm, irgendwie klingt das schon spannende. Aber mich spricht es nicht wirklich an. Wenn ich die Handlung einfach zu schnell voraussehen kann, dann nimmt das für mich einen großen Teil der Spannung und dann kann ich das Buch schon nicht mehr gut finden. Wenn ich einen Thriller lese will ich Spannung und am besten haufenweise Überraschungen. :) Bin mit Thrillern nicht leicht zu frieden zu stellen und bleibe auch lieber bei mir bekannten Autoren, von denen ich weiß, dass ich fast jedes Buch mag. :)
    Wobei ich fand ja "Raum 213" ganz gut, jedenfalls für einen Jugend-Thriller.^^ Möchte die Reihe auch unbedingt weiterlesen!

    Ganz liebe Grüße ♥

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    1. Huhu :)
      Also gegen Ende hin wird es echt etwas Vorraussehbar, bis zum Showdown um es explizit zu sagen. Ab da wird es nochmal sehr spannend und einige Fragen werden nicht beantwortet, was ich verstehen kann, schließlich gibt es einen zweiten Teil.
      Jugendthriller haben es aber auch echt schwer. Sie müssen spannend sein, müssen aber gleichzeitig auch altersentsprechend sein und die Jugendlichen irgendwie ansprechen.
      "Raum 213" möchte ich auch noch lesen :D

      Liebe Grüße ♥

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  5. Oh das Buch klingt wirklich spannend und das Cover ist echt schön :)
    Auf anderen Blogs hat es auch ziemlich gut abgeschnitten glaube ich. Wandert auf jeden Fall mal auf die Wunschliste.
    Liebste Grüße <3

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    1. Das freut mich :)
      Es ist wirklich sehr gut, kann ich nur empfehlen :)

      Liebe Grüße ♥

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  6. Oh das klingt auf jeden Fall total spannend. Schade, dass das Ende nicht so der Knaller ist, aber ich werde es auf jeden Fall mal im Auge behalten.

    Liebe Grüße, Julia

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    1. Bis zum Ende war das Buch auch mega-gut! Auf den zweiten Teil bin ich schon sehr gespannt. Da gefällt mir das Cover zwar nicht ganz SO gut, aber na ja ;)

      Liebe Grüße

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